Archiv: Geschichte | 1968 1968

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei.  mehr...

Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus

29-10-2011 02:01 | Till Janzer, Milena Štráfeldová

Gulag Über 75.000 tschechische Bürger sind in den zurückliegenden Jahren für KZ und Zwangsarbeit in Hitlerdeutschland entschädigt worden. Anders erging es jenen Tschechoslowaken, die unmittelbar nach dem Krieg in die Sowjetunion verschleppt wurden. Schwerstarbeit, Unterernährung, Vergewaltigungen, tödliche Krankheiten wie Typhus - die meisten starben in den Lagern. Nur wenige überlebten, doch sie warten meist noch heute auf eine Entschädigung.  mehr...

Gespannte Lage in Mitteleuropa war 1936 Anlass für die Gründung des Auslandssenders

31-08-2011 19:14 | Martina Schneibergová

Als der offizielle Beginn der Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks gilt der 31. August 1936. Radio Prag kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken, das sich nicht nur im Äther, sondern in den letzten 17 Jahren auch im Internet abspielt.  mehr...

Invasion 1968: Russische Zeitzeugen erinnern sich

22-08-2011 16:17 | Martina Schneibergová

Der 21. August 1968 hat das Leben in der Tschechoslowakei von einem Tag auf den anderen vollständig verändert. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes hat das Leben einiger Generationen beeinflusst. Die Okkupation wurde inzwischen aus vielerlei Perspektiven dokumentiert. Bislang jedoch hat der Blick von der anderen Seite gefehlt. Die russische Sicht auf die Besetzung der Tschechoslowakei ist das Thema eines Buchs, das vorige Woche anlässlich des 43. Jahrestags des Einmarsches erschien. Am Sonntag, dem 21. August, brachte das öffentlich-rechtliche Fernsehen dann einen Dokumentarfilm, der auf diesem Buch basiert.  mehr...

„Die Munition lag ja überall herum“ – Kriegsspielplatz Ralsko versucht Neustart

14-07-2011 16:37 | Christian Rühmkorf

Aus dem ehemaligen Flughafen in Ralsko Verbrannte Erde – das ist, was oft übrig bleibt, wenn ein Krieg über das Land hinweggezogen ist. So war es auch in Ralsko / Rollberg kurz nach der Samtenen Revolution von 1989. Die Armeen mehrerer Länder waren über den riesigen Truppenübungsplatz im Norden Tschechiens gerollt. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg lagen hier 16 Dörfer. Die tschechoslowakische Armee hatte sie platt gewalzt. Die schlimmste Erbschaft hinterließ die Sowjetarmee, die 1968, nach der Okkupation der Tschechoslowakei, das Gebiet in Beschlag nahm. Christian Rühmkorf berichtet im Forum Gesellschaft über Vergangenheit und Zukunft einer Gegend mit tonnenschweren Altlasten.  mehr...

Einfluss der sowjetischen Propaganda auf die tschechoslowakische Gesellschaft in der Zwischenkriegszeit

09-07-2011 | Jitka Mládková

Sowjetische Propaganda In der Zwischenkriegszeit galt die Sowjetunion für hunderttausende Europäer, darunter auch viele Tschechen und Slowaken, als Symbol des Fortschritts und als Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Und das, obwohl der erste „sozialistische Staat der Welt“ nicht nur alle Parameter eines totalitären Staates hatte, sondern diese durch die Willkür des Stalinschen Regimes weit übertraf. Heutzutage, da man dies weiß, stellt sich die entscheidende Frage: Wie war es möglich, dass die Kommunisten in Moskau und anderswo ein derart glaubwürdiges Bild von der Sowjetunion zu zeichnen vermochten, das der Wirklichkeit diametral gegenüberstand.  mehr...

Das magische Prag - Angelo Maria Ripellino

09-07-2011 | Thomas Kirschner

Angelo Maria Ripellino Das unheimliche Prag - die schaurige, heimtückische Stadt, bevölkert von Schatten und Lemuren, ein gespenstisches Kabinett von Sonderlingen, Alchimisten und Scharlatanen, eingezwängt in lichtlose Gassen: Niemand hat die dunkle Seite des Prager Kosmos eindrücklicher beschrieben als ausgerechnet der Italiener Angelo Maria Ripellino in seinem 1972 erschienenen, überquellenden Essay „Magisches Prag“. Ein Porträt des 1978 verstorbenen sizilianischen Bohemisten und seines wohl berühmtestes Buches.  mehr...

Ivan Binar und der Sprung aus dem Fenster eines brennenden Hauses

05-07-2011 | Maria Hammerich-Maier

Ivan Binar Das Schreiben ist für Ivan Binar weder Beruf noch Berufung - ein ungewöhnliches Bekenntnis für einen Schriftsteller. Doch in Ivan Binars Leben ist manches ungewöhnlich verlaufen – wenn nicht sogar paradox. So endete die Aufführung eines harmlosen Musicals mit einer gerichtlichen Verurteilung. Ein paar Jahre darauf entschied sich Ivan Binar, nach Österreich ins Exil zu gehen – allerdings nicht freiwillig. Trotz solcher Paradoxe zieht sich ein roter Faden durch Ivan Binars Leben: Der Schriftsteller ist sich selbst und seinen Grundsätzen stets treu geblieben.  mehr...

Minister Vondra: Charakter des Warschauer Pakts drückt Okkupation von 1968 aus

28-06-2011 15:57 | Lothar Martin

Ein Jahrestag des Warschauer Pakts In Tschechien wird dieser Tage an zwei militärpolitische Meilensteine erinnert, die vor 20 Jahren gelegt wurden: an den kompletten Abzug der Sowjettruppen aus der damals noch föderativen Tschechoslowakei und an die friedliche Auflösung des Warschauer Pakts. Das endgültige Vertragsende des Verteidigungsbündnisses wurde am 1. Juli 1991 im Prager Palais Czernin, dem Sitz des tschechischen Außenministeriums besiegelt. Dem Ende des Warschauer Paktes gilt auch eine zweitägige Konferenz mit dem Titel „Europa – vereint und frei“, an der am Montag und Dienstag zahlreiche Politiker aus Mittel- und Osteuropa teilgenommen haben.  mehr...

Rosa Panzer als Symbol: Vor 20 Jahren zogen die Sowjettruppen ab

21-06-2011 16:34 | Martina Schneibergová

Foto: ČTK Ein Panzer steht seit Montag auf einem Block inmitten der Moldau in Prag. Der rosarote Koloss ist 1991 zum Symbol für den Abzug sowjetischer Truppen aus der Tschechoslowakei geworden. Mit der Installation des rosa Panzers auf der Moldau wurde die „Woche der Freiheit“ in Prag eröffnet. Bei einer Veranstaltungsreihe soll vor allem an das 20. Jubiläum des Abzugs der Sowjettruppen sowie an die Auflösung des Warschauer Paktes erinnert werden.  mehr...

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