Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
Modernisierte Gedenkstätte will Jugendlichen besseres Bild von Lidice vermitteln
Weltweit ist sie zum Inbegriff eines grausamen, kollektiven Racheaktes an
unschuldiger Zivilbevölkerung geworden - die Vernichtung des kleinen
mittelböhmischen Dorfes Lidice durch die Nationalsozialisten im Juni 1942,
zwei Wochen nach dem gelungenen Attentat auf SS-Obergruppenführer Reinhard
Heydrich. Obwohl Lidice weltweit zum Mahnmal geworden ist und hier
alljährlich Gedenkfeiern stattfinden, ist die Geschichte heute besonders
jüngeren Tschechen kaum bekannt. Das will eine neue, moderne
Dauerausstellung ändern, die am Wochenende in der Gedenkstätte Lidice
eröffnet wurde. Silja Schultheis berichtet. mehr...
Das Protektorat mit den Augen jüdischer Kinder gesehen
"Den Glauben an den Menschen nicht verlieren" heißt eine
Ausstellung, deren Ziel es ist, vor allem Schüler mit dem Schicksal der
Juden bekannt zu machen, die auf dem Gebiet Tschechiens vor dem Zweiten
Weltkrieg gelebt haben. Martina Schneibergova nahm an der Vernissage der
Ausstellung im Prager Karolinum teil. mehr...
Auf der Suche nach Wahrheit: Ausstellung über Exzesse von 1945-46
Aussagen von Augenzeugen, Fotos, offizielle Berichte der Armeebefehlshaber
und andere Archivdokumente sind in der Ausstellung zu sehen, die am
vergangenen Freitag in Louny / Laun eröffnet wurde. Ohne zu kommentieren,
dokumentiert sie Ereignisse aus den Jahren 1945-46, die sich an
unterschiedlichen Orten Nordböhmens abspielten. Die an der deutschen
Zivilbevölkerung verübten Gewalttaten werden meistens als
"Exzesse" bezeichnet. Martina Schneibergova nahm an der
Vernissage teil. mehr...
Mai 1946: Die Hinrichtung von Karl Hermann Frank und das Schicksal von Kamil Rössler
Die Tschechoslowakei erlebte vor 60 Jahren eine große Genugtuung für das
Kriegsleiden: Der Naziverbrecher Karl Hermann Frank wurde in Prag zum Tode
verurteilt und öffentlich hingerichtet. Der Gerichtsprozess hatte aber auch
noch ein anderes Opfer. Mehr dazu im heutigen Geschichtskapitel von Jakub
Siska.
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Den Häftlingsnummern Gesichter geben - Konzentrationslager Flossenbürg nach 61 Jahren
Die Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg hat sich am 23. April
zum 61. Mal gejährt. Die Überlebende Helga Weissova und der Historiker
Hans Simon-Pelanda versuchen, vor allem jungen Menschen auf die Opfer des
Nordbayrischen Konzentrationslagers in den Jahren 1938 bis 1945 aufmerksam
zu machen. Ein Beitrag von Renate Zöller und Bara Prochazkova.
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Zeitzeugen
"Wer von euch ist denn ein Zeitzeuge?" Die 40 Schüler des 9.
Jahrgangs in der Bautzener Mittelschule Am Gesundbrunnen gucken ratlos in
die Runde. Mit dieser Frage des Projektleiters der Brücke/Most-Stiftung
hatten sie nicht gerechnet. Vor ihnen sitzt die 75jährige tschechische
Jüdin Eliska Levinska, die die Konzentrationslager Theresienstadt,
Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt hat. mehr...
Letzte Ruhe für Alois Elias, den Ministerpräsidenten der Protektoratsregierung
Der Ministerpräsident der tschechischen Protektoratsregierung zur Zeit der
Nazi-Besatzung, Alois Elias, wird 64 Jahre nach seiner Hinrichtung
offiziell begraben. Den Anlass dazu gab der Fund von Überresten des
ehemaligen Generals und Politikers. Wer war Alois Elias? Darauf antwortet
im nun folgenden Kapitel aus der tschechischen Geschichte Jakub Siska.
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Knochen lagern noch bis 2008
Der skurrile Knochenfund in der nordböhmischen Stadt Usti nad Labem /
Aussig wird weiter heftig in der tschechisch-deutschen Medienlandschaft
thematisiert. In einer Fabrikhalle bei Aussig hatte man in der vergangen
Woche 4.000 Kisten mit den Überresten deutscher Wehrmachtssoldaten
gefunden. Doch wie geht es nun mit den Knochen weiter? Miriam Goetz und
Svenja Mettlach berichten.
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4000 Knochenkisten in tschechischer Lagerhalle gefunden
Ein skurriler Knochenfund erhitzt die Gemüter: In der tschechischen Stadt
Usti nad Labem / Aussig wurden in einer Fabrikhalle 4.000 Kisten mit den
Überresten deutscher Soldaten der Wehrmacht aus dem zweiten Weltkrieg
gefunden. Nun stellt sich die Frage, wie man in der Angelegenheit weiter
verfährt. Ursprünglich sollten die Knochen auf einem Soldatenfriedhof in
Prag beigesetzt werden. Warum dies nicht so einfach ist, wissen Miriam
Goetz und Svenja Mettlach.
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Vor 67 Jahren verschwand die Tschechoslowakei von der Landkarte Europas
Vor genau 67 Jahren, am 15. März 1939, verschwand mit der Tschechoslowakei
die letzte Demokratie Mitteleuropas. Hitlers Truppen marschierten in Prag
ein, begleitet vom medialen Trommelfeuer der Reichspropaganda.
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