Archiv: Geschichte | 2. Weltkrieg 2. Weltkrieg

„Sofort melden!“ - Repatriierung nach Kriegsende mit Hilfe des Tschechoslowakischen Rundfunks

15-06-2013 02:01 | Jakub Šiška

KZ-Häftlinge (Foto: United States Holocaust Memorial Museum) Gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann in ganz Europa eine massenhafte Repatriierung. Millionen Menschen, die an der Front, in Konzentrationslagern, Gefängnissen, im Zwangsarbeitseinsatz oder in der Emigration gewesen waren und überlebt hatten, wollten nach Hause zurückkehren. Millionen Andere versuchten zu erfahren, wo ihre vermissten Angehörigen, Verwandten oder Bekannten waren. Eine besondere Rolle fiel dabei dem Rundfunk zu, er war zu dieser Zeit der schnellste und oft auch einzige Informationskanal. mehr...

Gedenken an Theresienstadt 1943-44: Verdis Requiem im Prager Veitsdom

07-06-2013 18:26 | Till Janzer

Foto: ČTK Verdis „Messa da Requiem“ ist nicht nur ein Meisterwerk der Klassik. Im Ghetto Theresienstadt wurde das Stück im Zweiten Weltkrieg auch zu einem Akt des Trotzes gegen die Nazis. Mithilfe des Requiems schmetterten die Häftlinge im Chor den SS-Leuten entgegen, was sie sonst nicht sagen durften. Der Dirigent Rafael Schächter hatte es einstudieren lassen - unter unvorstellbaren Umständen. In Prag wurde nun das Stück aufgeführt, unter der Leitung des US-Amerikaners Murry Sidlin. Die Veranstaltung mit den Prager Symphonieorchester und seinem Chor sowie dem Kühn-Chor im Veitsdom war eine Multimediashow. Denn es wurden dabei Ausschnitte aus einem Film mit Holocaust-Überlebenden über Verdis Stück gezeigt. mehr...

Emanuel Moravec – Symbol der Kollaboration mit den Nazis

25-05-2013 02:01 | Jakub Šiška

Emanuel Moravec Während des Zweiten Weltkriegs war Emanuel Moravec Minister in der Regierung des Protektorats „Böhmen und Mähren“. Massiv unterstützte er dabei die Nazis. Selbst zu Ende des Krieges rief er seine tschechischen Landsleute noch dazu auf, mit den Deutschen zu kooperieren. Dabei hatte Moravec noch 1938 offen das Münchner Abkommen abgelehnt, dieses hatte die Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland ermöglicht. Doch wie kam es zu dem Meinungswandel bei dem tschechischen Oberst? mehr...

Vom Pfadfinderzelt zum Propagandainstrument: Geschichte des Tschechoslowakischen Rundfunks

18-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

Der Tschechische Rundfunk hat Geburtstag: Er ist 90 Jahre alt geworden. Darum senden wir in unserem Kapitel aus der tschechischen Geschichte eine Collage historischer Radioaufnahmen, die wichtige und interessante Momente der Geschichte der Tschechoslowakei wiedergeben.  mehr...

Nachkriegsmassaker an Deutschen in Rovensko: Rundfunk sendet Zeugenaussage

13-05-2013 17:52 | Till Janzer

Rovensko (Foto: Ľubomír Smatana, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Was sich am 10. Mai 1945 im kleinen Ort Rovensko in Nordböhmen abspielte, ist allgemein wenig bekannt. Dabei war es eines der schlimmsten Massaker an Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Rund 300 Zivilisten wurden dabei umgebracht. Der Tschechische Rundfunk hat kurz vor dem 68. Jahrestag der Ereignisse in seinem Inlandsprogramm eine Dokumentarsendung dazu ausgestrahlt. Erstmals äußerte sich auch einer der Täter. mehr...

