Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
„Es gab zwei Verhandlungsebenen“ - Historiker Kunštát zum Nachbarschaftsvertrag
Die häufig zitierte und erwähnte Deutsch-Tschechische Erklärung von 1997
war nicht der Anfang. Fünf Jahre früher wurde bereits der
Deutsch-Tschechoslowakische Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet.
20 Jahre sind vergangen, seitdem Bundeskanzler Kohl und Außenminister
Genscher sowie Staatspräsident Havel und Außenminister Dienstbier ihre
Unterschriften unter den Vertrag gesetzt haben. Die tschechisch-deutsche
Aussöhnung ist Fachgebiet des Historikers Miroslav Kunštát von der
Tschechischen Akademie der Wissenschaften, ab 1993 hat er auch
Staatspräsident Václav Havel in diesen Fragen beraten. mehr...
Lidice: Mit dem Smartphone Geschichte erleben
Mit modernen Medien Geschichte lebendig zu machen: Das haben sich die
Macher des Projektes Rozeznění – Lidice 2012 vorgenommen. Mithilfe
eines Audiodramas wollen sie an das Dorf Lidice erinnern, das durch ein
Massaker der Nationalsozialisten 1942 komplett vernichtet wurde. Ein
Audiodrama, bei dem der Zuhörer selbst Regie führt. mehr...
„Bomby na Prahu“ – Eine neue Perspektive auf die Bombardierung Prags
Einer der Hauptgründe, die Hauptstadt der Tschechischen Republik zu
besuchen, ist sicherlich die mittelalterliche Kulisse der Altstadt und der
hohe Anteil an alter Bausubstanz. Dass sich all das bis heute besichtigen
lässt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass Prag von den
Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb. Nur
gegen Ende des Krieges fielen noch einige Bomben. Ein Bildband, der vor
kurzem erschien, zeigt nun bisher unveröffentlichte Fotos der
Bombardierung. Mehr darüber in unserem heutigen Kapitel aus der
tschechischen Geschichte. mehr...
„Im Totaleinsatz“ – Ausstellung über Zwangsarbeit in Leipzig eröffnet
Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet am Freitag im
Neuen Rathaus in Leipzig der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds die
Ausstellung „Im Totaleinsatz“. 250 persönliche Dokumente und
Fotografien gewähren einen Einblick in das Leben tschechischer
Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland
geschickt wurden. Die Wanderausstellung war bereits zwei Jahre lang in der
Tschechischen Republik zu sehen. In Deutschland ließ sie sich zunächst in
Berlin und danach auf Rügen und in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
besichtigen. Radio Prag sprach mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter
Martin Hořák über die Exposition. mehr...
Israelischer Botschafter Levy: Tschechien ist unser engster Verbündeter in der EU
Der 27. Januar gilt auch in Tschechien als Tag des Gedenkens an die
Holocaust-Opfer. Jedes Jahr findet an diesem Tag im Senat des tschechischen
Parlaments eine Versammlung zum Gedenken an die Opfer der Shoah statt.
Gedenkveranstaltungen gibt es aber auch an anderen Orten Tschechiens. So
fand am vergangenen Sonntag eine Podiumsdiskussion in Brünn statt. mehr...
Im Dorf Nehvizdy wurde Landung der Heydrich-Attentäter vor 70 Jahren gedacht
In der Betrachtung auf die Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs
werden in Tschechien immer mehr Lücken geschlossen. Haben die Tschechen
dem Kampf ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen von jeher viel Stolz
entgegengebracht, so ist der Widerstand vor Ort, im damaligen Protektorat
Böhmen und Mähren, dagegen noch immer nicht umfassend erforscht. Das hat
sich in den letzten Jahren stark geändert. Neuerlicher Beleg dafür ist
eine Gedenkveranstaltung, die am Mittwoch in der mittelböhmischen Gemeinde
Nehvizdy begangen wurde: Sie fand aus Anlass des 70. Jahrestages der
Landung jener zwei Fallschirmspringer statt, die fünf Monate später das
tödliche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard
Heydrich in Prag verübten. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
Der letzte Flug von Petr Ginz
Vor 70 Jahren, am 24. November 1941, ging der erste Transport aus Prag mit
jungen Männern Richtung Theresienstadt (Terezín) ab. Insgesamt wurden
während des Zweiten Weltkriegs fast 160.000 Menschen in das KZ deportiert.
Anlässlich des traurigen Jahrestags wurde in der Spanischen Synagoge in
Prag der neue Dokumentarfilm „Der letzte Flug von Petr Ginz“ gezeigt.
Im Leben dieses hoch begabten Jungen spielte Theresienstadt eine wichtige
Rolle. mehr...
Die Zeitschrift Ejhle: Humor und Satire im Namen der deutschen Propaganda
In der Zeit der deutschen Besatzung Tschechiens spielte die Propaganda eine
wichtige Rolle. Für die deutsche Kriegsmaschinerie war die tschechische
Industrie wichtig – daher sollten die tschechischen Arbeiter von
jeglichem Widerstand abgehalten werden und produktiv bleiben. Allerdings
glaubten die Tschechen zu Beginn des Jahres 1944 nicht mehr an einen Sieg
der Deutschen. Um den Einfluss auf die Arbeiterschaft nicht zu verlieren,
gingen die Besatzungsbehörden einen besonderen Weg und riefen eine
Satirezeitschrift ins Leben. mehr...
Verfolgung von Gläubigen in NS-Zeit und während des Kommunismus: Pfarrer Štverák und Jurist Valena
Am 17. November wird an verschiedenen Orten Tschechiens an die Opfer der
NS-Zeit und des Kommunismus erinnert. Unter den Personen, die während
beider totalitären Systeme verfolgt wurden, waren auch viele Gläubige.
Über ihr Schicksal wusste man bislang recht wenig, teilweise sind sie
inzwischen ganz in Vergessenheit geraten. Die Tschechische Christliche
Akademie arbeitet gerade an einem Buch, in dem diese Persönlichkeiten und
ihre Schicksale aufgegriffen werden. mehr...
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