Archiv: Geschichte | 1968 1968

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus.  mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus.  mehr...

März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei

24-03-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald und Stalin Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits. Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels.  mehr...

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam?  mehr...

Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen

28-01-2012 02:01 | Jitka Mládková

Antonín Novotný Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder.  mehr...

Karlsuniversität stellt neue Webseite über Jan Palach vor

16-01-2012 15:48 | Markéta Kachlíková

Jan Palach Vor 43 Jahren, am 16. Januar 1969, brannte beim Prager Wenzelsplatz eine menschliche Fackel. Der 20-jährige Philosophiestudent Jan Palach hatte sich aus Protest gegen die sowjetische Okkupation der Tschechoslowakei selbst verbrannt, um seine Nation aus der sich verbreitenden Lethargie zu wecken. Seinen schweren Brandverletzungen erlag er drei Tage später im Krankenhaus. An Jan Palach wird dieser Tage mit mehreren Gedenkveranstaltungen erinnert. In diesem Rahmen wird am Montag im Prager Karolinum auch ein neues Multimedienprojekt der Karlsuniversität vorgestellt.  mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei.  mehr...

Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus

29-10-2011 02:01 | Till Janzer, Milena Štráfeldová

Gulag Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung, Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf eine Entschädigung.  mehr...

Gespannte Lage in Mitteleuropa war 1936 Anlass für die Gründung des Auslandssenders

31-08-2011 19:14 | Martina Schneibergová

Als der offizielle Beginn der Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks gilt der 31. August 1936. Radio Prag kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken, das sich nicht nur im Äther, sondern in den letzten 17 Jahren auch im Internet abspielt.  mehr...

Invasion 1968: Russische Zeitzeugen erinnern sich

22-08-2011 16:17 | Martina Schneibergová

Der 21. August 1968 hat das Leben in der Tschechoslowakei von einem Tag auf den anderen vollständig verändert. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes hat das Leben einiger Generationen beeinflusst. Die Okkupation wurde inzwischen aus vielerlei Perspektiven dokumentiert. Bislang jedoch hat der Blick von der anderen Seite gefehlt. Die russische Sicht auf die Besetzung der Tschechoslowakei ist das Thema eines Buchs, das vorige Woche anlässlich des 43. Jahrestags des Einmarsches erschien. Am Sonntag, dem 21. August, brachte das öffentlich-rechtliche Fernsehen dann einen Dokumentarfilm, der auf diesem Buch basiert.  mehr...

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