Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Widerstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren

22-10-2011 02:01 | Jakub Šiška

Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des Kommunismus wurde dieses Kapitel aus der tschechischen Geschichte vernachlässigt, aber seit der Wende 1989 ist es dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort, im Protektorat Böhmen und Mähren, während der Besatzung durch Hitler von 1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung. Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland.  mehr...

Neue europaweite Plattform nimmt totalitäre Diktaturen in den Fokus

18-10-2011 16:16 | Markéta Kachlíková

Eine neue europaweite Plattform soll die Aufarbeitung der Geschichte der totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts vorantreiben. Der Gründungsvertrag ist am Freitag im Beisein der Ministerpräsidenten von Tschechien, Polen und Ungarn in Prag unterzeichnet worden.  mehr...

Trauriges Jubiläum: Erster Transport tschechischer Juden vor 70 Jahren

17-10-2011 16:24 | Marco Zimmermann

Am Sonntag jährte sich ein trauriges Jubiläum. Vor 70 Jahren wurden die ersten Juden aus dem Protektorat Böhmen und Mähren deportiert. Dieser erste organisierte Transport ging aber nicht nach Theresienstadt, sondern nach Polen, in das Ghetto Lodz.  mehr...

„Versteckspiel und offenes Geheimnis“ – Prof. Demetz über seinen Jugendfreund, den Dichter H. W. Kolben

08-10-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Hans Werner Kolben Vergangene Woche wurde im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren ein Sammelband mit Gedichten des Prager Dichters Hans Werner Kolben vorgestellt. Der Dichter stammte aus der Industriellenfamilie Kolben. Das Familienunternehmen ist heute jedem hierzulande unter dem Namen ČKD bekannt. Der junge Kolben wurde im Jahr 1942 wegen dem „Nichttragen des Judensterns“ denunziert und starb im Februar 1945 im KZ Kaufering an Flecktyphus. Hans Werner Kolben begann bereits in Prag, Gedichte zu schreiben, und setzte dies in Theresienstadt fort. Gerettet werden konnte sein schmales Werk, weil seine Mutter als Bakteriologin das KZ überlebte und die Gedichte versteckt hatte. Die treibende Kraft hinter der Veröffentlichung der Gedichte Kolbens war sein Jugendfreund Peter Demetz, ebenfalls 1922 in Prag geboren. Er überlebte die Nazi-Zeit und emigrierte 1948 in die USA, wo er ein bekannter Schriftsteller und Germanistikprofessor wurde. Nach der Lesung sprach Professor Demetz mit Radio Prag über seinen Jugendfreund Kolben.  mehr...

Schriftsteller Ivan Klíma: Rückschau auf sein „wahnsinniges Jahrhundert“

01-10-2011 02:01 | Jitka Mládková

Ivan Klíma Der tschechische Romancier, Essayist, Dramatiker, Kinderbuchautor und Publizist Ivan Klíma hat Mitte September seinen 80.Geburtstag gefeiert. Das hat Radio Prag bereits in seinen Sendungen berichtet. Diesmal soll der international renommierte Buchautor selbst zu Worte kommen. Mit ihm werden Sie vor allem einen Einblick in ein besonderes Leben erhalten, das durch das Geschehen des 20. Jahrhunderts stark geprägt wurde.  mehr...

Mammutserie über Attentat auf Reinhard Heydrich im Tschechischen Fernsehen

06-09-2011 16:01 | Marco Zimmermann

Reinhard Heydrich Am Sonntag lief im Tschechischen Fernsehen die erste Folge einer neuen TV-Dokumentation. Thema der Serie, verteilt auf 44 Folgen, ist das Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes der Nazi-Diktatur in Deutschland und stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Am 4. Juni 1942 wurde er bei einem Anschlag von Fallschirmspringern der tschechoslowakischen Exilarmee in Prag getötet. Als Vergeltung für das Attentat ließen die Machthaber während der so genannten „Heydrichiade“ Hunderte von Menschen verhaften und exekutieren und zerstörten die Dörfer Lidice und Ležáky. Die Ereignisse bewegen viele Tschechen bis heute.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen.  mehr...

Fußball in Theresienstadt: ein Holocaust-Überlebender und ein Sportpublizist erzählen

20-08-2011 02:01 | Till Janzer

In den Archiven in Theresienstadt liegt ein ganzer Berg an Akten nur zu einem Thema: dem Fußball. Denn in dem Ghetto, in das die Nazis Juden aus ganz Europa sperrten, wurde regelmäßig gekickt. Und das nicht nur zufällig, sondern mit einem kompletten Ligabetrieb. Der Fußball hatte einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen Leben in Terezín / Theresienstadt, obwohl er überschattet war von den Transporten in die Vernichtungslager.   mehr...

„Ein Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ - Jiří Gruša demontiert den tschechischen Beneš-Mythos

06-08-2011 | Silja Schultheis

Edvard Beneš Er ist eine der zwiespältigsten Persönlichkeiten der jüngeren tschechischen Geschichte: Edvard Beneš, zweifacher tschechoslowakischer Staatspräsident, der nach dem Zweiten Weltkrieg per Dekret über zwei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertreiben ließ. Vielen Tschechen gilt Beneš bis heute als Nationalheld. In einem aufsehenerregenden Essay („Beneš als Österreicher“) demontiert der Schriftsteller, frühere Diplomat und PEN-Club-Vorsitzende Jiří Gruša jetzt diesen Mythos. Beneš sei ein „Gartenzwerg der europäischen Geschichte“ und habe in den entscheidenden Momenten versagt – 1938, beim Münchener Abkommen, auf Druck Hitlers und 1948, als er den Kommunisten die Machtübernahme ermöglichte. Gruša lebt seit seiner Zwangsausbürgerung aus der Tschechoslowakei 1981 in Deutschland und war hier in den 1990er Jahren mehrere Jahre tschechischer Botschafter. Damals begann er, sich näher mit dem Thema Beneš zu beschäftigen, weil er in Deutschland ständig danach gefragt wurde.  mehr...

„Mühevoll aufgebaut“ – Historiker Zimmermann zum Verhältnis DDR-Tschechoslowakei

16-07-2011 | Iwi Hagenau

In der Nachkriegszeit hat sich die deutsch-tschechische Freundschaft zuerst zwischen den beiden Ostblockstaaten DDR und ČS(S)R entwickelt. Doch war es eine rein taktische Angelegenheit oder gab es auch eine gemeinsame Basis, auf der aufgebaut werden konnte? Der Historiker Volker Zimmermann vom Collegium Carolinum, der Forschungsstelle für die böhmischen Länder in München, ist diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Im vergangenen Jahr hat er seine Forschungsergebnisse unter anderem in einem Buch veröffentlicht, dessen Titel lautet: „Eine sozialistische Freundschaft im Wandel - die Beziehungen zwischen der SBZ/DDR und der Tschechoslowakei (1945-1969)“. Mit Volker Zimmermann nun ein Interview zum Thema.  mehr...

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