Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf
der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die
deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen
den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche
Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus
mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben
der einfachen Arbeiter. mehr...
Körperertüchtigung und Politik: 150 Jahre Turnerbund Sokol
Was für die Deutschen Turnvater Jahn ist, das ist für die Tschechen
Miroslav Tyrš. Er war vor 150 Jahren prägender Mitgründer des Sokol, der
tschechischen Turnbewegung, die später auch auf weitere slawische Völker
übergriff. „Sokol“ ist nicht nur im Tschechischen, sondern auch in
anderen slawischen Sprachen das Wort für „Falke“. Die Falken spielten
eine wichtige Rolle bei der Emanzipation der Tschechen und Slowaken in der
k.u.k. Monarchie und der Bildung eines eigenständigen Staates. Der Sokol
war zudem die bedeutendste Massenorganisation der tschechischen Geschichte. mehr...
„Die Todesmühlen“ – Hanuš Burger zwischen Deutschen und Tschechen, zwischen Theater und Film (II)
In unserem letzten Kultursalon haben wir die Ausbildung und die ersten
Karriereschritte Hanuš Burgers begleitet. Vor dem Aufstieg der Nazis
musste er nach Amerika flüchten. Dort konnte sein Dokumentarfilm
„Crisis“ über den Aufstieg der Sudetendeutschen Partei Erfolge feiern.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrt er als Soldat nach Europa
zurück. Damit endet sein Weg durch die Wirren des 20. Jahrhunderts aber
noch lange nicht. mehr...
Geschichte verbindet – Studenten treffen Zeitzeugen
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts erscheint den meisten Jugendlichen
heutzutage fremd. Seit 2010 bietet das Collegium Bohemicum in Ústí nad
Labem / Aussig Jugendlichen die Möglichkeit, Zeitzeugen zu treffen, die
historische Ereignisse erlebt und überlebt haben. Am Donnerstag kamen
Studenten nach Ústí, um die Geschichte der Stadt einmal durch die
Perspektive von Zeitzeugen zu betrachten.
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Helsinki-Ausschuss warnt vor dem Rassismus in Tschechien
Sowohl in der Welt als auch in Tschechien wird der 21. März als Tag gegen
Rassismus begangen. Der tschechische Helsinki-Ausschuss veröffentlicht an
diesem Tag einen Bericht über den Rassismus in Tschechien. Außerdem
werden hierzulande mehrere Ausstellungen, Filme sowie ein Konzert gegen
Rassismus ausgetragen. mehr...
„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren
„Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es
ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der
Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden
die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders
schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung
übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den
Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem
Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“
Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der
Roma und ihre Deportation nach Auschwitz. mehr...
Tschechischer Holocaust-Zeitzeuge stellt bewegte Autobiographie vor
Was geht in einem vierjährigen Kind vor, das die traute Heimat hinter sich
lassen muss, um dem Tod zu entgehen? Genau dieses Gefühl musste Detlev
Landgrebe am eigenen Leib erfahren. In seinem Buch: „Kückallee 37 –
Eine Kindheit am Rande des Holocaust“, erzählt Detlev Landgrebe, wie er
die damalige Flucht vor den Nazis erlebt hat. Bei der Buchvorstellung im
österreichischen Kulturforum in Prag schilderte er seine Erinnerungen.
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Die gesamte Geschichte von Theresienstadt: Interview mit der Buchautorin Uta Fischer
Wer Theresienstadt oder Terezín hört, denkt zuerst an das Ghetto
beziehungsweise an das KZ. Dieser traurigste Teil in der mehr als
200-jährigen Geschichte des Ortes reicht allein für eine eigene
Darstellung. Die beiden Journalisten Uta Fischer und Roland Wildberg haben
nun aber die gesamte Historie von Theresienstadt in einem Buch dargestellt
– von der Gründung der Festung, die am Reißbrett entworfen wurde, bis
zum Hochwasser im Jahr 2002. Es ist das erste Buch seiner Art auf Deutsch
und heißt „Theresienstadt – eine Zeitreise“. Dazu ein Interview mit
Uta Fischer. mehr...
„Es gab zwei Verhandlungsebenen“ - Historiker Kunštát zum Nachbarschaftsvertrag
Die häufig zitierte und erwähnte Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997
war nicht der Anfang. Fünf Jahre früher wurde bereits der
Deutsch-Tschechoslowakische Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet.
20 Jahre sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Kohl und Außenminister
Genscher sowie Staatspräsident Havel und Außenminister Dienstbier ihre
Unterschriften unter den Vertrag gesetzt haben. Die tschechisch-deutsche
Aussöhnung ist Fachgebiet des Historikers Miroslav Kunštát von der
Tschechischen Akademie der Wissenschaften, ab 1993 hat er auch
Staatspräsident Václav Havel in diesen Fragen beraten. mehr...
Lidice: Mit dem Smartphone Geschichte erleben
Mit modernen Medien Geschichte lebendig zu machen: Das haben sich die
Macher des Projektes Rozeznění – Lidice 2012 vorgenommen. Mithilfe
eines Audiodramas wollen sie an das Dorf Lidice erinnern, das durch ein
Massaker der Nationalsozialisten 1942 komplett vernichtet wurde. Ein
Audiodrama, bei dem der Zuhörer selbst Regie führt. mehr...
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