Archiv: Europäische Union | Euro Euro
Die Krise und der Euro – Kommissionspräsident Van Rompuy in Prag
Seit einem knappen Monat weht auf der Prager Burg die europäische Flagge.
Nun kam EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nach Prag. Er traf sich sowohl
mit Staatspräsident Miloš Zeman, als auch mit Premier Petr Nečas. mehr...
Vladimír Špidla: Wir müssen europäische Integration abseits der Wirtschaft forcieren
Die Europäische Union wird bei ihrem Gipfel diese Woche erneut nach einem
Weg aus der Schuldenkrise suchen. Doch braucht es eher mehr oder vielleicht
doch weniger Europa? Während sich die tschechische Regierung für ein
Europa der vielen Geschwindigkeiten einsetzt und beispielsweise bei der
Fiskalunion nicht mitmacht, gibt es auch andere Stimmen aus Tschechien.
Allen voran der frühere tschechische EU-Kommissar und ehemalige
sozialdemokratische Premier Vladimír Špidla. Er hat sich gegenüber Radio
Prag über das Projekt Europäische Union geäußert.
mehr...
Vor EU-Gipfel: Tschechien droht mit Veto bei Thema Bankenunion
Vor dem Hintergrund der ungelösten Griechenland-Krise kommen die
EU-Staats- und Regierungschefs ab Donnerstagnachmittag in Brüssel
zusammen. Wichtigstes Thema des Gipfeltreffens ist der Umbau der Eurozone.
Dabei geht es vor allem um die umstrittene Bankenaufsicht. Frankreich
drückt bei dem Prestigevorhaben aufs Tempo, während Deutschland es nicht
eilig hat. Und die Tschechische Republik steht diesem Vorhaben sogar
skeptisch gegenüber. mehr...
EU-Gipfel: Bankenaufsicht nur für Eurozone, Wachstumspakt auch für Tschechien
Wachstumspakt und Bankenaufsicht – das sind die beiden Themen, die die
tschechische Politik im Vorfeld des EU-Gipfels vergangene Woche am meisten
interessiert hatten. Wie werden nun in Prag die Ergebnisse des EU-Gipfels
bewertet? mehr...
Tschechische Stimmen zum griechischen Wahlergebnis
Griechenland hat gewählt – und das Ergebnis wurde nicht nur in
Deutschland spannend erwartet. Auch in der Tschechischen Republik
beobachteten Politiker und politische Analysten den Wahlausgang. Denn
obwohl Tschechien nicht Mitglied der Eurozone ist, hängt die Wirtschaft
hierzulande stark vom Export nach Europa ab. mehr...
Tschechien rechnet weiter mit dem Euro
Wann wird der Euro in Tschechien eingeführt? Wird er überhaupt
eingeführt? Diese Fragen sind in der letzten Zeit aufgekommen.
Staatspräsident Klaus hat die Annahme der Gemeinschaftswährung allgemein
in Frage gestellt, die Mehrheit der Bürger ist derzeit laut
Meinungsumfragen gegen den Euro. Und Premier Nečas hat kürzlich
abgelehnt, den EU-Fiskalpakt zu unterschreiben. Doch jetzt heißt es, dass
die Einführung des Euro in Tschechien mitnichten in Frage steht. mehr...
Tschechien und der EU-Gipfel: keine Fiskalunion, aber mehr Wettbewerb
Wenn am Freitagmorgen die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten den
Fiskalpakt unterschreiben, werden zwei von ihnen fehlen: David Cameron und
Petr Nečas. Mit dem britischen Premierminister hatte niemand gerechnet,
spätestens seit Mittwoch ist aber klar, dass auch der tschechische Premier
definitiv nicht dabei sein wird. Einsetzen will sich Tschechien beim
anstehenden EU-Gipfel stattdessen für mehr Wettbewerb und Liberalisierung.
Doch im Land wird weiterhin kontrovers über den Fiskalpakt diskutiert. mehr...
Diskussion um Fiskalpakt: „In Tschechien fehlt eine Europa-Debatte“
Dass die tschechische Regierung nicht unbedingt auf einer Euphorie-Welle
für Europa schwimmt, hat sich in der Vergangenheit schon des Öfteren
gezeigt. Jüngst zeigte sich diese Euroskepsis am Beispiel der Debatte um
den europäischen Fiskalpakt, für den die Unterschrift Tschechiens bis
heute nicht sicher ist. Welche Folgen das Verweigern einer Unterschrift
oder eben vielleicht doch eine endgültige Zusage zum Fiskalpakt für
Tschechien haben könnte, das beurteilte die Prager
Universitätsprofessorin Lenka Rovná für Radio Prag. Sie hat den
Jean-Monnet-Lehrstuhl am Institut für Westeuropäische Studien der
Karlsuniversität inne. mehr...
Vladimír Špidla: Wir müssen europäische Integration abseits der Wirtschaft forcieren
Die Europäische Union steckt in einer Schuldenkrise, eine Antwort auf das
Problem soll die erst jüngst in Brüssel beschlossene Fiskalunion sein.
Dabei handelt es sich um eine europäische Vereinbarung zu mehr
Haushaltsdisziplin, die aber von Tschechien – wie auch von
Großbritannien – bisher nicht mittragen will. Stellt sich Tschechien im
Prozess der europäischen Integration damit aber nicht ins Abseits? Eine
Frage, die hierzulande immer häufiger und auch sehr kontrovers diskutiert
wird. Radio Prag hat darüber mit dem früheren tschechischen EU-Kommissar
und ehemaligen sozialdemokratischen Premier Vladimír Špidla gesprochen. mehr...
„Schwarzenberg wird zurücktreten“ – Politologe Schuster zum Streit um die Fiskalunion
Auf den Tag genau vor einer Woche weigerte sich Tschechiens Regierungschef
Petr Nečas beim EU-Gipfel in Brüssel dem geplanten Fiskalpakt der
Europäischen Union beizutreten. Die Tschechen sind damit, neben den
Briten, die einzigen, die dem Abkommen fern bleiben. Während allerdings
London schon früher sein Nein signalisiert hat, sorgte die Haltung Prags
für ziemliches Unverständnis. Was in Europa Kopfschütteln hervorrief,
entfachte in Tschechien einen neuen Konflikt innerhalb der ohnehin schon
fragilen bürgerlichen Regierungskoalition. Außenminister Karel
Schwarzenberg griff Regierungschef Nečas öffentlich scharf an, indem er
ihn bezichtigte, “dem national-sozialistischen Flügel” in seiner
eigenen Partei nachgegeben zu haben. Nečas schoss wiederum ebenso scharf
zurück und bezeichnete die Äußerungen des Außenministers als “Gerede,
wie auf einem ländlichen Tanzfest”. Nichtsdestotrotz wollen beide
Spitzenpolitiker am Dienstag zusammenkommen und über ihre
unterschiedlichen Standpunkte diskutieren. Den Konflikt um die tschechische
Europapolitik analysiert unser Mitarbeiter, der Politikwissenschaftler
Robert Schuster: mehr...
+1




