Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
General Kutlvašr über den Luftkrieg 1943: „Vorbereitung für den Marsch auf Berlin“
Karel Kutlvašr ist eine der wichtigsten Personen der tschechoslowakischen
Militärgeschichte. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg in den
tschechoslowakischen Legionen in Sibirien und wurde hinterher mehrfach für
heldenhaftes Verhalten ausgezeichnet. Als 33-Jähriger wurde er 1928 zum
General befördert. Er war damit einer der jüngsten Generäle in der
Geschichte der tschechoslowakischen Armee. Nach der Besetzung der
Tschechoslowakei durch Hitlerdeutschland schloss er sich dem Widerstand an.
Aus dem englischen Exil informierte Kutlvašr seine Landsleute Anfang 1943
in den tschechischsprachigen Sendungen der BBC über die Entwicklungen im
Luftkrieg.
mehr...
In Auschwitz wurde über Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit diskutiert
Wie soll man mit Orten umgehen, die eine gewaltbelastete Vergangenheit
haben? Das war das Thema eines europäischen Workshops, der vor kurzem in
einem Ort stattfand, der wie kaum ein anderer mit Gewalt assoziiert wird,
im polnischen Auschwitz. Der fünftägige europäische Workshop wurde von
der Maximilian-Kolbe-Stiftung veranstaltet. Es ist eine verhältnismäßig
junge Stiftung – gegründet wurde sie 2007 von der Deutschen und der
Polnischen Bischofskonferenz – und dies war ihre erste größere
Veranstaltung mit 30 Teilnehmern aus acht Ländern wie etwa Albanien,
Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Polen und der Ukraine. Patrick Gschwend
sprach über den Workshop mit Martina Schneibergová.
mehr...
„Erinnerung vor Ort ist wichtig“ - Tscheche Václav Peřich bei Workshop in Auschwitz
Auschwitz gilt weltweit als Symbol der Grausamkeit. Doch wie kann man die
Erinnerung an einen solchen Ort aufrechterhalten? Über den Umgang mit der
gewaltbelasteten Vergangenheit dieser und anderer Orte haben vor kurzem die
Teilnehmer eines europäischen Workshops der Maximilian-Kolbe-Stiftung
diskutiert, darunter auch Tschechen.
mehr...
Die tschechoslowakischen Truppen im Ausland während des Zweiten Weltkrieges
Im März 1939 hörte die noch junge Tschechoslowakei auf zu existieren.
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde auf dem Gebiet des heutigen
Tschechien das Protektorat Böhmen und Mähren geschaffen. In der Slowakei
wurde eine Marionettenregierung von Hitlers Gnaden installiert. Vielen
Soldaten der ehemaligen tschechoslowakischen Armee bot sich jedoch die
Möglichkeit, für die Befreiung ihrer Heimat im Ausland zu kämpfen. So
entstanden tschechoslowakische Truppen in Frankreich, Großbritannien und
in der Sowjetunion, die an der Seite der Alliierten gegen die Nazis
kämpften.
mehr...
In Rokycany wird nach Gräbern sowjetischer Soldaten gesucht
Am 7. Mai 1945 befreiten amerikanische Soldaten Rokycany von den
nationalsozialistischen Besatzern. Durch das Städtchen im Landkreis Pilsen
verlief die Demarkationslinie. Weiter nach Osten drangen die Amerikaner
deshalb nicht vor. Sie warteten auf die sowjetischen Truppen, die wenige
Tage später in Rokycany eintrafen. Obwohl der Krieg de facto bereits
entschieden war, fanden auch in diesen letzten Kriegstagen noch tausende
Soldaten den Tod – unter ihnen eben auch viele Angehörige der Roten
Armee. Wer sie waren und wo sie begraben sind, ist oft unbekannt. In
Rokycany bringt man nun ein wenig Licht ins Dunkel.
mehr...
BBC-Programm für das so genannte Protektorat Böhmen und Mähren: Trauerveranstaltung für die Opfer von Lidice
In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 1942 haben deutsche Polizeikräfte
unter dem Kommando von SS-Offizieren die mittelböhmische Gemeinde Lidice
dem Erdboden gleichgemacht. Als „Vergeltungsmaßnahme“ für das
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich wurden
alle Männer im Alter über 15 Jahre sofort erschossen, die Frauen in das
KZ Ravensbrück deportiert. Die Kinder wurden ins polnische Lodz
verschleppt und bis auf wenige Ausnahmen vergast. Wenige Tage nach dem 10.
Juni fand im britischen Coventry eine Trauerstunde für die Opfer der
Tragödie von Lidice statt.
mehr...
Parteiporträt Nr. 1: Die Sozialdemokraten (ČSSD)
Die Tschechische Sozialdemokratische Partei, kurz: ČSSD, ist die älteste
Partei in Tschechien. Sie gilt bis heute als eine große Volkspartei, der
es jedoch nicht immer leicht fällt, sich zeitgemäß zu präsentieren. Der
politische Stil der Partei wird vor allem von vielen jungen Leuten als
altmodisch wahrgenommen.
mehr...
10.Juni 1942: Tragödie von Lidice wird neu verfilmt
Am Donnerstag jährte sich zum 68. Mal die Tragödie der mittelböhmischen
Gemeinde Lidice, die von den Nationalsozialisten am 10. Juni 1942
niedergebrannt wurde. Die deutschen Okkupanten wollten sich damit für das
Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich
rächen. Nur ein einziger männlicher Bewohner der Gemeinde hat überlebt.
Per Zufall. Über ihn und noch zwei andere Männer, die auch ein banaler
Zufall mit Lidice und dessen Ende verbunden hatte, wird nun ein neuer Film
gedreht. Sein Titel: „Lidice“. Der Beginn der Dreharbeiten ist für den
am 26. Juli vorgesehen.
mehr...
Zeitzeuge Jiří Kosta, zweiter Teil: „Wir haben die Gefahr unterschätzt“
Im April hat Radio Prag mit einer lockeren Serie über das Leben von Jiří
Kosta begonnen. Kosta ist in Prag aufgewachsen, wurde von den Nazis wegen
seiner jüdischen Herkunft verfolgt, hat den Holocaust überlebt,
emigrierte 1968 nach Deutschland und ist dort dann Wirtschaftsprofessor an
der Frankfurter Goethe-Universität geworden. Stundenlang könnte man
zuhören, wenn der heute 88-Jährige aus seinem Leben erzählt. Im ersten
Teil der Serie schilderte er, wie seine Familie, die eigentlich dem
politisch links stehenden deutsch-jüdischen Bürgertum angehörte, sich
unter dem Eindruck der Ereignisse in den 30er Jahren tschechisierte. Im
zweiten Teil, den wir nun senden, geht es um die Zeit ab der Besatzung
Böhmens und Mährens durch die Nazis bis zur Deportation von Jiří Kosta
ins KZ Theresienstadt.
mehr...
Polemik und Dämonisierung – das Fernsehen über die Sudetendeutschen Tage der 80er Jahre
Der Sudetendeutsche Tag am vergangenen Wochenende in Augsburg war den
großen tschechischen Medien meist nur unaufgeregte Kurzmeldungen wert. In
der Vergangenheit waren die Sudetendeutschen Tage alljährlich der Anlass
für wechselseitige Hasstiraden, vor allem als in Prag noch die Kommunisten
an der Macht waren. Trotz aller Spannungen, die das Thema Vertreibung
zwischen Deutschland und Tschechien auch heute noch begleiten, sind in den
vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht worden. Ein Blick auf
die tschechoslowakischen Fernsehnachrichten am 24. Mai 1985 beweist es.
mehr...

+1
+10




