Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

General Kutlvašr über den Luftkrieg 1943: „Vorbereitung für den Marsch auf Berlin“

31-08-2010 17:49 | Patrick Gschwend

Karel Kutlvašr Karel Kutlvašr ist eine der wichtigsten Personen der tschechoslowakischen Militärgeschichte. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg in den tschechoslowakischen Legionen in Sibirien und wurde hinterher mehrfach für heldenhaftes Verhalten ausgezeichnet. Als 33-Jähriger wurde er 1928 zum General befördert. Er war damit einer der jüngsten Generäle in der Geschichte der tschechoslowakischen Armee. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch Hitlerdeutschland schloss er sich dem Widerstand an. Aus dem englischen Exil informierte Kutlvašr seine Landsleute Anfang 1943 in den tschechischsprachigen Sendungen der BBC über die Entwicklungen im Luftkrieg.  mehr...

In Auschwitz wurde über Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit diskutiert

24-08-2010 11:53 | Martina Schneibergová, Patrick Gschwend

Foto: Martina Schneibergová Wie soll man mit Orten umgehen, die eine gewaltbelastete Vergangenheit haben? Das war das Thema eines europäischen Workshops, der vor kurzem in einem Ort stattfand, der wie kaum ein anderer mit Gewalt assoziiert wird, im polnischen Auschwitz. Der fünftägige europäische Workshop wurde von der Maximilian-Kolbe-Stiftung veranstaltet. Es ist eine verhältnismäßig junge Stiftung – gegründet wurde sie 2007 von der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz – und dies war ihre erste größere Veranstaltung mit 30 Teilnehmern aus acht Ländern wie etwa Albanien, Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Polen und der Ukraine. Patrick Gschwend sprach über den Workshop mit Martina Schneibergová.  mehr...

„Erinnerung vor Ort ist wichtig“ - Tscheche Václav Peřich bei Workshop in Auschwitz

23-08-2010 16:26 | Martina Schneibergová

Foto: Martina Schneibergová Auschwitz gilt weltweit als Symbol der Grausamkeit. Doch wie kann man die Erinnerung an einen solchen Ort aufrechterhalten? Über den Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit dieser und anderer Orte haben vor kurzem die Teilnehmer eines europäischen Workshops der Maximilian-Kolbe-Stiftung diskutiert, darunter auch Tschechen.  mehr...

Die tschechoslowakischen Truppen im Ausland während des Zweiten Weltkrieges

31-07-2010 | Jakub Šiška

Im März 1939 hörte die noch junge Tschechoslowakei auf zu existieren. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde auf dem Gebiet des heutigen Tschechien das Protektorat Böhmen und Mähren geschaffen. In der Slowakei wurde eine Marionettenregierung von Hitlers Gnaden installiert. Vielen Soldaten der ehemaligen tschechoslowakischen Armee bot sich jedoch die Möglichkeit, für die Befreiung ihrer Heimat im Ausland zu kämpfen. So entstanden tschechoslowakische Truppen in Frankreich, Großbritannien und in der Sowjetunion, die an der Seite der Alliierten gegen die Nazis kämpften.  mehr...

In Rokycany wird nach Gräbern sowjetischer Soldaten gesucht

28-07-2010 16:08 | Patrick Gschwend

Rote Armee Am 7. Mai 1945 befreiten amerikanische Soldaten Rokycany von den nationalsozialistischen Besatzern. Durch das Städtchen im Landkreis Pilsen verlief die Demarkationslinie. Weiter nach Osten drangen die Amerikaner deshalb nicht vor. Sie warteten auf die sowjetischen Truppen, die wenige Tage später in Rokycany eintrafen. Obwohl der Krieg de facto bereits entschieden war, fanden auch in diesen letzten Kriegstagen noch tausende Soldaten den Tod – unter ihnen eben auch viele Angehörige der Roten Armee. Wer sie waren und wo sie begraben sind, ist oft unbekannt. In Rokycany bringt man nun ein wenig Licht ins Dunkel.  mehr...

