Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Helsinki-Ausschuss warnt vor dem Rassismus in Tschechien
Sowohl in der Welt als auch in Tschechien wird der 21. März als Tag gegen
Rassismus begangen. Der tschechische Helsinki-Ausschuss veröffentlicht an
diesem Tag einen Bericht über den Rassismus in Tschechien. Außerdem
werden hierzulande mehrere Ausstellungen, Filme sowie ein Konzert gegen
Rassismus ausgetragen. mehr...
„Porajmos“ – Der Holocaust an den Roma im Protektorat Böhmen und Mähren
„Porajmos“ ist Romanes und bedeutet in etwa „Das Verschlingen“. Es
ist die Bezeichnung für den Völkermord an den europäischen Roma in der
Zeit des Nationalsozialismus. Während der deutschen Besatzungszeit wurden
die Roma auch im Protektorat Böhmen und Mähren verfolgt. Besonders
schlimm wurde es nach dem 9. März 1942. Die Protektoratsregierung
übertrug ein Gesetz aus dem Reich auf die ehemalige Tschechoslowakei: den
Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung. Unter diesem
Deckmantel kämpfte das NS-Regime gegen alle so genannten „asozialen“
Elemente. Es war der Startschuss für die rassische Kategorisierung der
Roma und ihre Deportation nach Auschwitz. mehr...
Tschechischer Holocaust-Zeitzeuge stellt bewegte Autobiographie vor
Was geht in einem vierjährigen Kind vor, das die traute Heimat hinter sich
lassen muss, um dem Tod zu entgehen? Genau dieses Gefühl musste Detlev
Landgrebe am eigenen Leib erfahren. In seinem Buch: „Kückallee 37 –
Eine Kindheit am Rande des Holocaust“, erzählt Detlev Landgrebe, wie er
die damalige Flucht vor den Nazis erlebt hat. Bei der Buchvorstellung im
österreichischen Kulturforum in Prag schilderte er seine Erinnerungen.
mehr...
Die gesamte Geschichte von Theresienstadt: Interview mit der Buchautorin Uta Fischer
Wer Theresienstadt oder Terezín hört, denkt zuerst an das Ghetto
beziehungsweise an das KZ. Dieser traurigste Teil in der mehr als
200-jährigen Geschichte des Ortes reicht allein für eine eigene
Darstellung. Die beiden Journalisten Uta Fischer und Roland Wildberg haben
nun aber die gesamte Historie von Theresienstadt in einem Buch dargestellt
– von der Gründung der Festung, die am Reißbrett entworfen wurde, bis
zum Hochwasser im Jahr 2002. Es ist das erste Buch seiner Art auf Deutsch
und heißt „Theresienstadt – eine Zeitreise“. Dazu ein Interview mit
Uta Fischer. mehr...
„Es gab zwei Verhandlungsebenen“ - Historiker Kunštát zum Nachbarschaftsvertrag
Die häufig zitierte und erwähnte Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997
war nicht der Anfang. Fünf Jahre früher wurde bereits der
Deutsch-Tschechoslowakische Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet.
20 Jahre sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Kohl und Außenminister
Genscher sowie Staatspräsident Havel und Außenminister Dienstbier ihre
Unterschriften unter den Vertrag gesetzt haben. Die tschechisch-deutsche
Aussöhnung ist Fachgebiet des Historikers Miroslav Kunštát von der
Tschechischen Akademie der Wissenschaften, ab 1993 hat er auch
Staatspräsident Václav Havel in diesen Fragen beraten. mehr...
Lidice: Mit dem Smartphone Geschichte erleben
Mit modernen Medien Geschichte lebendig zu machen: Das haben sich die
Macher des Projektes Rozeznění – Lidice 2012 vorgenommen. Mithilfe
eines Audiodramas wollen sie an das Dorf Lidice erinnern, das durch ein
Massaker der Nationalsozialisten 1942 komplett vernichtet wurde. Ein
Audiodrama, bei dem der Zuhörer selbst Regie führt. mehr...
„Bomby na Prahu“ – Eine neue Perspektive auf die Bombardierung Prags
Einer der Hauptgründe, die Hauptstadt der Tschechischen Republik zu
besuchen, ist sicherlich die mittelalterliche Kulisse der Altstadt und der
hohe Anteil an alter Bausubstanz. Dass sich all das bis heute besichtigen
lässt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass Prag von den
Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb. Nur
gegen Ende des Krieges fielen noch einige Bomben. Ein Bildband, der vor
kurzem erschien, zeigt nun bisher unveröffentlichte Fotos der
Bombardierung. Mehr darüber in unserem heutigen Kapitel aus der
tschechischen Geschichte. mehr...
„Im Totaleinsatz“ – Ausstellung über Zwangsarbeit in Leipzig eröffnet
Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet am Freitag im
Neuen Rathaus in Leipzig der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds die
Ausstellung „Im Totaleinsatz“. 250 persönliche Dokumente und
Fotografien gewähren einen Einblick in das Leben tschechischer
Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland
geschickt wurden. Die Wanderausstellung war bereits zwei Jahre lang in der
Tschechischen Republik zu sehen. In Deutschland ließ sie sich zunächst in
Berlin und danach auf Rügen und in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
besichtigen. Radio Prag sprach mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter
Martin Hořák über die Exposition. mehr...
Israelischer Botschafter Levy: Tschechien ist unser engster Verbündeter in der EU
Der 27. Januar gilt auch in Tschechien als Tag des Gedenkens an die
Holocaust-Opfer. Jedes Jahr findet an diesem Tag im Senat des tschechischen
Parlaments eine Versammlung zum Gedenken an die Opfer der Shoah statt.
Gedenkveranstaltungen gibt es aber auch an anderen Orten Tschechiens. So
fand am vergangenen Sonntag eine Podiumsdiskussion in Brünn statt. mehr...
Im Dorf Nehvizdy wurde Landung der Heydrich-Attentäter vor 70 Jahren gedacht
In der Betrachtung auf die Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs
werden in Tschechien immer mehr Lücken geschlossen. Haben die Tschechen
dem Kampf ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen von jeher viel Stolz
entgegengebracht, so ist der Widerstand vor Ort, im damaligen Protektorat
Böhmen und Mähren, dagegen noch immer nicht umfassend erforscht. Das hat
sich in den letzten Jahren stark geändert. Neuerlicher Beleg dafür ist
eine Gedenkveranstaltung, die am Mittwoch in der mittelböhmischen Gemeinde
Nehvizdy begangen wurde: Sie fand aus Anlass des 70. Jahrestages der
Landung jener zwei Fallschirmspringer statt, die fünf Monate später das
tödliche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard
Heydrich in Prag verübten. mehr...
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