Archiv: Geschichte | 1968 1968
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei
Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal
getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg
der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im
ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit
stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste
Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits.
Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande
abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels. mehr...
Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten
Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher
Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische
Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die
Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die
politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der
Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“,
dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben
damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als
letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...
Prager Frühling 1968 begann im Januar: der moskautreue Parteichef Antonín Novotný musste gehen
Der tschechoslowakische Staatspräsident Antonín Novotný steht eher
selten im Fokus historischer Betrachtungen. Dabei war er fast 15 Jahre lang
auch Erster Sekretär des Zentralkomitees der KPTsch und damit
ranghöchster Mann in der kommunistischen Staatspartei. In den politischen
Chefposten wurde Novotný im September 1953 gewählt. Vier Jahre später
gelang es ihm zudem, auch das prestigeträchtige Amt des Staatsoberhauptes
für sich zu erringen. Novotný galt als Moskau treuer Apparatschik, doch
unter seiner Führung erlebt die Tschechoslowakei die „Goldene
Sechziger“. Politologen bezeichnen dies als ein Widerspruch. Als dann die
Reformbewegung des so genannten Prager Frühlings begann, musste der
unterdurchschnittlich gebildete Staatsführer seine beiden Funktionen
niederlegen. Vor dem Hintergrund seiner politischen Laufbahn spiegelt sich
ein ganzes Kapitel der tschechischen Geschichte wieder. mehr...
Karlsuniversität stellt neue Webseite über Jan Palach vor
Vor 43 Jahren, am 16. Januar 1969, brannte beim Prager Wenzelsplatz eine
menschliche Fackel. Der 20-jährige Philosophiestudent Jan Palach hatte
sich aus Protest gegen die sowjetische Okkupation der Tschechoslowakei
selbst verbrannt, um seine Nation aus der sich verbreitenden Lethargie zu
wecken. Seinen schweren Brandverletzungen erlag er drei Tage später im
Krankenhaus. An Jan Palach wird dieser Tage mit mehreren
Gedenkveranstaltungen erinnert. In diesem Rahmen wird am Montag im Prager
Karolinum auch ein neues Multimedienprojekt der Karlsuniversität
vorgestellt. mehr...
Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš
Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held
und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen
Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die
sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das
Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten
gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als
Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die
Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...
Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus
Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für
KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging
es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die
Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung,
Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in
den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf
eine Entschädigung. mehr...
Gespannte Lage in Mitteleuropa war 1936 Anlass für die Gründung des Auslandssenders
Als der offizielle Beginn der Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks
gilt der 31. August 1936. Radio Prag kann auf ein bewegtes Leben
zurückblicken, das sich nicht nur im Äther, sondern in den letzten 17
Jahren auch im Internet abspielt. mehr...
Invasion 1968: Russische Zeitzeugen erinnern sich
Der 21. August 1968 hat das Leben in der Tschechoslowakei von einem Tag auf
den anderen vollständig verändert. Der Einmarsch der Truppen des
Warschauer Paktes hat das Leben einiger Generationen beeinflusst. Die
Okkupation wurde inzwischen aus vielerlei Perspektiven dokumentiert.
Bislang jedoch hat der Blick von der anderen Seite gefehlt. Die russische
Sicht auf die Besetzung der Tschechoslowakei ist das Thema eines Buchs, das
vorige Woche anlässlich des 43. Jahrestags des Einmarsches erschien. Am
Sonntag, dem 21. August, brachte das öffentlich-rechtliche Fernsehen dann
einen Dokumentarfilm, der auf diesem Buch basiert. mehr...
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