Archiv: Geschichte | 1968 1968

Vom Pfadfinderzelt zum Propagandainstrument: Geschichte des Tschechoslowakischen Rundfunks

18-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

Der Tschechische Rundfunk hat Geburtstag: Er ist 90 Jahre alt geworden. Darum senden wir in unserem Kapitel aus der tschechischen Geschichte eine Collage historischer Radioaufnahmen, die wichtige und interessante Momente der Geschichte der Tschechoslowakei wiedergeben.  mehr...

Vom Pakt zur Verfolgung: Sozialdemokraten und Kommunisten nach dem Krieg

06-04-2013 02:01 | Jakub Šiška

Die Sozialdemokraten werden genauso wie die Kommunisten traditionell zur politischen Linken gezählt. Das ist nicht ganz falsch: Beide Parteien betonen die Sozialpolitik und in Tschechien kommen auch ihre Wähler immer noch überwiegend aus denselben Schichten, also der Unter- und Mittelschicht. Dass sie den Kommunisten aber nahe standen, wurde den Sozialdemokraten hierzulande nach dem Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis. Und bis heute beeinflusst diese tragische Partnerschaft die öffentliche Wahrnehmung der Sozialdemokraten in Tschechien. mehr...

Geschichte als Spielfilm – Dreiteiler „Der brennende Dornbusch“ über Jan Palach

02-03-2013 02:01 | Jitka Mládková

Am 16. Januar dieses Jahres jährte sich zum 44. Mal der Tag, an dem der tschechische Student Jan Palach in Prag sich selbst verbrannte. Diesmal wurde in Tschechien viel mehr als es in den letzten Jahren über das damalige Ereignis diskutiert. Einen Anstoß dazu gab das tschechische Abgeordnetenhaus. Es beschloss rund 23 Jahre nach der politischen Wende hierzulande, den 16. Januar zum Gedenktag an Jan Palach zu erklären. Der stärkere Auslöser für die breite Debatte war indes der erste Spielfilm über Palach mit dem Titel „Der brennende Dornbusch“. Der Streifen spielt in der Zeit der so genannten „Normalisierung“, die bald nach Palachs Begräbnis einsetzte. Nach der Liberalisierung während des Prager Frühlings übernahmen kommunistische Hardliner wieder die Kontrolle in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der damaligen Tschechoslowakei. mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

16-02-2013 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. In unseren Sendungen haben wir bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben - und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...

1948: Die Maschinerie der tschechoslowakischen Justiz setzt sich unter der Regie Moskaus in Bewegung

01-12-2012 02:01 | Jitka Mládková

Josef Urválek (Foto: Tschechisches Fernsehen) Ende November 1952 fand in Prag einer der grausamsten Schauprozesse in der Geschichte der Tschechoslowakei statt. Wegen angeblichen Hochverrats wurden elf zumeist ranghohe Vertreter des kommunistischen Regimes zu Tode verurteilt. Doch es war nicht der erste politische Prozess hierzulande und die hingerichteten Kommunisten stellten nur einen Bruchteil der Opfer dar, die nach der Machtergreifung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ / KPTsch) ihr Leben oder ihre Freiheit für viele Jahre verloren. Die gnadenlose Maschinerie der Justiz, in die tausende Menschen binnen kurzer Zeit gerieten, setzte sich unmittelbar nach dem Februar 1948 in Bewegung. Wie war dies möglich und wer gehörte zu der Armada der willigen Helfer? mehr...

Beim Schriftstellerkongress 1967 öffnet sich tiefe Kluft zwischen Kulturschaffenden und Parteispitze

08-09-2012 02:01 | Jitka Mládková

Der „Prager Frühling“ war 1968 eine Reformbewegung in der tschechoslowakischen kommunistischen Partei. Als Beginn gilt in der Regel der 5. Januar desselben Jahres. An diesem Tag wurde Alexander Dubček neuer Parteichef und löste damit Staatspräsident Antonín Novotný in dieser Funktion ab. Rund drei Monate später wurde Dubček zudem auch Staatsoberhaupt. Den Auftakt zum Prager Frühling bildete allerdings der IV. Kongress des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes Ende Juni 1967. mehr...

Věra Čáslavská: Harte Schicksalschläge durchzogen Leben der einstigen Turn-Ikone

22-08-2012 16:12 | Lothar Martin

Auch nach den Spielen in London bleibt Turnerin Věra Čáslavská die erfolgreichste tschechische Olympionikin aller Zeiten. Bei den Spielen in Mexiko vor 44 Jahren schaffte sie das Kunststück, als vierfache Olympiasiegerin gefeiert zu werden. Nur wenige Wochen zuvor hatten die Truppen des Warschauer Paktes die Tschechoslowakei besetzt und die Reformbewegung des Prager Frühlings niedergeschlagen. Das traurige Ereignis vom 21. August 1968 hat damals und auch später tiefe Spuren im Leben der einstigen Ausnahmeathletin hinterlassen. Darüber hat die populäre Rentnerin, die im Mai 70 wurde, vor kurzem erstmals ausführlich im Rundfunk gesprochen.  mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

März 1953: Pompöse Trauerfeiern für Josef Stalin und Klement Gottwald in der Tschechoslowakei

24-03-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald und Stalin Im März 1953 wurde in der Tschechoslowakei mit einer Woche Abstand zweimal getrauert. Im ersten Fall um einen Riesen, im zweiten Fall um einen Zwerg der internationalen Politszene. Am 5. März starb Josef Stalin und im ganzen Sowjetreich und allen Satellitenstaaten schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Neun Tage später folgte ihm der „erste Arbeiterpräsident“ der Tschechoslowakei, Klement Gottwald, ins Jenseits. Wie die Trauerfeiern für die beiden Staatsoberhäupter hierzulande abgehalten wurden, ist das Thema unseres Geschichtskapitels. mehr...

Nicht verpassen

Archiv

Mai 2013

MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031

April 2013

MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930

März 2013

MoDiMiDoFrSaSo
123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Komplettes Archiv

Aktuelle Sendung in Deutsch