Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Denkmal in Lidice wieder komplettiert - zwei Monate nach Diebstahl einer Plastik

17-01-2011 15:05 | Till Janzer

Diebe hatten die Plastik des Mädchens entwendet Das Denkmal in Lidice ist wieder komplett. Im November hatten Diebe von dort die Plastik eines Mädchens entwendet, am Montagnachmittag wurde nun bei einer feierlichen Veranstaltung eine Kopie der ursprünglichen Plastik aufgestellt. Lidice ist der Ort in Mittelböhmen, den Hitlers Schergen 1942 aus Rache für das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich niederbrannten. Über 170 Männer wurden vor Ort erschossen, rund 200 Frauen wurden ins KZ Ravensbrück und 82 Kinder ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert. Im Vorfeld der Veranstaltung, bei der die entwendete Plastik des Mädchens ersetzt wurde, antwortete der Leiter der Gedenkstätte, Milouš Červencl, auf die Fragen von Radio Prag.   mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

15-01-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen.   mehr...

Versteckte Bunker – Die geheime Verteidigung des Eisernen Vorhangs

18-12-2010 | Patrick Gschwend

Foto: Naďa Reviláková, Tschechischer Rundfunk Vor zwei Jahren starteten die Online-Redaktion des Tschechischen Rundfunks gemeinsam mit der Redaktion des Wissenschaftssender Leonardo das Projekt „Do hlubin historie“ („In die Tiefen der Geschichte“). Die Redakteure begaben sich auf die Suche nach einem deutschen Panzer im Elbe-Schlamm. Zur Mithilfe wurden auch die Hörer und die Besucher der Internetseiten des Tschechischen Rundfunks aufgefordert. Den Panzer aber hat man bis heute nicht gefunden. Erfolgreicher sind die beiden Redaktionen bei ihrem neuen Projekt. Es beschäftigt sich ebenfalls mit der Militärgeschichte, genauer mit der streng geheim gehaltenen Verteidigung des Eisernen Vorhangs durch ein ausgedehntes Bunkersystem.   mehr...

Dokumentarfilmer Vondráček erhält den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis

29-11-2010 17:20 | Christian Rühmkorf

David Vondráček (Foto: ČTK) Der tschechische Regisseur David Vondráček hat für sein Wirken den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis des Zentrums gegen Vertreibungen erhalten. In der Frankfurter Paulskirche wurde der 47-Jährige am Sonntag unter anderem für seinen Dokumentarfilm „Töten auf Tschechisch“ ausgezeichnet. Er zeigt die Ermordung deutscher Zivilisten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg.   mehr...

Lída Baarová – Kinostar aus Prag und Goebbels Geliebte

27-11-2010 | Till Janzer

Lída Baarová Sie stammte aus einer kleinbürgerlichen Familie und flog ganz hoch, bis ihre Flügel verbrannten. Die Geschichte der tschechischen Schauspielerin Lída Baarová hat tragische Züge. Der einstige Filmstar starb im Jahr 2000 vereinsamt in Salzburg. Baarovás Schicksal wurde von einer einzigen Episode ihres Lebens überschattet: Sie war die Geliebte von Goebbels. Die Geliebte des Teufels, wie beispielsweise der WDR titelte. Ende Oktober sind zehn Jahre seit dem Tod von Lída Baarová vergangen, und vor kurzem kam in Tschechien ein neues Buch über sie heraus. Höchste Zeit für ein Portrait der legendären Filmschauspielerin.   mehr...

Jüdisches Museum Prag hilft bei Vernetzung der Holocaust-Archive

23-11-2010 15:36 | Martina Schneibergová

Friedhof Theresienstadt Wer 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs über den Holocaust forscht, muss immer noch häufig etliche Hindernisse überwinden. Ein Beispiel: Wichtiges historisches Material zum KZ Theresienstadt befindet sich an vier Orten in Tschechien und Israel. Ein von der EU gefördertes Projekt soll nun die Zusammenarbeit der Archive und anderer Institutionen verbessern. So könnte der Archivbestand zu Theresienstadt dann im Internet einsehrbar und teils auch digitalisiert werden.   mehr...

Aufregender Fund im Rundfunkarchiv: die letzte Ansprache von General Eliáš

23-10-2010 | Till Janzer

Alois Eliáš Fast zweieinhalb Jahre lang war General Alois Eliáš Regierungschef im Protektorat Böhmen und Mähren, also dem von Hitler besetzten tschechischen Staat. Dann kam ihm die Gestapo auf die Schliche, er hatte den Widerstand unterstützt. Eliáš wurde am 1. Oktober 1941 in Prag zum Tode verurteilt und später auch hingerichtet. Nun ist im Archiv des Tschechischen Rundfunks eine Originalaufnahme des Generals aufgetaucht, die nach seiner Verhaftung gemacht wurde. Sie enthält eine erzwungene öffentliche Erklärung von Alois Eliáš. Aber das ist nicht alles. Zudem wurden rund 20 Minuten eines lockeren Gesprächs mitgeschnitten, das wohl in der Prager Gestapo-Zentrale stattfand.   mehr...

Die Atheisten und ihr Heiliger – der tschechische Wenzelskult

28-09-2010 | Robert Schuster

Hl. Wenzel Seit genau zehn Jahren ist der Namenstag des Heiligen Wenzel in Tschechien auch offizieller Staatsfeiertag. Dem böhmischen Landespatron wurde somit nach fast einem Jahrhundert symbolisch von Seiten des Staates wieder jene Bedeutung zuerkannt, welche er zuletzt in den Zeiten der Monarchie hatte. Über den Kult um den heiligen Wenzel hören Sie mehr in der folgenden Sendung von Robert Schuster.   mehr...

Kulturelles Erbe der deutschsprachigen Bewohner der böhmischen Länder bekommt eigenes Museum

18-09-2010 | Patrick Gschwend

Blanka Mouralová Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lebten in Böhmen und Mähren über drei Millionen Deutsche, etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Rest waren überwiegend Tschechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten Deutschen vertrieben. Ihre kulturellen Hinterlassenschaften wurden jahrzehntelang verschwiegen oder durch die ideologische Brille dargestellt. Viele – vor allem jüngere Tschechen – wissen deshalb heute kaum noch etwas über die Geschichte der Deutschen in ihrem Land. Ein Museum, das derzeit in Ústí nad Labem / Aussig an der Elbe entsteht, soll das ändern.   mehr...

Widerstand gegen die Nazis im Protektorat Böhmen und Mähren

11-09-2010 | Jakub Šiška

Die Tschechen sind stolz auf die Teilnahme ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen während des Zweiten Weltkriegs. Zur Zeit des Kommunismus wurde dieses Geschichtskapitel vernachlässigt, aber seit der Wende 1989 ist dann allgemein bekannt geworden. Der Widerstand vor Ort im Protektorat Böhmen und Mähren während der Besetzung durch Hitler von 1939 bis 1945 steht dagegen immer noch etwas im Schatten der Betrachtung. Dabei war er ebenso bedeutend wie der Widerstand aus dem Ausland. Jakub Šiška nun darüber in einem weiteren Kapitel aus der tschechischen Geschichte.   mehr...

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