Archiv: Geschichte | 1. Republik 1. Republik

Die Tschechoslowakei 1918 - 1945: Währungsreformer Rašín und Währungsretter Kalfus

14-07-2012 02:01 | Jitka Mládková

Alois Rašín Sie haben wieder Konjunktur: Begriffe wie Finanzkrise, Wirtschaftskrise und Währungskrise oder Währungsrettung. Aber auch in der 75-jährigen Geschichte der Tschechoslowakei waren die Schicksale wiederholt mit dem Geldwesen verbunden. Im Folgenden „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“ wollen wir aus wirtschaftshistorischer Sicht auf zwei Umbrüche zurückblicken: die Währungsreform nach der tschechoslowakischen Staatsgründung im Oktober 1918 und die Sicherung der Finanzen vor Hitler-Deutschland ab dem März 1939. In beiden Fällen bewahrten die jeweiligen Finanzminister das Land vor Schlimmerem. mehr...

Von der Agglomeration zur Großstadt: Wie das moderne Prag entstand

30-06-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90 Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...

Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg: Beneš durch die deutschböhmische Brille

12-05-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige Außenminister und Staatspräsident der Ersten Tschechoslowakischen Republik, war vor einiger Zeit das Thema einer Konferenz im Goethe-Institut in Prag. Historiker aus Deutschland, Tschechien, aber auch zum Beispiel aus Großbritannien diskutierten über die kontroversen Wahrnehmungen von Beneš. Geladen hatten das Masaryk-Institut und das Archiv der Wissenschaften gemeinsam mit dem Collegium Carolinum aus München. Marco Zimmermann war bei der Konferenz und hat nachgefragt, wie sich das Bild von Beneš bei den Deutschen aus der Tschechoslowakei gewandelt hat. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Historiker Smetana: „Es ist ein Mythos, dass Europa in Jalta geteilt wurde“

08-05-2012 | Till Janzer

Konferenz in Jalta Am 8. Mai wird in Tschechien offiziell der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern gedacht. Der Tag ist ein Feiertag. Ein Autorenkollektiv aus tschechischen Historikern hat 2009 über die Befreiung der Tschechoslowakei eine umfangreiche Studie herausgegeben. Die Historikem sagen, die Freiheit sei teuer erkauft worden – unter anderem sei sie ja in der mehr als 40 Jahre währenden kommunistischen Herrschaft gemündet. Einer der Autoren ist Vít Smetana vom Institut für Zeitgeschichte in Prag. Mit ihm an dieser Stelle ein Gespräch über Mythen und Fakten beim Weg der Nachkriegs-Tschechoslowakei in die Arme Moskaus. mehr...

Haute Couture von der Moldau in der Zwischenkriegszeit

05-05-2012 02:01 | Jitka Mládková

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von Umbrüchen geprägt, die zu großen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft führten - unter anderem auch in der Mode. Bis zum Ersten Weltkrieg hielt sich beharrlich dekorative und kunstvoll gearbeitete Kleidung mit Korsetts, Rüschen und Schleppen. Nach 1918 nahm der Bedarf an praktischer und einfacher Kleidung zu, bestärkt durch das neue Lebensgefühl der Nachkriegszeit – dies war eine modische Revolution. Die Trends der Goldenen Zwanziger wurden auch in der Hauptstadt der neugegründeten Tschechoslowakei reflektiert, wie die bis zum 13. Mai verlängerte Ausstellung „Prager Modesalons 1900 – 1948“ veranschaulicht. Wer waren die Modeschöpfer, die damals in Prag den Ton angaben? mehr...

Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei

01-05-2012 | Marco Zimmermann

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben der einfachen Arbeiter. mehr...

Labor der Macht: das Mausoleum auf dem Vítkov-Hügel

23-03-2012 16:49 | Martina Schneibergová

Nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel (Foto: Barbora Kmentová) Die nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel in Prag ist nicht zu übersehen. Das funktionalistische Gebäude wurde in den 1920er Jahren erbaut, die große Reiterstatue des Heerführers Žižka wurde dort 1950 enthüllt. Das Gebäjude sollte ursprünglich als Gedenkstätte für die neue Tschechoslowakische Republik dienen. In den 1950er Jahren verwandelten die Kommunisten die Gedenkstätte in ein Mausoleum, in dem der erste kommunistische Präsidente Gottwald einbalsamiert und aufbewahrt wurde. Am 25. Februar dieses Jahres wurde in den erhaltenen Räumlichkeiten des einstigen Mausoleums eine Ausstellung mit dem Titel: „Das Labor der Macht“ eröffnet. mehr...

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...

90 Jahre Groß-Prag: 1922 entstand die moderne Großstadt

14-01-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90 Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...

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