Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Gedenkstätte für Heydrich-Attentäter in der Kyrill-und-Method-Kirche
Am 27. Mai 1942 verübten tschechoslowakische Fallschirmspringer ein
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Nach einigen Tagen erlag Heydrich seinen Verletzungen.
Auf die Tat der Widerstandskämpfer reagierte das NS-Regime mit einer Welle
von Vergeltungsmaßnahmen. Die Attentäter versteckten sich nach dem
Anschlag in einer orthodoxen Kirche im Prager Stadtzentrum. In diesem
Versteck sind die sieben Fallschirmspringer 20 Tage später umgekommen. An
dem Ort, wo die Attentäter einst versteckt waren, befindet sich heute eine
Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer. mehr...
„Kleine Gesten können große Wirkung entfalten“ – Politologe Schuster über Gaucks Brief zu Lidice
Das vergangene Wochenende stand in Tschechien ganz im Zeichen des Gedenkens
an den 70. Jahrestag des Massakers im mittelböhmischen Lidice und später
im ostböhmischen Ležáky. Die Nazis ließen damals als Rache für das
erfolgreiche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard
Heydrich alle männlichen Einwohner dieser beiden Dörfer erschießen, die
Frauen und Kinder wurden verschleppt und beide Orte niedergebrannt. Aus
Anlass des Gedenkens schickte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck
seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus einen offiziellen Brief, in
dem er im Namen Deutschlands seine tiefe Betroffenheit und Scham angesichts
dieser Gräueltaten ausgedrückt hat. Ausdrücklich hob der
Bundespräsident den Mut der Heydrich-Attentäter und deren
Vorbildcharakter hervor. mehr...
Gedenken an Lidice zum 70. Jahrestag - Anerkennung für Brief von Joachim Gauck
Vor 70 Jahren haben deutsche Einheiten die Bewohner des Ortes Lidice in
Mittelböhmen umgebracht und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Kurz
darauf wiederholte sich dies im ostböhmischen Ležáky. Es waren
Vergeltungsakte der Nazis für das erfolgreiche Attentat auf den
stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard
Heydrich. Am Sonntag hat Tschechien der Zerstörung von Lidice gedacht. Am
Freitag bereits hat Bundespräsident Joachim Gauck in einem Brief an seinen
tschechischen Amtskollegen Václav Klaus seine Betroffenheit und Scham für
die Tat ausgedrückt. mehr...
Neues aus britischen Archiven zum Attentat auf Heydrich
Hätte es kein Attentat auf Reinhard Heydrich gegeben, wäre heute die
Hälfte der Tschechen nicht mehr da. Dies sagte der in Großbritannien
lebende Tscheche Alois Denemarek vor einer Woche in einem BBC-Interview.
Seine Familie hatte tschechische Widerstandskämpfer unterstützt, die 1941
in kleinen Trupps über dem Protektorat absprangen. Unter ihnen waren auch
zwei Angehörige der Gruppe „Antropoid“. Sie hatten die Aufgabe, den
Anschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Prag durchzuführen.
Dem folgenden Nazi-Terror sind rund 5000 tschechische Bürger zum Opfer
gefallen, darunter auch Denemareks Eltern und Bruder. Er selbst hat nur
durch Zufall überlebt. Am 27. Mai jährte sich zum 70. Mal der Anschlag
auf den Chef des deutschen Reichssicherheitshauptamtes, der am 27.
September 1941 nach Prag mit dem Auftrag entsandt wurde, „die
tschechische Frage“ zu lösen. mehr...
Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung
Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des
Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren,
Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische
Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit
zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden
Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des
Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten
eine Ausstellung eröffnet. mehr...
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten
Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer
Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland,
Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über
die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das
Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem
Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz
und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der
Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...
Gedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags
Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen
Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache
für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den
stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes
wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem
Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes
eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum
Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein
Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke
Einwände gegen das Projekt. mehr...
Museumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben
Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert.
Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten
Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern
wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges
begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei.
In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9.
Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die
Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum
wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im
ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Prager Aufstand 1945 – militärisch nicht entscheidend, aber wichtig für die Moral
Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Tschechien jedes Jahr gefeiert. Den
Auftakt hat am Wochenende Plzeň / Pilsen gemacht – denn die
westböhmische Stadt wurde als erste befreit. Zudem erinnerten am Samstag
tschechische Politiker an den Beginn des Prager Aufstandes am 5. Mai 1945.
Der Gedenkakt fand am Hauptgebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Im
Folgenden mehr über den Prager Aufstand und die Gedenkfeier. mehr...
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