Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Der „Winton Train“ auf Gedenkfahrt von Prag nach London

01-09-2009 18:51 | Daniel Kortschak

Vor genau 70 Jahren ist mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Mit den ebenso bekannten wie erschütterten Fakten. Auch in der Tschechoslowakei waren nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen in die so genannte „Rest-Tschechei“ im März 1939 Tausende Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer politischen Ansichten bedroht. Engagierte Menschen boten ihnen Unterschlupf oder organisierten ihre Flucht. Einer von ihnen war der Brite Nicolas Winton, der Hunderte Kinder mit Sonderzügen nach Großbritannien schickte. Der bisher größte dieser Transporte sollte am 1.September 1939 abfahren, doch schon wenige Stunden nach Kriegsbeginn waren die Grenzen dicht, und der Zug blieb in Prag. Am Dienstag gedachten auf dem Prager Hauptbahnhof Politiker und Zeitzeugen dieses Ereignisses.   mehr...

Gedenken an den Todesmarsch: Acht Deutsche und Tschechen laufen die Strecke noch einmal ab

13-08-2009 16:45 | Vivian Hömke

Friedhof Volary - Gräber 95 jüdischer Frauen Am 13. April 1945 wurde das Konzentrationslager im bayerischen Helmbrechts aufgelöst. Doch für die 1170 Häftlinge, alles Frauen, war der Leidensweg noch lange nicht zu Ende. Sie mussten sich auf einen langen Todesmarsch begeben ins heute tschechische Volary. Nur etwa 100 von ihnen überlebten. Diese Geschichte berührte ein Ehepaar und seine Freunde aus Bayern so sehr, dass sie zu einem Buß-und Gebetsmarsch aufbrachen – entlang derselben Strecke wie die Opfer von damals. Vivian Hömke sprach mit Hanne Müller.   mehr...

Rigide Germanisierung Prags - „Primator-Stellverteter“ Pfitzner 1940

11-08-2009 15:34 | Till Janzer

Otakar Klapka (links) und Josef Pfitzner (rechts), foto: CTK Schon bald nach der Besetzung im März 1939 haben die Nationalsozialisten mit der Germanisierung des so genannten „Protektorats Böhmen und Mähren“ begonnen. In der Hauptstadt Prag war der zweite Bürgermeister, der „Primator-Stellverteter“ Josef Pfitzner die treibende Kraft dabei. Obwohl nur die Nummer Zwei, kontrollierte der sudetendeutsche Politiker faktisch den eigentlichen Oberbürgermeister Otakar Klapka. Das Archiv des Tschechischen Rundfunks ist im Besitz eines Gesprächsfragments mit Pfitzner vom 31. Juli 1940. In der Sendung des deutschsprachigen Reichssenders Böhmen wird der Primator-Stellvertreter über die Umbenennung von Straßen in Prag befragt.   mehr...

Das Theresienstädter Tagebuch von Eva Roubíčková erscheint auf Tschechisch

16-07-2009 17:21 | Katja Schickel, Christian Rühmkorf

Das Tagebuch von Eva Mändl-Roubičková beginnt am 1. Januar 1941 und endet am 5. Mai 1945. Die deutschsprachige Jüdin hatte zuvor eine glückliche Kindheit im Sudetengebiet verlebt. Die von den Nationalsozialisten entfachte Pogromstimmung vertreibt die Familie nach Prag. Schließlich werden Eva und ihre Eltern in Theresienstadt inhaftiert. Über diese Zeit berichtet ihr Tagebuch. Es sind intime Aufzeichnungen einer grausamen Zeit.  mehr...

Ackerboden sei höchstes Gut der Nation – Appell von Präsident Hácha im Sommer 1939

14-07-2009 16:21 | Jitka Mládková

Am 15. März 1939 hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren. Zuerst hatte Hitler-Deutschland im Herbst 1938 die Sudetengebiete besetzt, dann verkündete die Slowakei am 14. März 1939 den Austritt aus dem gemeinsamen Staat und nun wurde das restliche Gebiet zum so genannten Protektorat Böhmen und Mähren ausgerufen. Im Sommer stand in dem amputierten Land die erste Getreideernte an. Protektoratspräsident Emil Hácha hielt am 16. Juli eine Rundfunkansprache, die Jitka Mládková in unserem Archiv gefunden hat:   mehr...

„Lasst uns eins und stark sein“ - Edvard Beneš spricht 1939 zu Exilanten in den USA

07-07-2009 19:12 | Till Janzer

In der ersten Jahreshälfte 1939 befindet sich der frühere tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš in den Vereinigten Staaten auf privater Reise. Ein halbes Jahr lang lehrt Beneš an der Universität von Chicago, doch in diese Zeit fällt auch die Besetzung seiner Heimat durch Hitler-Deutschland. Beneš führt in den USA auch politische Gespräche. Im Rundfunk der Exilregierung verabschiedet sich Beneš am 12. Juli 1939 aus Amerika. Er geht darauf nach London. Die Ansprache ist im Archiv des Tschechischen Rundfunks erhalten geblieben.  mehr...

Juli 1939 im Protektorat – „Ein Kampf um Sein oder Nicht-Sein“

30-06-2009 12:44 | Patrick Gschwend

Foto: www.bigfoto.com Es waren schwierige Zeiten für das tschechische Volk im Sommer 1939. Seit dem März des Jahres war ihr Land besetzt von Hitler-Deutschland. In dieser Ausnahmesituation richtete sich der damalige Oberbürgermeister Prags, Otakar Klapka, am 1. Juli 1939, vor genau 70 Jahren, in einer Radio-Ansprache an das tschechische Volk.   mehr...

Geraubtes jüdisches Eigentum aus der NS-Zeit - internationale Konferenz in Prag

29-06-2009 16:56 | Till Janzer

Terezín Experten und Regierungsvertreter aus 49 Ländern sind am Freitag in Prag zusammengekommen, um vor allem über die Rückgabe von geraubtem jüdischem Eigentum aus der Zeit des Holocaust und die Entschädigung von Opfern des Naziterrors zu beraten. Die Zusammenkunft in der tschechischen Hauptstadt knüpft an die Konferenz in Washington von 1998 an. Jiří Šitler war früher Verhandlungsleiter der Tschechischen Republik für die Frage der Entschädigung von NS-Opfern und nimmt an der Konferenz in Prag teil.   mehr...

Kunstgewerbemuseum in Prag dokumentiert Raubkunst aus dem Zweiten Weltkrieg

26-06-2009 18:53 | Till Janzer

Vor ziemlich genau 70 Jahren begannen die Nazis jüdische Familien im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren systematisch zu enteignen. Welchen Gesamtwert die Güter hatten, die den etwa 100.000 Juden weggenommen wurden, kann niemand mehr schätzen. Einen kleineren Teil machten Kunstgegenstände aus. Einige dieser Raubstücke gelangten in die Sammlungen tschechischer Museen, meist als anonyme Spenden.   mehr...

Juni 1939 – Späte Demonstration der nationalen Einheit unter der Nazi-Besatzung

23-06-2009 15:39 | Patrick Gschwend

František Schwarzenberg (Foto: ČTK) Es war eine schwierige Zeit für die Tschechen im Sommer des Jahres 1939. Ihr Land war besetzt. Die Nazis hatten im März des Jahres das Protektorat Böhmen und Mähren ausgerufen. Exil-Tschechen in aller Welt waren in größter Sorge um ihre alte Heimat. An sie richtete sich im Juni 1939 der tschechische Adelige František Schwarzenberg mit einer Radio-Ansprache.   mehr...

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