Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Neues aus britischen Archiven zum Attentat auf Heydrich

02-06-2012 02:01 | Jitka Mládková

Foto: Bundesarchiv / Wikimedia Commons 3.0 Hätte es kein Attentat auf Reinhard Heydrich gegeben, wäre heute die Hälfte der Tschechen nicht mehr da. Dies sagte der in Großbritannien lebende Tscheche Alois Denemarek vor einer Woche in einem BBC-Interview. Seine Familie hatte tschechische Widerstandskämpfer unterstützt, die 1941 in kleinen Trupps über dem Protektorat absprangen. Unter ihnen waren auch zwei Angehörige der Gruppe „Antropoid“. Sie hatten die Aufgabe, den Anschlag auf den stellvertretenden Reichsprotektor in Prag durchzuführen. Dem folgenden Nazi-Terror sind rund 5000 tschechische Bürger zum Opfer gefallen, darunter auch Denemareks Eltern und Bruder. Er selbst hat nur durch Zufall überlebt. Am 27. Mai jährte sich zum 70. Mal der Anschlag auf den Chef des deutschen Reichssicherheitshauptamtes, der am 27. September 1941 nach Prag mit dem Auftrag entsandt wurde, „die tschechische Frage“ zu lösen. mehr...

Attentat auf Heydrich: Zum Jubiläum eröffnet neue Ausstellung

25-05-2012 16:18 | Martina Schneibergová

Foto: Barbora Kmentová Er galt als „Henker des tschechischen Volkes“: der Organisator des Holocausts und Stellvertretende Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich. Am 27. Mai 1942 verübten tschechische Widerstandskämpfer ein Attentat auf Heydrich. Die Nazis reagierten mit zahlreichen Racheakten, darunter auch die Niederbrennung der Gemeinden Lidice und Ležáky. Anlässlich des bevorstehenden 70. Jahrestags des Attentats auf Heydrich wurde am Donnerstag im Prager Wallenstein-Garten eine Ausstellung eröffnet. mehr...

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

12-05-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland, Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...

Gedenken an Lidice: Streit um Audio-Drama im Vorfeld des 70. Jahrestags

11-05-2012 16:37 | Till Janzer

Gedenkstätte Lidice Im Juni jährt sich zum 70. Mal die Zerstörung des mittelböhmischen Dorfes Lidice. Die Nazis nahmen damals auf äußerst brutale Weise Rache für das Attentat tschechischer Widerstandskämpfer auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Alle Männer des Ortes wurden erschossen, Kinder und Frauen ins KZ verschleppt und das Dorf dem Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dem ursprünglichen Ort des Dorfes eine Gedenkstätte, die neue Gemeinde Lidice wurde nebenan aufgebaut. Zum Jahrestag soll die Gedenkstätte einen interaktiven Guide erhalten, ein Audiodrama. Doch die Bewohner des heutigen Dorfes Lidice haben starke Einwände gegen das Projekt. mehr...

Museumsexperte: Auch am 9. Mai 1945 fielen im Protektorat noch Bomben

09-05-2012 16:27 | Lothar Martin

Foto: ČT 24 Am 8. Mai 1945 hat die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert. Seitdem wird dieser Tag in den Geschichtsbüchern als Ende des Zweiten Weltkriegs geführt. In Frankreich und einigen mitteleuropäischen Ländern wird er seitdem Tag der Befreiung vom Faschismus oder als Tag des Sieges begangen. Darunter neuerdings auch wieder in Tschechien und der Slowakei. In ihrer gemeinsamen kommunistischen Zeit aber haben beide Länder den 9. Mai 1945 als Kriegsende angesehen, und zwar deshalb, weil an diesem Tag die Rote Armee der Sowjetunion in Prag einmarschierte. Dieser Tage wiederum wurde öffentlich gemacht, das nach dem offiziellen Kriegsende im ehemaligen Protektorat Böhmen und Mähren sogar noch gebombt wurde. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Prager Aufstand 1945 – militärisch nicht entscheidend, aber wichtig für die Moral

08-05-2012 | Till Janzer

Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Tschechien jedes Jahr gefeiert. Den Auftakt hat am Wochenende Plzeň / Pilsen gemacht – denn die westböhmische Stadt wurde als erste befreit. Zudem erinnerten am Samstag tschechische Politiker an den Beginn des Prager Aufstandes am 5. Mai 1945. Der Gedenkakt fand am Hauptgebäude des Tschechischen Rundfunks statt. Im Folgenden mehr über den Prager Aufstand und die Gedenkfeier. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei

01-05-2012 | Marco Zimmermann

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben der einfachen Arbeiter. mehr...

Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol

14-04-2012 02:01 | Till Janzer

Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...

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