Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg
„Sofort melden!“ - Repatriierung nach Kriegsende mit Hilfe des Tschechoslowakischen Rundfunks
Gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann in ganz Europa eine
massenhafte Repatriierung. Millionen Menschen, die an der Front, in
Konzentrationslagern, Gefängnissen, im Zwangsarbeitseinsatz oder in der
Emigration gewesen waren und überlebt hatten, wollten nach Hause
zurückkehren. Millionen Andere versuchten zu erfahren, wo ihre vermissten
Angehörigen, Verwandten oder Bekannten waren. Eine besondere Rolle fiel
dabei dem Rundfunk zu, er war zu dieser Zeit der schnellste und oft auch
einzige Informationskanal. mehr...
Gedenken an Theresienstadt 1943-44: Verdis Requiem im Prager Veitsdom
Verdis „Messa da Requiem“ ist nicht nur ein Meisterwerk der Klassik. Im
Ghetto Theresienstadt wurde das Stück im Zweiten Weltkrieg auch zu einem
Akt des Trotzes gegen die Nazis. Mithilfe des Requiems schmetterten die
Häftlinge im Chor den SS-Leuten entgegen, was sie sonst nicht sagen
durften. Der Dirigent Rafael Schächter hatte es einstudieren lassen -
unter unvorstellbaren Umständen. In Prag wurde nun das Stück aufgeführt,
unter der Leitung des US-Amerikaners Murry Sidlin. Die Veranstaltung mit
den Prager Symphonieorchester und seinem Chor sowie dem Kühn-Chor im
Veitsdom war eine Multimediashow. Denn es wurden dabei Ausschnitte aus
einem Film mit Holocaust-Überlebenden über Verdis Stück gezeigt. mehr...
Emanuel Moravec – Symbol der Kollaboration mit den Nazis
Während des Zweiten Weltkriegs war Emanuel Moravec Minister in der
Regierung des Protektorats „Böhmen und Mähren“. Massiv unterstützte
er dabei die Nazis. Selbst zu Ende des Krieges rief er seine tschechischen
Landsleute noch dazu auf, mit den Deutschen zu kooperieren. Dabei hatte
Moravec noch 1938 offen das Münchner Abkommen abgelehnt, dieses hatte die
Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland ermöglicht. Doch wie kam es zu
dem Meinungswandel bei dem tschechischen Oberst? mehr...
Vom Pfadfinderzelt zum Propagandainstrument: Geschichte des Tschechoslowakischen Rundfunks
Der Tschechische Rundfunk hat Geburtstag: Er ist 90 Jahre alt geworden.
Darum senden wir in unserem Kapitel aus der tschechischen Geschichte eine
Collage historischer Radioaufnahmen, die wichtige und interessante Momente
der Geschichte der Tschechoslowakei wiedergeben.
mehr...
Nachkriegsmassaker an Deutschen in Rovensko: Rundfunk sendet Zeugenaussage
Was sich am 10. Mai 1945 im kleinen Ort Rovensko in Nordböhmen abspielte,
ist allgemein wenig bekannt. Dabei war es eines der schlimmsten Massaker an
Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Rund 300 Zivilisten wurden
dabei umgebracht. Der Tschechische Rundfunk hat kurz vor dem 68. Jahrestag
der Ereignisse in seinem Inlandsprogramm eine Dokumentarsendung dazu
ausgestrahlt. Erstmals äußerte sich auch einer der Täter. mehr...
Nazi-Statuen aus Landesausstellung entfernt
Derzeit läuft die Landesausstellung von Oberösterreich und Südböhmen,
sie wird in vier Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze präsentiert. In
Südböhmen sind Ausstellungen in Český Krumlov / Krumlov und in Vyšší
Brod / Hohenfurth zu sehen. Höhepunkt der Führung durch die
Zisterzienserabtei in Vyšší Brod ist ein einzigartiger mittelalterlicher
Reliquienschrein – das Zawisch-Kreuz. In der Abtei waren aber auch drei
Statuen zu sehen, die aus der so genannten Hitler-Sammlung stammten. Teile
dieser Sammlung wurden von den Nazis im Kloster aufbewahrt, nachdem sie die
Zisterzienser-Mönche vertrieben hatten. Zwei Tage nach der Eröffnung der
Landesausstellung wurden die Statuen aus dem Klosterhof entfernt – Grund
waren negative Reaktionen der Besucher. Radio Prag hat mit dem Kurator der
Landesausstellung in Vyšší Brod, Jiří Franc, gesprochen: mehr...
„Pfeiler der allgemeinen Zwangsarbeit„ - KZ-Außenlager auf dem Gebiet der Tschechischen Republik
Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik kamen während der
deutschen Besatzung eine Menge Zwangsarbeiter zum Einsatz. Einen Teil der
Arbeitskräfte, vor allem für die kriegswichtige Industrie, stellen die
deutschen Konzentrationslager zur Verfügung. Dazu richteten sie so
genannte Außenlager ein. Im April ist dazu eine neue Studie erschienen,
sie heißt „Die Arbeiterfrage soll mit Hilfe von KZ-Häftlingen gelöst
werden“. Autor der Arbeit ist der Historiker Alfons Adam, den Radio Prag
für ein Interview vor das Mikrofon gebeten hat. mehr...
Tschechen erinnerten an das Kriegsende 1945: Gedenken in Prag, Feiern in Pilsen
In der ersten Maiwoche wird jedes Jahr in Tschechien an das Ende des
Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 erinnert. Zwei Gedenktage ragen dabei
heraus: der 8. Mai, ein Staatsfeiertag, der als Tag der Befreiung begangen
wird, und der 5. Mai. Der 5. Mai wird aus zwei Gründen gefeiert: Zum einen
wurde an jenem Tag vor 68 Jahren der westböhmische Teil des Landes
einschließlich seiner größten Stadt Plzeň / Pilsen durch die US-Armee
befreit, zum anderen erhoben sich in Prag und anderen Städten die
Tschechen zum spontanen Aufstand gegen die deutschen Besatzer. mehr...
Schatz unter der Treppenstufe – Persönliche Gegenstände von Heydrich-Attentäter gefunden
Jan Kubiš war einer jener zwei Soldaten, die am 27. Mai 1942 ein Attentat
auf Reinhard Heydrich verübten. Der stellvertretende Reichsprotektor und
Führer des Reichssicherheitshauptamtes wurde dabei schwer verletzt und
erlag einige Tage später seinen Verletzungen. Kubiš und weitere
Mitglieder der Gruppe „Anthropoid“ wurden später in einer Prager
Kirche gestellt und begangen Selbstmord. Nun wurden bei
Renovierungsarbeiten im Geburtshaus von Kubiš bisher unbekannte Dokumente
gefunden. mehr...
Schlacht um Sokolowo – tschechoslowakischer Weltkriegs-Mythos
Auch tschechoslowakische Soldaten haben am Zweiten Weltkrieg teilgenommen.
Die ersten Einheiten des von den Nazis besetzten Landes entstanden in
Frankreich. Sie nahmen am Krieg allerdings in gemischten Verbänden mit
Soldaten anderer Länder teil. Deswegen kommt es erst im Osten Europas zum
Einsatz einer eigenständigen tschechoslowakischen Truppe. Vor ziemlich
genau 70 Jahren zog sie in die Schlacht um das ukrainische Dorf Sokolowo. mehr...
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