BBC-Programm für das so genannte Protektorat Böhmen und Mähren: Trauerveranstaltung für die Opfer von Lidice

15-06-2010 16:44 | Jitka Mládková

Opfer der Tragödie von Lidice In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 1942 haben deutsche Polizeikräfte unter dem Kommando von SS-Offizieren die mittelböhmische Gemeinde Lidice dem Erdboden gleichgemacht. Als „Vergeltungsmaßnahme“ für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich wurden alle Männer im Alter über 15 Jahre sofort erschossen, die Frauen in das KZ Ravensbrück deportiert. Die Kinder wurden ins polnische Lodz verschleppt und bis auf wenige Ausnahmen vergast. Wenige Tage nach dem 10. Juni fand im britischen Coventry eine Trauerstunde für die Opfer der Tragödie von Lidice statt.  mehr...

Parteiporträt Nr. 1: Die Sozialdemokraten (ČSSD)

14-06-2010 14:59 | Lothar Martin

Lubomír Zaorálek Die Tschechische Sozialdemokratische Partei, kurz: ČSSD, ist die älteste Partei in Tschechien. Sie gilt bis heute als eine große Volkspartei, der es jedoch nicht immer leicht fällt, sich zeitgemäß zu präsentieren. Der politische Stil der Partei wird vor allem von vielen jungen Leuten als altmodisch wahrgenommen.  mehr...

10.Juni 1942: Tragödie von Lidice wird neu verfilmt

11-06-2010 13:44 | Jitka Mládková

Denkmal in Lidice Am Donnerstag jährte sich zum 68. Mal die Tragödie der mittelböhmischen Gemeinde Lidice, die von den Nationalsozialisten am 10. Juni 1942 niedergebrannt wurde. Die deutschen Okkupanten wollten sich damit für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich rächen. Nur ein einziger männlicher Bewohner der Gemeinde hat überlebt. Per Zufall. Über ihn und noch zwei andere Männer, die auch ein banaler Zufall mit Lidice und dessen Ende verbunden hatte, wird nun ein neuer Film gedreht. Sein Titel: „Lidice“. Der Beginn der Dreharbeiten ist für den am 26. Juli vorgesehen.  mehr...

Zeitzeuge Jiří Kosta, zweiter Teil: „Wir haben die Gefahr unterschätzt“

05-06-2010 | Till Janzer

Einmarsch deutscher Truppen am 15. März 1939 Im April hat Radio Prag mit einer lockeren Serie über das Leben von Jiří Kosta begonnen. Kosta ist in Prag aufgewachsen, wurde von den Nazis wegen seiner jüdischen Herkunft verfolgt, hat den Holocaust überlebt, emigrierte 1968 nach Deutschland und ist dort dann Wirtschaftsprofessor an der Frankfurter Goethe-Universität geworden. Stundenlang könnte man zuhören, wenn der heute 88-Jährige aus seinem Leben erzählt. Im ersten Teil der Serie schilderte er, wie seine Familie, die eigentlich dem politisch links stehenden deutsch-jüdischen Bürgertum angehörte, sich unter dem Eindruck der Ereignisse in den 30er Jahren tschechisierte. Im zweiten Teil, den wir nun senden, geht es um die Zeit ab der Besatzung Böhmens und Mährens durch die Nazis bis zur Deportation von Jiří Kosta ins KZ Theresienstadt.  mehr...

Polemik und Dämonisierung – das Fernsehen über die Sudetendeutschen Tage der 80er Jahre

25-05-2010 16:55 | Patrick Gschwend

Sudetendeutscher Tag (Foto: www.bayern.de) Der Sudetendeutsche Tag am vergangenen Wochenende in Augsburg war den großen tschechischen Medien meist nur unaufgeregte Kurzmeldungen wert. In der Vergangenheit waren die Sudetendeutschen Tage alljährlich der Anlass für wechselseitige Hasstiraden, vor allem als in Prag noch die Kommunisten an der Macht waren. Trotz aller Spannungen, die das Thema Vertreibung zwischen Deutschland und Tschechien auch heute noch begleiten, sind in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht worden. Ein Blick auf die tschechoslowakischen Fernsehnachrichten am 24. Mai 1985 beweist es.  mehr...

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