Nazi-Statuen aus Landesausstellung entfernt

09-05-2013 16:11 | Martina Schneibergová

Foto: ČT24 Derzeit läuft die Landesausstellung von Oberösterreich und Südböhmen, sie wird in vier Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze präsentiert. In Südböhmen sind Ausstellungen in Český Krumlov / Krumlov und in Vyšší Brod / Hohenfurth zu sehen. Höhepunkt der Führung durch die Zisterzienserabtei in Vyšší Brod ist ein einzigartiger mittelalterlicher Reliquienschrein – das Zawisch-Kreuz. In der Abtei waren aber auch drei Statuen zu sehen, die aus der so genannten Hitler-Sammlung stammten. Teile dieser Sammlung wurden von den Nazis im Kloster aufbewahrt, nachdem sie die Zisterzienser-Mönche vertrieben hatten. Zwei Tage nach der Eröffnung der Landesausstellung wurden die Statuen aus dem Klosterhof entfernt – Grund waren negative Reaktionen der Besucher. Radio Prag hat mit dem Kurator der Landesausstellung in Vyšší Brod, Jiří Franc, gesprochen: mehr...

„Pfeiler der allgemeinen Zwangsarbeit„ - KZ-Außenlager auf dem Gebiet der Tschechischen Republik

08-05-2013 | Marco Zimmermann

Foto: Verlag Metropol Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik kamen während der deutschen Besatzung eine Menge Zwangsarbeiter zum Einsatz. Einen Teil der Arbeitskräfte, vor allem für die kriegswichtige Industrie, stellen die deutschen Konzentrationslager zur Verfügung. Dazu richteten sie so genannte Außenlager ein. Im April ist dazu eine neue Studie erschienen, sie heißt „Die Arbeiterfrage soll mit Hilfe von KZ-Häftlingen gelöst werden“. Autor der Arbeit ist der Historiker Alfons Adam, den Radio Prag für ein Interview vor das Mikrofon gebeten hat. mehr...

Tschechen erinnerten an das Kriegsende 1945: Gedenken in Prag, Feiern in Pilsen

06-05-2013 16:07 | Lothar Martin

Freiheitsfest in Pilsen (Foto: ČTK) In der ersten Maiwoche wird jedes Jahr in Tschechien an das Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 erinnert. Zwei Gedenktage ragen dabei heraus: der 8. Mai, ein Staatsfeiertag, der als Tag der Befreiung begangen wird, und der 5. Mai. Der 5. Mai wird aus zwei Gründen gefeiert: Zum einen wurde an jenem Tag vor 68 Jahren der westböhmische Teil des Landes einschließlich seiner größten Stadt Plzeň / Pilsen durch die US-Armee befreit, zum anderen erhoben sich in Prag und anderen Städten die Tschechen zum spontanen Aufstand gegen die deutschen Besatzer. mehr...

Schatz unter der Treppenstufe – Persönliche Gegenstände von Heydrich-Attentäter gefunden

30-04-2013 16:21 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Jan Kubiš war einer jener zwei Soldaten, die am 27. Mai 1942 ein Attentat auf Reinhard Heydrich verübten. Der stellvertretende Reichsprotektor und Führer des Reichssicherheitshauptamtes wurde dabei schwer verletzt und erlag einige Tage später seinen Verletzungen. Kubiš und weitere Mitglieder der Gruppe „Anthropoid“ wurden später in einer Prager Kirche gestellt und begangen Selbstmord. Nun wurden bei Renovierungsarbeiten im Geburtshaus von Kubiš bisher unbekannte Dokumente gefunden. mehr...

Schlacht um Sokolowo – tschechoslowakischer Weltkriegs-Mythos

23-03-2013 02:01 | Till Janzer

Schlacht um Sokolowo Auch tschechoslowakische Soldaten haben am Zweiten Weltkrieg teilgenommen. Die ersten Einheiten des von den Nazis besetzten Landes entstanden in Frankreich. Sie nahmen am Krieg allerdings in gemischten Verbänden mit Soldaten anderer Länder teil. Deswegen kommt es erst im Osten Europas zum Einsatz einer eigenständigen tschechoslowakischen Truppe. Vor ziemlich genau 70 Jahren zog sie in die Schlacht um das ukrainische Dorf Sokolowo. mehr...

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