Archiv: Geschichte | 1. Republik 1. Republik
Die Tschechoslowakei 1918 - 1945: Währungsreformer Rašín und Währungsretter Kalfus
Sie haben wieder Konjunktur: Begriffe wie Finanzkrise, Wirtschaftskrise und
Währungskrise oder Währungsrettung. Aber auch in der 75-jährigen
Geschichte der Tschechoslowakei waren die Schicksale wiederholt mit dem
Geldwesen verbunden. Im Folgenden „Kapitel aus der tschechischen
Geschichte“ wollen wir aus wirtschaftshistorischer Sicht auf zwei
Umbrüche zurückblicken: die Währungsreform nach der tschechoslowakischen
Staatsgründung im Oktober 1918 und die Sicherung der Finanzen vor
Hitler-Deutschland ab dem März 1939. In beiden Fällen bewahrten die
jeweiligen Finanzminister das Land vor Schlimmerem. mehr...
Von der Agglomeration zur Großstadt: Wie das moderne Prag entstand
Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter
existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der
Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie
es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90
Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration
Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...
Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille
Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten
Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer
Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland,
Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über
die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das
Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem
Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz
und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der
Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“
Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den
deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv
aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der
Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem
sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja
in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet.
Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in
Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim
Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...
Haute Couture von der Moldau in der Zwischenkriegszeit
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von Umbrüchen geprägt, die zu
großen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft führten - unter
anderem auch in der Mode. Bis zum Ersten Weltkrieg hielt sich beharrlich
dekorative und kunstvoll gearbeitete Kleidung mit Korsetts, Rüschen und
Schleppen. Nach 1918 nahm der Bedarf an praktischer und einfacher Kleidung
zu, bestärkt durch das neue Lebensgefühl der Nachkriegszeit – dies war
eine modische Revolution. Die Trends der Goldenen Zwanziger wurden auch in
der Hauptstadt der neugegründeten Tschechoslowakei reflektiert, wie die
bis zum 13. Mai verlängerte Ausstellung „Prager Modesalons 1900 –
1948“ veranschaulicht. Wer waren die Modeschöpfer, die damals in Prag
den Ton angaben? mehr...
Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf
der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die
deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen
den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche
Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus
mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben
der einfachen Arbeiter. mehr...
Labor der Macht: das Mausoleum auf dem Vítkov-Hügel
Die nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel in Prag ist nicht zu
übersehen. Das funktionalistische Gebäude wurde in den 1920er Jahren
erbaut, die große Reiterstatue des Heerführers Žižka wurde dort 1950
enthüllt. Das Gebäjude sollte ursprünglich als Gedenkstätte für die
neue Tschechoslowakische Republik dienen. In den 1950er Jahren verwandelten
die Kommunisten die Gedenkstätte in ein Mausoleum, in dem der erste
kommunistische Präsidente Gottwald einbalsamiert und aufbewahrt wurde. Am
25. Februar dieses Jahres wurde in den erhaltenen Räumlichkeiten des
einstigen Mausoleums eine Ausstellung mit dem Titel: „Das Labor der
Macht“ eröffnet. mehr...
Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten
Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher
Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische
Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die
Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die
politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der
Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“,
dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben
damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als
letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...
90 Jahre Groß-Prag: 1922 entstand die moderne Großstadt
Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter
existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der
Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie
es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90
Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration
Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...
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