Archiv: Geschichte | 1. Republik 1. Republik

Haute Couture von der Moldau in der Zwischenkriegszeit

05-05-2012 02:01 | Jitka Mládková

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von Umbrüchen geprägt, die zu großen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft führten - unter anderem auch in der Mode. Bis zum Ersten Weltkrieg hielt sich beharrlich dekorative und kunstvoll gearbeitete Kleidung mit Korsetts, Rüschen und Schleppen. Nach 1918 nahm der Bedarf an praktischer und einfacher Kleidung zu, bestärkt durch das neue Lebensgefühl der Nachkriegszeit – dies war eine modische Revolution. Die Trends der Goldenen Zwanziger wurden auch in der Hauptstadt der neugegründeten Tschechoslowakei reflektiert, wie die bis zum 13. Mai verlängerte Ausstellung „Prager Modesalons 1900 – 1948“ veranschaulicht. Wer waren die Modeschöpfer, die damals in Prag den Ton angaben? mehr...

Von der Wiege bis zur Bahre – deutsche Arbeiter in der Tschechoslowakei

01-05-2012 | Marco Zimmermann

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird traditionell fast überall auf der Welt von den Arbeiterbewegungen gefeiert. Natürlich haben auch die deutschen Arbeiter in der Tschechoslowakei diesen Tag begangen. Wir wollen den Tag zum Anlass nehmen, um einmal einen Blick auf die deutsche Arbeiterbewegung in der Ersten Republik zu werfen. Sie bestand nämlich aus mehr als nur der Sozialdemokratischen Partei und formte das Alltagsleben der einfachen Arbeiter. mehr...

Labor der Macht: das Mausoleum auf dem Vítkov-Hügel

23-03-2012 16:49 | Martina Schneibergová

Nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel (Foto: Barbora Kmentová) Die nationale Gedenkstätte auf dem Vítkov-Hügel in Prag ist nicht zu übersehen. Das funktionalistische Gebäude wurde in den 1920er Jahren erbaut, die große Reiterstatue des Heerführers Žižka wurde dort 1950 enthüllt. Das Gebäjude sollte ursprünglich als Gedenkstätte für die neue Tschechoslowakische Republik dienen. In den 1950er Jahren verwandelten die Kommunisten die Gedenkstätte in ein Mausoleum, in dem der erste kommunistische Präsidente Gottwald einbalsamiert und aufbewahrt wurde. Am 25. Februar dieses Jahres wurde in den erhaltenen Räumlichkeiten des einstigen Mausoleums eine Ausstellung mit dem Titel: „Das Labor der Macht“ eröffnet. mehr...

Der „siegreiche Februar“ 1948 und die Berichte westlicher Diplomaten

25-02-2012 02:01 | Jitka Mládková

Klement Gottwald am 25. Februar 1948 Der 25. Februar 1948 ist ein symbolträchtiges Datum, als „siegreicher Februar“ ist er in die tschechoslowakische beziehungsweise tschechische Geschichte eingegangen. „Siegreich“ war er aber nur für die Kommunisten, die an diesem Tag die Macht im Land übernahmen. Für die politische und gesellschaftliche Opposition begannen 41 Jahre der Unterdrückung. Außenpolitisch bedeutete der „siegreiche Februar“, dass die Tschechoslowakei unter den Einfluss der Sowjetunion kam. Wie haben damals die Westmächte darauf reagiert, dass Stalin nun auch die ČSR als letztes der Ostblockländer in seinen Griff bekam? mehr...

90 Jahre Groß-Prag: 1922 entstand die moderne Großstadt

14-01-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Viele Leute kennen Prag als eine Stadt, die bereits seit dem Mittelalter existiert. In Reiseführern wird oft auf die facettenreiche Geschichte der Stadt im Laufe der Jahrhunderte hingewiesen. Das moderne Prag aber, so wie es heute aussieht, gibt es offiziell erst seit 1922, also seit genau 90 Jahren. Damals kam es zu einer Verwaltungsreform, die aus der Agglomeration Prag das vereinigte Groß-Prag machte. mehr...

