Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Ehemalige NS-Zwangsarbeiter bilanzieren Entschädigungszahlungen
Vertreter von Verbänden der tschechischen NS-Opfer waren am Dienstag in das
Prager Außenministerium geladen. Anlass war das weltweite Ende der
Entschädigungszahlungen an die ehemaligen Zwangsarbeiter und ihre
Hinterbliebenen - offiziell hatte dies kürzlich die deutsche Regierung
verkündet. Außenminister Karel Schwarzenberg empfing neben den
Verbandsvertretern auch die Repräsentanten weiterer Institutionen, die
sich um die Entschädigungszahlungen verdient gemacht haben.
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Max Rostock - Vom SS-Mann in Lidice zum kommunistischen Agenten
Lidice - genau 65 Jahren sind vergangen, seitdem das Dorf von den
NS-Besatzern dem Erdboden gleichgemacht und die meisten der Bewohner
ermordet wurden: willkürliche Vergeltung für das Attentat auf Reinhard
Heydrich. An der Aktion Lidice maßgeblich beteiligt war SS-Obersturmführer
Max Heinrich Rostock. Nach dem Krieg endete er in tschechoslowakischer
Haft. Hier wurde aus dem Todeskandidaten Rostock der kommunistische Agent
"Fritz". Eine Geschichte vom Verwandeln und Vergessen.
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Gedenkakt für die Heydrichattentäter
Am 18. Juni nahmen Präsident Klaus, Vertreter der Regierung und des
Parlaments an einem feierlichen Gottesdienst in der orthodoxen Kyrill und
Methodiuskirche teil, die sich in der in der Nähe des Karlsplatzes in Prag
befindet. Vor 65 Jahren hatten sich hier die Heydrich-Attentäter versteckt
und nach ausweglosem Kampf mit der SS das Leben genommen. mehr...
Leben gegen den Strom - Lebensgeschichten des 20. Jahrhunderts (Teil 4)
In der Ex-Tschechoslowakei geboren, als Kinder antifaschistisch
eingestellter Familien vor dem Krieg nach England geflüchtet, nach dem
Krieg freiwillig in das Heimatland zurückgekehrt und kurz danach demselben
den Rücken gekehrt. So lässt sich in komprimierter Form das Schicksal von
Walter Tschapek und Fritz Köhler zusammenfassen, die wir Ihnen vor zwei
Wochen in der Sendereihe Heute am Mikrophon vorgestellt haben. Wie ging es
also weiter, nachdem sie im März 1939 mit ihren Familien und weiteren
Flüchtlingen von Prag aus über Polen und Schweden nach England geflüchtet
waren. Das erfahren sie in einer Fortsetzung in der neuen Folge von heute
am Mikrophon:
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Lidice vor 65 Jahren - ein Dorf wird ausgelöscht
Manche bezeichnen die Nazi-Verbrechen im tschechischen Lidice als Tragödie,
andere als Massaker oder größtes Verbrechen der Deutschen am tschechischen
Volk. Für die, welche die Auslöschung eines ganzen Ortes selbst erlebt
haben, ist es der Verlust, den sie noch heute spüren.
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Leben gegen den Strom - Lebensgeschichten des 20. Jahrhunderts (Teil 3):
"Das Leben gegen den Strom" - so könnte man ohne weiteres die
eigenwillig gewählten Lebenswege der Familien Tschapek und Köhler in der
Vorkriegstschechoslowakei bezeichnen. In der dramatischen Zeit, als das
politische Geschehen in Europa und hierzulande in einer Trennung der
Tschechen und der Sudetendeutschen mündete. Ihre Söhne, Walter Tschapek
und Fritz Köhler, hatten davon vieles mitbekommen. Bei einem Treffen in
Berlin bat sie Jiri Hosek, Berichterstatter des Tschechischen Rundfunks,
ans Mikrophon. Ihre Erzählung hat Jitka Mladkova für unsere Sendereihe
Heute am Mikrophon bearbeitet: mehr...
Das Heydrich Attentat (2) - Die Vernichtung von Lidice
Nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich und dessen Tod am 4. Juni 1942 war
die tschechische Bevölkerung brutalen Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt. Die
deutsche Besatzungsmacht verhängte das Standrecht, täglich wurden Menschen
verhaftet und hingerichtet. Diese Zeit wurde später von den Tschechen als
Heydrichiade bezeichnet. Ihr fielen Tausende Menschen zum Opfer. Am 10.
Juni 1942 wurde das Dorf Lidice nordwestlich von Prag dem Erdboden
gleichgemacht, Zwei Wochen später erlitt der kleine Ort Leáky bei
Pardubice / Pardubitz das gleiche Schicksal. Das Schicksal von Lidice
wurde innerhalb kurzer Zeit in der ganzen Welt bekannt. Lidice wurde zu
einem Symbol für den NS-Terror. In unserem heutigen Kapitel aus der
tschechischen Geschichte beschäftigt sich Andreas Wiedemann mit den Folgen
des Attentats auf Reinhard Heydrich. mehr...
Empörung in Prag über heimlichen Umbau der Stiftung für NS-Opfer
Die Bundesstiftung zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter soll
umstrukturiert werden. Nach einem Gesetzentwurf der großen Koalition wird
ein deutscher Stiftungsrat bald die bisher internationale Verwaltung
entmachten, an der auch Tschechien beteiligt ist.
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Das Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen
Vor fast genau 65 Jahren, am 27. Mai 1942, verübten die beiden
Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard
Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender
Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als
Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat
auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen
NS-Funktionär in Europa. mehr...
60 Jahre Gedenkstätte in Theresienstadt
Am 8. Mai gedenken wir auch besonders der Opfer des Nationalsozialismus.
Anlaufpunkt dafür kann das Garnisionsstädchen Theresienstadt sein. Die
Nationalsozialisten hatten hier ein Konzentrationslager für Juden
eingerichtet. Mehr als 30.000 Juden kamen hier ums Leben, fast 90.000
wurden in die Vernichtungslager im Osten weitergeschickt. Zwei Jahre nach
Kriegsende, vor nunmehr 60 Jahren, wurde auf dem Gelände des ehemaligen KZ
Theresienstadt eine Gedenkstätte eröffnet, um die Erinnerungen an die
Schrecken lebendig zu halten. André Plaul hat anlässlich dieses Jubiläums
mit Vojtech Blodig, dem Vize-Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt,
gesprochen.
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