Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Der letzte Flug von Petr Ginz
Vor 70 Jahren, am 24. November 1941, ging der erste Transport aus Prag mit
jungen Männern Richtung Theresienstadt (Terezín) ab. Insgesamt wurden
während des Zweiten Weltkriegs fast 160.000 Menschen in das KZ deportiert.
Anlässlich des traurigen Jahrestags wurde in der Spanischen Synagoge in
Prag der neue Dokumentarfilm „Der letzte Flug von Petr Ginz“ gezeigt.
Im Leben dieses hoch begabten Jungen spielte Theresienstadt eine wichtige
Rolle. mehr...
Die Zeitschrift Ejhle: Humor und Satire im Namen der deutschen Propaganda
In der Zeit der deutschen Besatzung Tschechiens spielte die Propaganda eine
wichtige Rolle. Für die deutsche Kriegsmaschinerie war die tschechische
Industrie wichtig – daher sollten die tschechischen Arbeiter von
jeglichem Widerstand abgehalten werden und produktiv bleiben. Allerdings
glaubten die Tschechen zu Beginn des Jahres 1944 nicht mehr an einen Sieg
der Deutschen. Um den Einfluss auf die Arbeiterschaft nicht zu verlieren,
gingen die Besatzungsbehörden einen besonderen Weg und riefen eine
Satirezeitschrift ins Leben. mehr...
Verfolgung von Gläubigen in NS-Zeit und während des Kommunismus: Pfarrer Štverák und Jurist Valena
Am 17. November wird an verschiedenen Orten Tschechiens an die Opfer der
NS-Zeit und des Kommunismus erinnert. Unter den Personen, die während
beider totalitären Systeme verfolgt wurden, waren auch viele Gläubige.
Über ihr Schicksal wusste man bislang recht wenig, teilweise sind sie
inzwischen ganz in Vergessenheit geraten. Die Tschechische Christliche
Akademie arbeitet gerade an einem Buch, in dem diese Persönlichkeiten und
ihre Schicksale aufgegriffen werden. mehr...
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš war am 13. und 14. Oktober das Thema einer Konferenz im
Goetheinstitut in Prag. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv
der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Ziel
war es, die kontroversen Wahrnehmungen des ehemaligen Außenministers und
Staatspräsidenten der Ersten Tschechoslowakischen Republik
wissenschaftlich zu erfassen und den Forschungsstand zu dokumentieren.
Marco Zimmermann war auf der Konferenz und berichtet, wie sich das Bild
Benešs bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. Sie
hören eine neue Ausgabe unserer Sendereihe „Kapitel aus der
tschechischen Geschichte“. mehr...
Symposium in Rohr: Erinnerung an christliche Opfer der Diktaturen
Während der nationalsozialistischen und auch der kommunistischen Zeit gab
es in den Böhmischen Ländern sowie in Deutschland viele Christen, die
ihre mutige Haltung häufig mit dem Leben bezahlen mussten. Der
Öffentlichkeit sind ihre Namen meistens unbekannt. Das Schicksal jener
Gläubigen, die Opfer dieser Diktaturen geworden sind, war das Thema eines
Symposiums, das am Wochenende im niederbayerischen Rohr stattfand. mehr...
Widerstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren
Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den
ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des
Kommunismus wurde dieses Kapitel aus der tschechischen Geschichte
vernachlässigt, aber seit der Wende 1989 ist es dann allgemein bekannt
geworden. Der Widerstand vor Ort, im Protektorat Böhmen und Mähren,
während der Besatzung durch Hitler von 1939 bis 1945 steht dagegen immer
noch etwas im Schatten der Betrachtung. Dabei war er ebenso bedeutend wie
der Widerstand aus dem Ausland. mehr...
Neue europaweite Plattform nimmt totalitäre Diktaturen in den Fokus
Eine neue europaweite Plattform soll die Aufarbeitung der Geschichte der
totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts vorantreiben. Der
Gründungsvertrag ist am Freitag im Beisein der Ministerpräsidenten von
Tschechien, Polen und Ungarn in Prag unterzeichnet worden. mehr...
Trauriges Jubiläum: Erster Transport tschechischer Juden vor 70 Jahren
Am Sonntag jährte sich ein trauriges Jubiläum. Vor 70 Jahren wurden die
ersten Juden aus dem Protektorat Böhmen und Mähren deportiert. Dieser
erste organisierte Transport ging aber nicht nach Theresienstadt, sondern
nach Polen, in das Ghetto Lodz. mehr...
„Versteckspiel und offenes Geheimnis“ – Prof. Demetz über seinen Jugendfreund, den Dichter H. W. Kolben
Vergangene Woche wurde im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren
ein Sammelband mit Gedichten des Prager Dichters Hans Werner Kolben
vorgestellt. Der Dichter stammte aus der Industriellenfamilie Kolben. Das
Familienunternehmen ist heute jedem hierzulande unter dem Namen ČKD
bekannt. Der junge Kolben wurde im Jahr 1942 wegen dem „Nichttragen des
Judensterns“ denunziert und starb im Februar 1945 im KZ Kaufering an
Flecktyphus. Hans Werner Kolben begann bereits in Prag, Gedichte zu
schreiben, und setzte dies in Theresienstadt fort. Gerettet werden konnte
sein schmales Werk, weil seine Mutter als Bakteriologin das KZ überlebte
und die Gedichte versteckt hatte. Die treibende Kraft hinter der
Veröffentlichung der Gedichte Kolbens war sein Jugendfreund Peter Demetz,
ebenfalls 1922 in Prag geboren. Er überlebte die Nazi-Zeit und emigrierte
1948 in die USA, wo er ein bekannter Schriftsteller und
Germanistikprofessor wurde. Nach der Lesung sprach Professor Demetz mit
Radio Prag über seinen Jugendfreund Kolben. mehr...
Schriftsteller Ivan Klíma: Rückschau auf sein „wahnsinniges Jahrhundert“
Der tschechische Romancier, Essayist, Dramatiker, Kinderbuchautor und
Publizist Ivan Klíma hat Mitte September seinen 80.Geburtstag gefeiert.
Das hat Radio Prag bereits in seinen Sendungen berichtet. Diesmal soll der
international renommierte Buchautor selbst zu Worte kommen. Mit ihm werden
Sie vor allem einen Einblick in ein besonderes Leben erhalten, das durch
das Geschehen des 20. Jahrhunderts stark geprägt wurde. mehr...

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