Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Deutscher Flieger Focke-Wulf 190 im Feld bei Jindřichův Hradec gefunden
Über einen außerordentlichen Fund wurde am Montag aus Südböhmen
berichtet. Ein Torso des deutschen Jagdflugzeugs Fw-190 Focke Wulf wurde in
Otín / Ottenschlag in der Nähe von Jindřichův Hradec / Neuhaus
gefunden. Seit August 1944 lag das Flugzeug dort in der Erde begraben. mehr...
Suche nach der schlesischen Identität, Teil II: 20. Jahrhundert
Seit 1921, als die erste Volkszählung in der neu gegründeten
Tschechoslowakei stattfand, wird traditionell auch nach der Nationalität
der Bürger gefragt. 1991, als hierzulande die erste Volkszählung nach der
politischen Wende stattfand, erklärten sich rund 44.000 Tschechen zur
„schlesischen“ Nationalität zugehörig. Für Jitka Mládková ein
Anlass, in einem Zweiteiler nach den Wurzeln der „schlesischen“
Identität zu suchen. Im folgenden Kapitel aus der tschechischen Geschichte
hören Sie den zweiten Teil der kleinen Serie. Sachkundiger Begleiter ist
auch diesmal Dan Gawrecki, Geschichtsprofessor an der Schlesischen
Universität in Opava / Troppau. Schwerpunkt ist die Zeit seit der
Gründung der Tschechoslowakischen Republik nach dem Ersten Weltkrieg bis
heute. mehr...
„Sag mir, wo die Toten sind“ – neuer Dokumentarfilm über Massaker an deutschen Zivilisten
Es ist ein dunkles Kapitel in der tschechischen Geschichte, das auch nach
mehr als 60 Jahren Emotionen hervorruft. Ein Teil der Bevölkerung will
nichts mehr davon wissen und es lieber vergessen. In letzter Zeit gibt es
aber immer mehr Menschen, die die Massengräber öffnen lassen und den
Tatsachen auf den Grund gehen. Die Massengräber, in denen an verschiedenen
Orten Tschechiens kurz nach dem Kriegsende getötete deutsche Zivilisten
begraben wurden. Das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen brachte
am Donnerstag einen neuen Dokumentarfilm von Regisseur David Vondráček.
Der Regisseur sucht darin ähnlich wie in seinem Film „Töten auf
tschechisch“ nach dem Verbrechen, zu denen es während der so genannten
„wilden Vertreibung“ kam. mehr...
„Sudetendeutschen fehlt kritische Auseinandersetzung“ – 20 Jahre deutsch-tschechischer Dialog
Die gemeinsame tschechisch-deutsche Geschichte – sie hat jahrzehntelang
eher getrennt als vereint. Erst nach der politischen Wende von 1989 konnte
ein Dialog auch über die schmerzvollsten Erfahrungen begonnen werden:
über die nationalsozialistische Verfolgung und über die Vertreibung nach
dem Krieg. Mittlerweile wird über vieles bereits offener geredet, gerade
weil die Deutsch-tschechische Erklärung von 1997 das Thema Geschichte
für
eine gewisse Zeit aus der Politik verbannt hat. Wie sich das Klima
gewandelt hat, ließ sich auch am vergangenen Wochenende feststellen. Beim
20. Deutsch-tschechischen Brünner Symposium, dem so genannten Dialog in
der Mitte Europas, wurde eine Art Zwischenbilanz über den Umgang mit der
gemeinsamen Geschichte gezogen. Neben dem bahnbrechenden Erfolg der
Deutsch-tschechischen Erklärung ging es auch um mögliche verpasste
Chancen oder Tabus im tschechisch-deutschen oder
tschechisch-österreichisch Dialog. mehr...
Heydrichs Sohn plant keine Beteiligung an der Renovierung des Schlosses in Panenské Břežany
In den vergangenen Tagen hat hierzulande eine Nachricht für Unruhe
gesorgt: So hatte der Sohn des 1942 erschossenen stellvertretenden
Reichsprotektors Reinhard Heydrich den damaligen Wohnsitz seines Vaters im
Schloss Panenské Břežany / Jungfernbreschan besucht und soll dabei
angeblich versprochen haben, Finanzmittel für die Renovierung des
Gebäudes zu beschaffen. Heider Heydrich äußerte sich in einem Gespräch
für Radio Prag allerdings anders als in tschechischsprachigen Medien
zitiert. mehr...
