Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Gegen Kriegsverbrechen und Kollaboration - die "Retributionsprozesse" 1945-1947
Mai 1945: Der Krieg ist zu Ende, auch in der Tschechoslowakei, wo noch bis
in die letzten Tage gekämpft wurde. Sieben Jahre nationalsozialistischer
Willkür und Terrorherrschaft liegen hinter dem Land. Wie kann man mit
dieser Vergangenheit leben? Neues Leid, die Vertreibung der
tschechoslowakischen Deutschen, ist eine Antwort. In den so genannten
Retributionsprozessen, die vor 60 Jahren zu Ende gingen, wurde aber auch
der Versuch gemacht, die Täter vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. mehr...
Holocaust-Gedenktag im Prager Senat
Der 27. Januar ist in Tschechien ähnlich wie in vielen anderen Ländern der
Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Der Tag
erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27.
Januar 1945. Anlässlich des Holocaust-Gedenktags fand am vergangenen
Freitag im Senat des Tschechischen Parlaments eine Gedenkversammlung
statt.
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Artur Radvansky - "Trotzdem habe ich überlebt"
Noch keine 18 Jahre alt war Artur Radvansky, als ihn die
Nationalsozialisten 1939 ins KZ geschickt haben. Seine Verbrechen: Er war
Jude und er hatte daheim in Nordmähren Verfolgten des Regimes bei der
Flucht ins damals noch freie Polen geholfen. Fast sechs Jahre, bis zum
Ende des Krieges, dauerte die Odyssee des jungen Mannes durch die
NS-Todesmaschine. Jetzt ist seine Lebensgeschichte als Buch erschienen -
herausgegeben von deutschen Freunden.
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Die Deportation und Ermordung der Juden in den böhmischen Ländern
Im Oktober und November 1941 begann in den von den Deutschen besetzten
böhmischen Ländern, im so genannten "Protektorat Böhmen und
Mähren", die systematische Deportation der jüdischen Bevölkerung. Die
ersten Transporte führten von Prag nach Lodz und anschließend ins KZ
Theresienstadt. Für unser heutiges Geschichtskapitel sprach Andreas
Wiedemann mit dem Historiker und Mitarbeiter des "Instituts
Theresienstädter Initiative", Michal Frankl, über das Schicksal der
Juden in den böhmischen Ländern während des Zweiten Weltkriegs. mehr...
"Trotzdem habe ich überlebt" - Buch erzählt die Lebensgeschichte von Artur Radvansky
Fast sechs Jahre, von 1939 von 1945, hat Artur Radvansky in den
Konzentrationslagern der Nationalsozialisten zugebracht. Sein Verbrechen:
Nach der Besetzung der Tschechoslowakei hat der damals 17-jährige Jude
Verfolgten bei der Flucht nach Polen geholfen. Zu seinem 85. Geburtstag
ist seine Lebensgeschichte als Buch erschienen - aufgeschrieben von
deutschen Freunden.
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Vor 65 Jahren begannen die Deportationen nach Theresienstadt
Die Besetzung der böhmischen Länder und die Errichtung des so genannten
"Protektorats Böhmen und Mähren" hatten besonders für die
jüdische Bevölkerung dramatische Folgen. Sie wurde diskriminiert, aus dem
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und
schließlich deportiert und ermordet. Ganz wenige nur überlebten den
Holocaust. Im November 1941, also vor 65 Jahren, begannen die
systematischen Deportationen von Juden nach Theresienstadt.
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Prager Konferenz: Juden waren im Kampf gegen die Nazis aktiv
Die Mehrheit der fast 360.000 tschechoslowakischen Opfer des Zweiten
Weltkriegs waren Juden. Die meisten von ihnen wurden in den
Konzentrationslagern ermordet. Viele der tschechoslowakischen Juden haben
aber ihr Schicksal in die eigene Hand genommen und mit der Waffe in der
Hand gegen Nazi-Deutschland gekämpft. Mit diesem Thema hat sich eine
internationale Historikerkonferenz in Prag beschäftigt.
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Kriegspilot, Bürger zweiter Klasse, gefeierter Nationalheld in einer Person
Tschechische Piloten im Zweiten Weltkrieg - das ist ein Begriff. Doch nicht
immer war es so, zumindest für die offiziellen Stellen. Ihre Existenz,
namentlich im Falle derer, die an der Westfront gekämpft haben, wurde
verschwiegen. Und nicht wenige von ihnen mussten büßen. Obwohl sie für die
Befreiung des Landes gekämpft hatten, kamen sie ins Gefängnis und galten
anschließend als Bürger zweiter Klasse. Ihre Verdienste wurden erst nach
der politischen Wende von 1989 offiziell anerkannt. Einen von ihnen
möchten wir Ihnen in der heutigen Ausgabe der Sendereihe Schauplatz
vorstellen. Am Mikrophon ist Jitka Mladkova: mehr...
Die Geschichte des deutschen Fußballs in Böhmen und Mähren
Seine große Leidenschaft, sich mit der Geschichte des tschechischen
Fußballs auseinanderzusetzen, brachte den Fußballexperten Lubomir Kral auf
die Idee, noch detaillierter in der Geschichte des Fußballs
nachzuforschen,
der einst in Böhmen und Mähren bzw. der späteren Tschechoslowakei von den
hier lebenden Deutschen organisiert und gespielt wurde. Als Ergebnis
seiner mehrjährigen Mühe entstand das Buch "Die Geschichte des
deutschen Fußballs in Böhmen", das unlängst im tschechischen
Buchhandel erschienen ist. Dana Martinova stellt Ihnen den Autor und sein
Werk im heutigen "Kapitel aus der tschechischen Geschichte" vor. mehr...
Total burn-out of Lidice: Umstrittenes Spiel mit der Geschichte
Ein Computerspiel erhitzte in den vergangenen Wochen die tschechischen
Gemüter. Und nicht nur diese: Wer ein wenig im Internet nachforscht, der
kann sich schnell davon überzeugen, dass die Diskussion über "Total
burn-out" - also etwa "Totales Niederbrennen" - längst auch
in internationalen, englischsprachigen Foren geführt wird. Dabei aber
handelt es sich bei "Total burn-out" eigentlich um gar kein
richtiges Computerspiel, sondern um eine provokativ angelegte Werbeaktion
der Gedenkstätte von Lidice. Jener mittelböhmischen Gemeinde also, die
1942 von den Nazis dem Erdboden gleichgemacht wurde. Mittlerweile haben
die Verantwortlichen der Kritik nachgegeben und "Total burn-out"
wieder vom Netz genommen. Die Diskussion über die Grenze zwischen billiger
Effekthascherei und effektiver Präsentation historischer Zusammenhänge ist
damit aber nicht verstummt.
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