Archiv: Außenpolitik | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
Prag und das EU-Budget: Mehr Geld um jeden Preis?
Ein wenig ist es wie mit dem halb leeren und dem halb vollen Glas: Bei den
Verhandlungen über den kommenden EU-Haushalt ist die Position der
Tschechen entweder eine Zwickmühle - oder aber eine gar nicht so
unangenehme Möglichkeit, erstmal die anderen zum Zug kommen zu lassen.
Gerald Schubert berichtet über die jüngsten Entwicklungen:
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Paroubek besuchte Merkel: Prag und Berlin setzen auf Kontinuität in den Beziehungen
Es war das erste Zusammentreffen des tschechischen Premierministers Jiri
Paroubek mit der neuen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am
Dienstag sprachen beide in Berlin über bilaterale Fragen und steckten
natürlich auch ihre Positionen für die bevorstehenden Verhandlungen über
das EU-Budget ab. Gerald Schubert war in Berlin dabei.
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"Die mächtigste Frau in der Männerwelt"
Wenn wir die tschechischen Tageszeitungen vom Mittwoch aufschlagen, lacht
uns in jeder Ausgabe Angela Merkel entgegen. Die offiziellen Stimmen
beschränken sich jedoch bisher meist auf Glückwünsche. Der tschechische
Premierminister Jiri Paroubek erhofft sich, dass die tschechisch-deutschen
Beziehungen auch weiterhin zukunftsorientiert bleiben. Die Kommentare der
tschechischen Medien fasst Bara Prochazkova zusammen. mehr...
Sachsen: Nicht nur ein wichtiger Handelspartner für Tschechien
Dieser Tage wurden wiederholt positive Zahlen der tschechischen
Außenhandelsbilanz publik gemacht. Die Rede war von einer echten
Rekordwelle in der Geschichte der Tschechischen Republik. Die im September
festgestellte Exportsteigerung um 5,3 Prozent ist zum Großteil auf den
gegenwärtigen Boom der tschechischen Automobilindustrie zurückzuführen.
Dass Tschechien in diesem Bereich auch für das benachbarte Sachsen ein
bedeutender Handelspartner ist, bestätigte vor etwa einer Woche der
Ministerpräsident des Freistaats, Georg Milbradt, bei einem eintägigen
Arbeitsbesuch in Prag. Doch nicht nur das war Thema eines Interviews, das
mit Milbradt Jitka Mladkova geführt hat. Milbradt ging darin u.a. auch auf
die aktuelle politische Lage in Deutschland nach der Bundestagswahl ein und
räumte ein, dass sich diese auch auf die Situation in Europa und damit
namentlich auf die kleineren EU-Länder auswirken könnte.
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Sächsischer Ministerpräsident Georg Milbradt besuchte Prag
Ministerpräsident Jiri Paroubek (CSSD), der Vizevorsitzende der
Bürgerdemokraten Petr Necas (ODS), Außenminister Cyril Svoboda (KDU-CSL)
und einige andere waren am Mittwoch Gesprächspartner des sächsischen
Ministerpräsidenten Georg Milbradt, der zu einem eintägigen Besuch in Prag
weilte. Auf seinem Programm stand auch ein Treffen mit Journalisten. Jitka
Mladkova war für Radio Prag dabei und fasst zusammen:
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Tschechien und Deutschland nach der EU-Erweiterung: Eine hoffnungsvolle Beziehung mit schwierigem Start
Vor genau 87 Jahren wurde die Tschechoslowakei gegründet, die Tschechische
Republik ist nun bereits mehr als 12 Jahre alt. Gerade in der geopolitisch
sensiblen Lage mitten in Europa galt dabei von Anfang an: Der Staat ist nie
einfach nur das Ergebnis seiner inneren Organisation, sondern er definiert
sich auch über die Beziehung zu anderen Staaten - vor allem über die
Beziehung zu seinen Nachbarn. Unsere Sondersendung zum tschechischen
Staatsfeiertag befasst sich diesmal nicht mit der Geschichte Tschechiens
selbst, nicht mit den Gründungsmythen des Landes und auch nicht mit der
mehrmals abrupt unterbrochenen Kontinuität seiner selbstständigen
Entwicklung. Wir wollen die nächsten Minuten vielmehr der Beziehung zum
Nachbarland Deutschland widmen. Das Verhältnis zwischen beiden Ländern,
das war nämlich in den letzten Jahren rasanten Veränderungen unterworfen -
und doch hat es sich noch nicht völlig befreit von den Wunden der
Vergangenheit. Tschechien und Deutschland nach der EU-Erweiterung - eine
hoffnungsvolle Beziehung mit schwierigem Start. Gerald Schubert berichtet.
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Tschechien und Merkel - alles bleibt gut
Der König ist tot, es lebe - die Königin! Nach dreiwöchigem Tauziehen um
die neue deutsche Bundesregierung ist seit Montag nun offiziell, was schon
lange abzusehen war: Angela Merkel wird die erste Regierungschefin in der
deutschen Geschichte. Thomas Kirschner fasst die Reaktionen aus Tschechien
zusammen.
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"Wenn ich Gerhard Schröder wäre..." - Die deutschen Wahlen und ihre Bedeutung für Tschechien
Im Gebälk der tschechischen Regierungskoalition hat es in den vergangenen
Tagen wieder einmal laut hörbar gekracht. Die Spannungen, die ziehen sich
aber schon seit längerem hin und lassen sich etwa so auf einen Nenner
bringen: Die stärkste Regierungspartei, die Sozialdemokratische CSSD,
wirft den christdemokratischen Koalitionspartnern von der KDU-CSL vor,
immer offener mit der oppositionellen Demokratischen Bürgerpartei (ODS) zu
kokettieren. Die Christdemokraten wiederum sind schlecht auf die
Sozialdemokaten zu sprechen und meinen, dass diese immer öfter mit den
oppositionellen Kommunisten (KSCM) gemeinsame Sache machen. Der vorläufig
letzte Akt in diesem Eifersuchtsdrama begann kurz nach der deutschen
Bundestagswahl. Und das könnte durchaus mehr sein als nur Zufall.
Inwieweit beeinflusst der Wahlausgang in Deutschland die tschechische
Politik? Dieser Frage geht Gerald Schubert im nun folgenden Schauplatz
nach:
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