Im Dorf Nehvizdy wurde Landung der Heydrich-Attentäter vor 70 Jahren gedacht

28-12-2011 14:38 | Lothar Martin

In der Betrachtung auf die Geschehnisse während des Zweiten Weltkriegs werden in Tschechien immer mehr Lücken geschlossen. Haben die Tschechen dem Kampf ihrer Soldaten in den ausländischen Armeen von jeher viel Stolz entgegengebracht, so ist der Widerstand vor Ort, im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren, dagegen noch immer nicht umfassend erforscht. Das hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Neuerlicher Beleg dafür ist eine Gedenkveranstaltung, die am Mittwoch in der mittelböhmischen Gemeinde Nehvizdy begangen wurde: Sie fand aus Anlass des 70. Jahrestages der Landung jener zwei Fallschirmspringer statt, die fünf Monate später das tödliche Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich in Prag verübten. mehr...

Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution

24-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Der Christbaum mit strahlenden Kerzen, die Weihnachtskrippen, die Bescherung zu Heiligabend, der Karpfen, hausgemachtes Gebäck - dies und vieles mehr sind heutzutage Symbole, die in unseren Breiten für Weihnachten stehen. Im Prinzip ein Fest in Hülle und Fülle in einer friedlichen Atmosphäre. Und vor allem im engen Kreis der Familie. Für viele Tschechen kommen noch die vergangenen 22 Jahre hinzu, das heißt das Leben in Freiheit als bedeutender Faktor. Dass aber die Zeichen der Weihnachtszeit in der Vergangenheit oft anders standen, davon erzählt ein vor Jahresfrist erschienenes Buch mit dem Titel „Tschechische Weihnachten 1918 – 1989: seit der Gründung der Republik bis zur Samtenen Revolution“. Kurz vor Weihnachten haben die Tschechischen Zentren in München, Düsseldorf und Berlin Präsentationen dieses Buches in Deutschland veranstaltet. Geschrieben wurde das Werk vom Historikerehepaar Petr Koura und Pavlína Kourová. Jitka Mládková hat mit der männlichen Hälfte des Autorenduos gesprochen. Sie hören eine Sonderausgabe unseres Kapitels aus der tschechischen Geschichte. mehr...

Triumphale Rückkehr - der Weg zum tschechischen Kult um Edvard Beneš

17-12-2011 02:01 | Till Janzer

Edvard Beneš Edvard Beneš, der ehemalige tschechoslowakische Staatspräsident, ist Held und Reizfigur zugleich. Es kommt nur darauf an, wen man fragt. Vor einigen Wochen haben wir hier in unseren Sendungen bereits über die sudetendeutsche Wahrnehmung von Beneš gesprochen. Nun beleuchten wir das Bild, das sich die tschechoslowakischen Bürger von ihrem Präsidenten gemacht haben- und zwar in der Zeit ab dem Münchner Abkommen von 1938, als Beneš abdankte, und vor allem während seiner triumphalen Rückkehr in die Nachkriegs-Tschechoslowakei. mehr...

Die Tschechoslowakei 1918 - 1945: Währungsreformer Rašín und Währungsretter Kalfus

10-12-2011 02:01 | Jitka Mládková

Alois Rašín Sie haben wieder Konjunktur: Begriffe wie Finanzkrise, Wirtschaftskrise und Währungskrise oder Währungsrettung. Aber auch in der 75-jährigen Geschichte der Tschechoslowakei waren die Schicksale des Landes wiederholt mit dem seines Geldwesens verbunden. Im Folgenden „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“ wollen wir aus wirtschaftshistorischer Sicht auf zwei Umbrüche zurückblicken: die Währungsreform nach der tschechoslowakischen Staatsgründung im Oktober 1918 sowie die Sicherung der Finanzen vor Hitler-Deutschland ab dem März 1939. In beiden Fällen bewahrten die jeweiligen Finanzminister das Land vor Schlimmerem. mehr...

Verehrt, verspottet, vergessen: Ausstellung über First Ladies in Roztoky bei Prag

25-11-2011 17:54 | Martina Schneibergová

Schicksal oder Mission? Diese Frage wird im Untertitel einer Ausstellung gestellt, die vor kurzem im Mittelböhmischen Museum in Roztoky bei Prag eröffnet wurde. Thema der Ausstellung ist das Leben und die Rolle der Ehefrauen der tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten. Einige von ihnen wurden von der Öffentlichkeit geliebt, andere wurden eher verspottet. Von einigen der First Ladies wusste man nur noch, dass es sie gab. mehr...

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