Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Der „Winton Train“ auf Gedenkfahrt von Prag nach London
Vor genau 70 Jahren ist mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg
ausgebrochen. Mit den ebenso bekannten wie erschütterten Fakten. Auch in
der Tschechoslowakei waren nach dem Einmarsch der Nazi-Truppen in die so
genannte „Rest-Tschechei“ im März 1939 Tausende Menschen wegen ihrer
Herkunft, ihrer Religion oder ihrer politischen Ansichten bedroht.
Engagierte Menschen boten ihnen Unterschlupf oder organisierten ihre
Flucht. Einer von ihnen war der Brite Nicolas Winton, der Hunderte Kinder
mit Sonderzügen nach Großbritannien schickte. Der bisher größte dieser
Transporte sollte am 1.September 1939 abfahren, doch schon wenige Stunden
nach Kriegsbeginn waren die Grenzen dicht, und der Zug blieb in Prag. Am
Dienstag gedachten auf dem Prager Hauptbahnhof Politiker und Zeitzeugen
dieses Ereignisses.
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Gedenken an den Todesmarsch: Acht Deutsche und Tschechen laufen die Strecke noch einmal ab
Am 13. April 1945 wurde das Konzentrationslager im bayerischen Helmbrechts
aufgelöst. Doch für die 1170 Häftlinge, alles Frauen, war der Leidensweg
noch lange nicht zu Ende. Sie mussten sich auf einen langen Todesmarsch
begeben ins heute tschechische Volary. Nur etwa 100 von ihnen überlebten.
Diese Geschichte berührte ein Ehepaar und seine Freunde aus Bayern so
sehr, dass sie zu einem Buß-und Gebetsmarsch aufbrachen – entlang
derselben Strecke wie die Opfer von damals. Vivian Hömke sprach mit Hanne
Müller.
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Rigide Germanisierung Prags - „Primator-Stellverteter“ Pfitzner 1940
Schon bald nach der Besetzung im März 1939 haben die Nationalsozialisten
mit der Germanisierung des so genannten „Protektorats Böhmen und
Mähren“ begonnen. In der Hauptstadt Prag war der zweite Bürgermeister,
der „Primator-Stellverteter“ Josef Pfitzner die treibende Kraft dabei.
Obwohl nur die Nummer Zwei, kontrollierte der sudetendeutsche Politiker
faktisch den eigentlichen Oberbürgermeister Otakar Klapka. Das Archiv des
Tschechischen Rundfunks ist im Besitz eines Gesprächsfragments mit
Pfitzner vom 31. Juli 1940. In der Sendung des deutschsprachigen
Reichssenders Böhmen wird der Primator-Stellvertreter über die
Umbenennung von Straßen in Prag befragt.
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Das Theresienstädter Tagebuch von Eva Roubíčková erscheint auf Tschechisch
Das Tagebuch von Eva Mändl-Roubičková beginnt am 1. Januar 1941 und
endet am 5. Mai 1945. Die deutschsprachige Jüdin hatte zuvor eine
glückliche Kindheit im Sudetengebiet verlebt. Die von den
Nationalsozialisten entfachte Pogromstimmung vertreibt die Familie nach
Prag. Schließlich werden Eva und ihre Eltern in Theresienstadt
inhaftiert.
Über diese Zeit berichtet ihr Tagebuch. Es sind intime Aufzeichnungen
einer grausamen Zeit. mehr...
Ackerboden sei höchstes Gut der Nation – Appell von Präsident Hácha im Sommer 1939
Am 15. März 1939 hörte die Tschechoslowakei auf zu existieren. Zuerst
hatte Hitler-Deutschland im Herbst 1938 die Sudetengebiete besetzt, dann
verkündete die Slowakei am 14. März 1939 den Austritt aus dem gemeinsamen
Staat und nun wurde das restliche Gebiet zum so genannten Protektorat
Böhmen und Mähren ausgerufen. Im Sommer stand in dem amputierten Land die
erste Getreideernte an. Protektoratspräsident Emil Hácha hielt am 16.
Juli eine Rundfunkansprache, die Jitka Mládková in unserem Archiv
gefunden hat:
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„Lasst uns eins und stark sein“ - Edvard Beneš spricht 1939 zu Exilanten in den USA
In der ersten Jahreshälfte 1939 befindet sich der frühere
tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš in den Vereinigten Staaten
auf
privater Reise. Ein halbes Jahr lang lehrt Beneš an der Universität von
Chicago, doch in diese Zeit fällt auch die Besetzung seiner Heimat durch
Hitler-Deutschland. Beneš führt in den USA auch politische Gespräche.
Im Rundfunk der Exilregierung verabschiedet sich Beneš am 12. Juli 1939
aus
Amerika. Er geht darauf nach London. Die Ansprache ist im Archiv des
Tschechischen Rundfunks erhalten geblieben. mehr...
Juli 1939 im Protektorat – „Ein Kampf um Sein oder Nicht-Sein“
Es waren schwierige Zeiten für das tschechische Volk im Sommer 1939. Seit
dem März des Jahres war ihr Land besetzt von Hitler-Deutschland. In dieser
Ausnahmesituation richtete sich der damalige Oberbürgermeister Prags,
Otakar Klapka, am 1. Juli 1939, vor genau 70 Jahren, in einer
Radio-Ansprache an das tschechische Volk.
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Geraubtes jüdisches Eigentum aus der NS-Zeit - internationale Konferenz in Prag
Experten und Regierungsvertreter aus 49 Ländern sind am Freitag in Prag
zusammengekommen, um vor allem über die Rückgabe von geraubtem jüdischem
Eigentum aus der Zeit des Holocaust und die Entschädigung von Opfern des
Naziterrors zu beraten. Die Zusammenkunft in der tschechischen Hauptstadt
knüpft an die Konferenz in Washington von 1998 an. Jiří Šitler war
früher Verhandlungsleiter der Tschechischen Republik für die Frage der
Entschädigung von NS-Opfern und nimmt an der Konferenz in Prag teil.
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Kunstgewerbemuseum in Prag dokumentiert Raubkunst aus dem Zweiten Weltkrieg
Vor ziemlich genau 70 Jahren begannen die Nazis jüdische Familien im
damaligen Protektorat Böhmen und Mähren systematisch zu enteignen.
Welchen Gesamtwert die Güter hatten, die den etwa 100.000 Juden
weggenommen wurden, kann niemand mehr schätzen. Einen kleineren Teil
machten Kunstgegenstände aus. Einige dieser Raubstücke gelangten in die
Sammlungen tschechischer Museen, meist als anonyme Spenden.
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Juni 1939 – Späte Demonstration der nationalen Einheit unter der Nazi-Besatzung
Es war eine schwierige Zeit für die Tschechen im Sommer des Jahres 1939.
Ihr Land war besetzt. Die Nazis hatten im März des Jahres das Protektorat
Böhmen und Mähren ausgerufen. Exil-Tschechen in aller Welt waren in
größter Sorge um ihre alte Heimat. An sie richtete sich im Juni 1939 der
tschechische Adelige František Schwarzenberg mit einer Radio-Ansprache.
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