Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

Gegen Kriegsverbrechen und Kollaboration - die "Retributionsprozesse" 1945-1947

03-02-2007 | Thomas Kirschner

Mai 1945: Der Krieg ist zu Ende, auch in der Tschechoslowakei, wo noch bis in die letzten Tage gekämpft wurde. Sieben Jahre nationalsozialistischer Willkür und Terrorherrschaft liegen hinter dem Land. Wie kann man mit dieser Vergangenheit leben? Neues Leid, die Vertreibung der tschechoslowakischen Deutschen, ist eine Antwort. In den so genannten Retributionsprozessen, die vor 60 Jahren zu Ende gingen, wurde aber auch der Versuch gemacht, die Täter vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. mehr...

Holocaust-Gedenktag im Prager Senat

29-01-2007 16:49 | Martina Schneibergová

Tomas Kraus (links) und Christoph Heubner (Foto: Autorin) Der 27. Januar ist in Tschechien ähnlich wie in vielen anderen Ländern der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Der Tag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945. Anlässlich des Holocaust-Gedenktags fand am vergangenen Freitag im Senat des Tschechischen Parlaments eine Gedenkversammlung statt.  mehr...

Artur Radvansky - "Trotzdem habe ich überlebt"

09-12-2006 | Thomas Kirschner

Artur Radvansky Noch keine 18 Jahre alt war Artur Radvansky, als ihn die Nationalsozialisten 1939 ins KZ geschickt haben. Seine Verbrechen: Er war Jude und er hatte daheim in Nordmähren Verfolgten des Regimes bei der Flucht ins damals noch freie Polen geholfen. Fast sechs Jahre, bis zum Ende des Krieges, dauerte die Odyssee des jungen Mannes durch die NS-Todesmaschine. Jetzt ist seine Lebensgeschichte als Buch erschienen - herausgegeben von deutschen Freunden.  mehr...

Die Deportation und Ermordung der Juden in den böhmischen Ländern

02-12-2006 | Andreas Wiedemann

KZ Theresienstadt Im Oktober und November 1941 begann in den von den Deutschen besetzten böhmischen Ländern, im so genannten "Protektorat Böhmen und Mähren", die systematische Deportation der jüdischen Bevölkerung. Die ersten Transporte führten von Prag nach Lodz und anschließend ins KZ Theresienstadt. Für unser heutiges Geschichtskapitel sprach Andreas Wiedemann mit dem Historiker und Mitarbeiter des "Instituts Theresienstädter Initiative", Michal Frankl, über das Schicksal der Juden in den böhmischen Ländern während des Zweiten Weltkriegs. mehr...

"Trotzdem habe ich überlebt" - Buch erzählt die Lebensgeschichte von Artur Radvansky

01-12-2006 15:26 | Thomas Kirschner

Fast sechs Jahre, von 1939 von 1945, hat Artur Radvansky in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten zugebracht. Sein Verbrechen: Nach der Besetzung der Tschechoslowakei hat der damals 17-jährige Jude Verfolgten bei der Flucht nach Polen geholfen. Zu seinem 85. Geburtstag ist seine Lebensgeschichte als Buch erschienen - aufgeschrieben von deutschen Freunden.  mehr...

Vor 65 Jahren begannen die Deportationen nach Theresienstadt

30-11-2006 16:13 | Andreas Wiedemann

Theresienstadt Die Besetzung der böhmischen Länder und die Errichtung des so genannten "Protektorats Böhmen und Mähren" hatten besonders für die jüdische Bevölkerung dramatische Folgen. Sie wurde diskriminiert, aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und schließlich deportiert und ermordet. Ganz wenige nur überlebten den Holocaust. Im November 1941, also vor 65 Jahren, begannen die systematischen Deportationen von Juden nach Theresienstadt.  mehr...

Prager Konferenz: Juden waren im Kampf gegen die Nazis aktiv

08-11-2006 15:58 | Martina Schneibergová

Die Mehrheit der fast 360.000 tschechoslowakischen Opfer des Zweiten Weltkriegs waren Juden. Die meisten von ihnen wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Viele der tschechoslowakischen Juden haben aber ihr Schicksal in die eigene Hand genommen und mit der Waffe in der Hand gegen Nazi-Deutschland gekämpft. Mit diesem Thema hat sich eine internationale Historikerkonferenz in Prag beschäftigt.  mehr...

Kriegspilot, Bürger zweiter Klasse, gefeierter Nationalheld in einer Person

09-10-2006 16:04 | Jitka Mládková

Frantisek Fajtl (Foto: CTK) Tschechische Piloten im Zweiten Weltkrieg - das ist ein Begriff. Doch nicht immer war es so, zumindest für die offiziellen Stellen. Ihre Existenz, namentlich im Falle derer, die an der Westfront gekämpft haben, wurde verschwiegen. Und nicht wenige von ihnen mussten büßen. Obwohl sie für die Befreiung des Landes gekämpft hatten, kamen sie ins Gefängnis und galten anschließend als Bürger zweiter Klasse. Ihre Verdienste wurden erst nach der politischen Wende von 1989 offiziell anerkannt. Einen von ihnen möchten wir Ihnen in der heutigen Ausgabe der Sendereihe Schauplatz vorstellen. Am Mikrophon ist Jitka Mladkova: mehr...

Die Geschichte des deutschen Fußballs in Böhmen und Mähren

07-10-2006 | Dana Martinova

Seine große Leidenschaft, sich mit der Geschichte des tschechischen Fußballs auseinanderzusetzen, brachte den Fußballexperten Lubomir Kral auf die Idee, noch detaillierter in der Geschichte des Fußballs nachzuforschen, der einst in Böhmen und Mähren bzw. der späteren Tschechoslowakei von den hier lebenden Deutschen organisiert und gespielt wurde. Als Ergebnis seiner mehrjährigen Mühe entstand das Buch "Die Geschichte des deutschen Fußballs in Böhmen", das unlängst im tschechischen Buchhandel erschienen ist. Dana Martinova stellt Ihnen den Autor und sein Werk im heutigen "Kapitel aus der tschechischen Geschichte" vor. mehr...

Total burn-out of Lidice: Umstrittenes Spiel mit der Geschichte

18-09-2006 12:39 | Gerald Schubert

Ein Computerspiel erhitzte in den vergangenen Wochen die tschechischen Gemüter. Und nicht nur diese: Wer ein wenig im Internet nachforscht, der kann sich schnell davon überzeugen, dass die Diskussion über "Total burn-out" - also etwa "Totales Niederbrennen" - längst auch in internationalen, englischsprachigen Foren geführt wird. Dabei aber handelt es sich bei "Total burn-out" eigentlich um gar kein richtiges Computerspiel, sondern um eine provokativ angelegte Werbeaktion der Gedenkstätte von Lidice. Jener mittelböhmischen Gemeinde also, die 1942 von den Nazis dem Erdboden gleichgemacht wurde. Mittlerweile haben die Verantwortlichen der Kritik nachgegeben und "Total burn-out" wieder vom Netz genommen. Die Diskussion über die Grenze zwischen billiger Effekthascherei und effektiver Präsentation historischer Zusammenhänge ist damit aber nicht verstummt.  mehr...

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