Aufregender Fund im Rundfunkarchiv: die letzte Ansprache von General Eliáš
Fast zweieinhalb Jahre lang war General Alois Eliáš Regierungschef im
Protektorat Böhmen und Mähren, also dem von Hitler besetzten
tschechischen Staat. Dann kam ihm die Gestapo auf die Schliche, er hatte
den Widerstand unterstützt. Eliáš wurde am 1. Oktober 1941 in Prag zum
Tode verurteilt und später auch hingerichtet. Im vergangenen Jahr ist im
Archiv des Tschechischen Rundfunks eine Originalaufnahme des Generals
aufgetaucht, die nach seiner Verhaftung gemacht wurde. Sie enthält eine
erzwungene öffentliche Erklärung von Alois Eliáš. Aber das ist nicht
alles. Zudem wurden rund 20 Minuten eines lockeren Gesprächs
mitgeschnitten, das wohl in der Prager Gestapo-Zentrale stattfand.
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Festival „Mene Tekel“ warnt vor Totalitarismus
Ausstellungen, Filmvorstellungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen
–damit gefüllt ist auch in diesem Jahr das Programm des internationalen
Festivals „Mene Tekel“, das seit Montag in Prag veranstaltet wird. Zu
den herausragenden Programmteilen gehören beispielsweise Ausstellungen
über den Widerstand der Litauer gegen das sowjetische kommunistische
Regime, über das Revolutionsjahr 1956 in Ungarn oder über die
Manipulierung von Kindern durch die kommunistische Propaganda in der
ehemaligen Tschechoslowakei.
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Abgeordnetenhauschefin schlägt Retter jüdischer Kinder für Nobelpreis vor
Sir Nicholas Winton hat kurz vor dem Zweiten Weltkrieg fast 700 meist
jüdische Kinder aus der Tschechoslowakei vor dem drohenden Tod bewahrt.
1939 ließ er die Kinder in mehreren Zügen in seine Heimat nach
Großbritannien bringen. Er rettete sie vor dem nationalsozialistischen
Regime, zu dieser Zeit war Böhmen und Mähren bereits ein Staat von
Hitlers Gnaden. Für die Rettung der Kinder wurde Winton von der Queen mit
dem Adelstitel ausgezeichnet. Seit kurzem ist er auch für den
Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Und zwar aus Tschechien und gleich
zweimal.
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Musikalisches Gedenken: ein Tag für Dresden im Tschechischen Rundfunk
Drei Monate vor dem Kriegsende, in der Nacht vom 13. auf 14. Februar 1945,
verwandelte sich Dresden nach einer Serie von Bombenangriffen in Schutt und
Asche. 25.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Der Opfer der Bombennacht
wird alljährlich in Dresden mit einem Konzert der Dresdner Staatskapelle
und des Staatsopernchors gedacht. Das Konzert aus der Semperoper wird am
kommenden Sonntag auch der Sender „Vltava“ des öffentlich-rechtlichen
tschechischen Rundfunks live übertragen. Und nicht nur das: Der Sender hat
aus Erinnerung an den Bombenangriff für den Sonntag ein Programm
zusammengestellt, das vollständig im Zeichen von Dresden steht.
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Ein Leben unter Verfolgung: Ausstellung über Kardinal Beran
Von den Nazis wurde er ins KZ geschickt, von den Kommunisten 16 Jahre lang
interniert. Kardinal Josef Beran war eine große Autorität, bei weitem
nicht nur in kirchlichen Kreisen. Das wussten auch seine Gegner. Vor
hundert Jahren wurde Beran in Rom zum Priester geweiht. Aus diesem Anlass
wurde im Sitz des Abgeordnetenhauses in Prag eine Ausstellung über den
Kardinal eröffnet.
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