Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Innenminister Černý verurteilt Wahlkampagne der SdP vor den Wahlen 1935
Im Mai 1935 werden in der Tschechoslowakei Parlamentswahlen abgehalten. Die
Sudetendeutsche Partei (SdP) von Konrad Henlein richtet ihren Wahlkampf
gegen die tschechoslowakische Regierung aus. Unter anderem wirft sie dem
Koalitionskabinett vor, nicht genügend gegen die Folgen der
Wirtschaftskrise zu tun, und das vor allem in den Sudetengebieten, die von
der Krise besonders betroffen sind. Kurz vor den Wahlen spricht
Innenminister Josef Černý in den deutschsprachigen Sendungen des
Tschechischen Rundfunks.
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Přemysl Pitter - ein Pazifist mit außerordentlichem Mut
Die Armee hatte eine wichtige Stellung in der Tschechoslowakei zwischen den
Weltkriegen. Bei Politikern und Bürgern galt die Ansicht, dass der neu
gegründete Staat immer zur Verteidigung bereit sein sollte. Deswegen wurde
eine allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Doch nicht alle machten mit. Es
gab auch eine pazifistische Bewegung. Ihr gehörte auch Přemysl Pitter an.
Er verweigerte den Wehrdienst demonstrativ. Dennoch hielt Staatspräsident
Tomáš Garrigue Masaryk - der Verfassung nach immerhin der
Oberbefehlshaber der Armee - viel von Přemysl Pitter.
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Die Suche nach dem Davidstern – Oskar Schindler und Svitavy / Zwittau
Die Stadt Svitavy / Zwittau liegt im böhmisch-mährischen Grenzgebiet,
heutzutage gehört sie zum Landkreis Pardubice. Die Aufmerksamkeit der
ausländischen Medien hat die einst vorwiegend von Deutschen bewohnte
Kleinstadt in den 90er Jahren geweckt. Denn in Zwittau begann die
Lebensgeschichte von Oskar Schindler, dem Haupthelden von Spielbergs Film
„Schindlers Liste“. mehr...
Widerstand tschechischer und slowakischer Juden 1938-45: Zeitzeugen berichten
Rund 360.000 Menschen aus der Tschechoslowakei sind zwischen 1938 und 1945
Opfer des Nationalsozialismus geworden. Die meisten von ihnen waren
jüdischen Glaubens. Aber auch sie haben Widerstand geleistet und das auch
im Ghetto von Theresienstadt. Bisher ist das Thema von der Forschung
jedoch
nicht sehr beachtet worden. Ein deutschsprachiger Sammelband will erste
Lücken füllen. Der Sammelband wurde vor kurzem im Prager Goethe-Institut
vorgestellt mehr...
Vor der Befreiung: Adolf Hitlers Tod läutet das Ende des Protektorates ein
Am Nachmittag des 30. April 1945 setzte Adolf Hitler im Berliner
Führerbunker seinem Leben ein Ende. Sein Selbstmord bestimmte in den
Tagen
darauf die Rundfunk-Nachrichten. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im
damaligen Protektorat Böhmen und Mähren. Daniel Kortschak hat dazu in
unserem Tonarchiv gestöbert und jede Menge Aufnahmen vom Mai 1945
gefunden: mehr...
Flucht vor Hitler: Emigration der sudetendeutschen Sozialdemokraten 1938/39
Obwohl viele Menschen in den Sudetengebieten über den Einmarsch Hitlers im
Oktober 1938 gejubelt haben – es gab auch die anderen: Zehntausende
Menschen flohen vor den Nazis. Neben Juden waren es Mitglieder
demokratischer Parteien, unter ihnen Sozialdemokraten. Für sie führte der
Weg meist zuerst in die tschechoslowakischen Kerngebiete und danach ins
Ausland. Erstaunlich ist, dass über die Emigrationsbewegung der
Sozialdemokraten zwischen Oktober 1938 und März 1939 wenig bekannt ist.
Dieser Beitrag soll ein wenig Licht in dieses Kapitel der tschechischen
Geschichte bringen.
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Tschechisch und Deutsch – Prags bilinguale Kultur 1900 - 1945
Praha auf Tschechisch, Prag auf Deutsch: In der tschechischen Hauptstadt
waren lange Zeit zwei Sprachen zu hören. Wenn zwei Sprachen und zwei
Kulturen nebeneinander und miteinander existieren, bleiben Reibungen nicht
aus. Unterschiedliche Sichtweisen auf das Leben und die Kunst trugen zu
einem regen Gedankenaustausch zwischen Deutschen und Tschechen bei. Auf
einer wissenschaftlichen Tagung im Prager Goethe-Institut wurde über die
Wechselwirkungen zwischen tschechischer und deutschsprachiger Literatur
diskutiert. Unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten wurde dieses Thema
beleuchtet.
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Ostern 1938 – Beneš verkündet auf drei Tage den Gottesfrieden
Ostern vor 71 Jahren. - Europa steht unter dem Druck nationaler Interessen
und vor allem deutscher Machtpolitik. Hitler hatte sein Ziel klar
vor Augen: Die Zerschlagung der Tschechoslowakei. Er setzte den Hebel der
Nationalitätenkonflikte an. Im Frühjahr 1938 versuchte Präsident Beneš
noch mäßigend auf die Deutschen in seinem Land einzuwirken. mehr...
Nazistische Propaganda im Protektorat: Reportage zum „Hilfszug Bayern“
Kurz nach dem Einmarsch Hitlers in die Tschechoslowakei im März 1939
setzten die Nationalsozialisten ihre Propagandamaschine in Gang. Dazu
gehörte unter anderem der „Hilfszug Bayern“, eine mobile Gulaschkanone
zum Stopfen von mehreren Tausend hungrigen Mäulern. Im Archiv des
Tschechischen Rundfunks existiert dazu eine Reportage vom 30. März 1939 -
ein Beispiel dafür, wie der Rundfunk bereits wenige Tage nach dem
Einmarsch von den Nazis missbraucht wurde.
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Ein vernachlässigtes Thema: der jüdische Widerstandskampf
Im Senat war sie schon vor drei Jahren zu sehen. Nun wird sie in Prag
erstmals für die breite Öffentlichkeit gezeigt: die Ausstellung „Die
Juden im Kampf und im Widerstand“. Sie dokumentiert Schicksale von
tschechischen und slowakischen Juden, die sich im Zweiten Weltkrieg am
Widerstandskampf beteiligten, zu Hause oder in der Emigration. Maria
Hammerich-Maier war bei der Ausstellungseröffnung am Dienstag dabei und
weiß mehr. mehr...
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