Archiv: Außenpolitik | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
Politologe Schuster: Es ist gut, wenn Deutschland und Tschechien über strittige Fragen reden
Am Dienstag wird die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem kurzen
Arbeitsbesuch in Prag eintreffen. Auf ihrem Programm wird neben
Unterredungen mit Premier Petr Nečas und Präsident Václav Klaus auch
eine Diskussion mit tschechischen Studenten über die Zukunft der
Europäischen Union auf dem Programm stehen. Aber auch die
unterschiedlichen Haltungen beider Länder zur Energiepolitik werden zur
Sprache kommen. Der Besuch der Kanzlerin, die vor vier Jahren das letzte
Mal die Tschechische Republik besuchte, wird darüber hinaus aber wohl auch
die Gelegenheit für eine Bilanz der deutsch-tschechischen Beziehungen
bieten. Schließlich kann man in diesem Jahr sowohl auf den zwanzigsten
Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags als auch auf die
Unterzeichnung der Deutsch-Tschechischen Erklärung aus dem Jahr 1997
zurückblicken. Über die Themen von Merkels Prag-Besuch hat Lothar Martin
mit dem Politologen und Radio-Prag-Mitarbeiter Robert Schuster gesprochen. mehr...
Tschechische Kommentatoren sehen Joachim Gauck als Symbol für Kampf gegen Kommunismus
Führende tschechische Politiker haben die Wahl von Joachim Gauck zum
deutschen Bundespräsidenten begrüßt. Und auch die tschechischen
Tageszeitungen widmen dem neuen Staatsoberhaupt einige Aufmerksamkeit. mehr...
Gute Nachbarschaft, gute Partnerschaft und offene Türen: Treffen von Westerwelle und Schwarzenberg in Prag
Wir haben schon mehrmals darüber berichtet: Am 27. Februar feierte der
Tschechoslowakisch-Deutsche Vertrag über gute Nachbarschaft seinen 20.
Geburtstag. Am Dienstag besuchte Bundesaußenminister Guido Westerwelle
seinen Prager Amtskollegen Karel Schwarzenberg, um gemeinsam mit ihm und
dem tschechischen Senat diesen feierlichen Anlass zu begehen. mehr...
Wie die tschechisch-deutsche Aussöhnung begann: 20 Jahre Nachbarschaftsvertrag
Genau 20 Jahre ist es her, dass das wiedervereinigte Deutschland mit der
demokratischen Tschechoslowakei das erste Abkommen geschlossen hat: den
Deutsch-Tschechoslowakischen Vertrag über gute Nachbarschaft. Ihm voraus
gingen schwierige Verhandlungen aufgrund der gemeinsamen Geschichte, die
durch Nationalsozialismus und Vertreibung belastet war und es zum Teil bis
heute ist.
mehr...
„Hofer Dialog“ – Treffen von tschechischen und deutschen Innenministern in Bayern
Schon lange beschweren sich die tschechischen Autofahrer, an der Grenze zu
Deutschland ständig kontrolliert zu werden. Die deutschen
Sicherheitsbehörden beklagen dagegen die Zunahme des Drogenschmuggels.
Grund genug für ein Gipfeltreffen der Innenminister Tschechiens und
Deutschlands am Montag im bayerischen Hof. mehr...
Stromnetze: Tschechien überlegt von Deutschland Transitgebühren zu verlangen
Seit vielen Jahren schon kritisieren tschechische Politiker, dass das
Energienetz ihres Landes immer wieder Strom aus deutschen Windkraftwerken
aufnehmen muss und dabei an seine Belastungsgrenzen gerät. Nach
tschechischen Berechnungen sollen diese Fälle noch zugenommen haben, seit
im Nachbarland der Atomausstieg eingeleitet wurde. Hintergrund ist, dass
Deutschland selbst beim Ausbau seines Stromnetzes nicht hinterherkommt. Im
Herbst hatten die Politiker in Prag deswegen den Einbau so genannter
Phasenschieber erwogen. Doch nun gibt es eine neue Idee. mehr...
„Weiter ein Stabilisierungsfaktor“ – 15 Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung
Im Januar 1997 war es soweit: Bundeskanzler Helmut Kohl und der
tschechische Premier Václav Klaus unterzeichneten die
Deutsch-Tschechische
Erklärung. Das Dokument wurde zum Grundstein für die Aussöhnung der
Menschen aus beiden Ländern. Denn Tschechien und Deutschland
vereinbarten,
dass die Vergangenheit nicht die Beziehungen der Gegenwart belasten soll.
Auf dieser Grundlage sind seitdem Hunderte von Initiativen entstanden und
es haben viele Begegnungen stattgefunden. Bei der Verwirklichung solcher
Projekte hilft der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, der aus der
Erklärung heraus gegründet wurde. Tomáš Jelínek ist tschechischer
Co-Vorsitzender des Zukunftsfonds, gegenüber Radio Prag bilanzierte er 15
Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung. mehr...
Horst Seehofer in Prag – Weniger Vergangenheit, mehr Zukunft
Zwei Tage lang weilte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer vergangene
Woche in Tschechien. Er machte somit sein Versprechen wahr, das er vor fast
genau einem Jahr bei seiner ersten Prager Visite gab: nämlich bald wieder
zu kommen. Die über viele Jahre dauernde Eiszeit zwischen den beiden
Nachbarländern wegen der Schirmherrschaft Bayerns über die
Sudetendeutschen scheint endgültig gebrochen. Die Politik holt nun in
großen Schritten nach, was die Unternehmen beider Länder mit ihren
intensiven Beziehungen und ihrer guten Vernetzung schon seit Jahren
praktizieren. mehr...
Zweiter Besuch Seehofers in Prag – Normalisierung der tschechisch-bayerischen Beziehungen
Bereits zum zweiten Mal im Laufe eines Jahres besucht der bayerische
Ministerpräsident Prag. Während sein erster Besuch noch dazu gedacht war,
das Eis zu brechen – es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch
eines bayerischen Ministerpräsidenten in Tschechien überhaupt – gilt
der jetzige Aufenthalt als ein Beweis für die Normalisierung der
Verhältnisse. mehr...
Tschechien bietet Deutschen öffentliche Diskussionen über Temelín an
Tschechien und Deutschland haben zwei grundverschiedene Positionen zur
Atomkraft. Während die Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen hat,
plant Prag, die Nuklearenergie stärker zu nutzen. Das südböhmische
Atomkraftwerk Temelín soll zwei weitere Reaktorblöcke erhalten. Doch
atomare Strahlung kennt keine Grenzen, und in Deutschland sowie in
Österreich stößt der Temelín-Ausbau auf Ängste. Die tschechische
Regierung will dem nun entgegenwirken und hat sich zu einem
außergewöhnlichen Schritt entschlossen. mehr...
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