Archiv: Außenpolitik | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
„Hofer Dialog“ – Treffen von tschechischen und deutschen Innenministern in Bayern
Schon lange beschweren sich die tschechischen Autofahrer, an der Grenze zu
Deutschland ständig kontrolliert zu werden. Die deutschen
Sicherheitsbehörden beklagen dagegen die Zunahme des Drogenschmuggels.
Grund genug für ein Gipfeltreffen der Innenminister Tschechiens und
Deutschlands am Montag im bayerischen Hof. mehr...
Stromnetze: Tschechien überlegt von Deutschland Transitgebühren zu verlangen
Seit vielen Jahren schon kritisieren tschechische Politiker, dass das
Energienetz ihres Landes immer wieder Strom aus deutschen Windkraftwerken
aufnehmen muss und dabei an seine Belastungsgrenzen gerät. Nach
tschechischen Berechnungen sollen diese Fälle noch zugenommen haben, seit
im Nachbarland der Atomausstieg eingeleitet wurde. Hintergrund ist, dass
Deutschland selbst beim Ausbau seines Stromnetzes nicht hinterherkommt. Im
Herbst hatten die Politiker in Prag deswegen den Einbau so genannter
Phasenschieber erwogen. Doch nun gibt es eine neue Idee. mehr...
„Weiter ein Stabilisierungsfaktor“ – 15 Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung
Im Januar 1997 war es soweit: Bundeskanzler Helmut Kohl und der
tschechische Premier Václav Klaus unterzeichneten die
Deutsch-Tschechische
Erklärung. Das Dokument wurde zum Grundstein für die Aussöhnung der
Menschen aus beiden Ländern. Denn Tschechien und Deutschland
vereinbarten,
dass die Vergangenheit nicht die Beziehungen der Gegenwart belasten soll.
Auf dieser Grundlage sind seitdem Hunderte von Initiativen entstanden und
es haben viele Begegnungen stattgefunden. Bei der Verwirklichung solcher
Projekte hilft der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, der aus der
Erklärung heraus gegründet wurde. Tomáš Jelínek ist tschechischer
Co-Vorsitzender des Zukunftsfonds, gegenüber Radio Prag bilanzierte er 15
Jahre Deutsch-Tschechische Erklärung. mehr...
Horst Seehofer in Prag – Weniger Vergangenheit, mehr Zukunft
Zwei Tage lang weilte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer vergangene
Woche in Tschechien. Er machte somit sein Versprechen wahr, das er vor fast
genau einem Jahr bei seiner ersten Prager Visite gab: nämlich bald wieder
zu kommen. Die über viele Jahre dauernde Eiszeit zwischen den beiden
Nachbarländern wegen der Schirmherrschaft Bayerns über die
Sudetendeutschen scheint endgültig gebrochen. Die Politik holt nun in
großen Schritten nach, was die Unternehmen beider Länder mit ihren
intensiven Beziehungen und ihrer guten Vernetzung schon seit Jahren
praktizieren. mehr...
Zweiter Besuch Seehofers in Prag – Normalisierung der tschechisch-bayerischen Beziehungen
Bereits zum zweiten Mal im Laufe eines Jahres besucht der bayerische
Ministerpräsident Prag. Während sein erster Besuch noch dazu gedacht war,
das Eis zu brechen – es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch
eines bayerischen Ministerpräsidenten in Tschechien überhaupt – gilt
der jetzige Aufenthalt als ein Beweis für die Normalisierung der
Verhältnisse. mehr...
Tschechien bietet Deutschen öffentliche Diskussionen über Temelín an
Tschechien und Deutschland haben zwei grundverschiedene Positionen zur
Atomkraft. Während die Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen hat,
plant Prag, die Nuklearenergie stärker zu nutzen. Das südböhmische
Atomkraftwerk Temelín soll zwei weitere Reaktorblöcke erhalten. Doch
atomare Strahlung kennt keine Grenzen, und in Deutschland sowie in
Österreich stößt der Temelín-Ausbau auf Ängste. Die tschechische
Regierung will dem nun entgegenwirken und hat sich zu einem
außergewöhnlichen Schritt entschlossen. mehr...
Detlef Lingemann: Deutschlands neuer Botschafter in Prag
Er war unter Anderem ständiger Vertreter des deutschen Botschafters in
Mali, Diplomat in Moskau und Washington sowie Botschafter in Aserbaidschan.
Seit etwa zwei Monaten ist Detlef Lingemann nun der neue Botschafter
Deutschlands in der Tschechischen Republik. Mit Radio Prag sprach Lingemann
über die Herausforderungen für die Diplomatie in Zeiten der
Schuldenkrise, über die Bewältigung der Vergangenheit, die
Energiesicherheit der Zukunft und über seinen Lieblingsplatz im Prager
Palais Lobkowicz. mehr...
Junge Tschechen im Deutschen Bundestag – das Internationale Parlamentsstipendium
Sie kommen aus 28 Ländern, auch aus Tschechien. Insgesamt sind es 120
Stipendiaten, die für ein knappes halbes Jahr nach Berlin reisen. Im
Deutschen Bundestag machen sie dort ein Praktikum. In dieser Woche wurden
die Stipendiaten aus Tschechien ausgewählt und von Bartholomäus Kalb in
der Deutschen Botschaft in Prag empfangen. Kalb ist Mitglied des Deutschen
Bundestages für die CSU. mehr...
Grenzüberschreitende Beziehungen: SPD-Bundestagsabgeordnete aus Bayern in Prag
Bayern ist nicht nur Nachbar von Tschechien, sondern auch der wichtigste
Handelspartner. Doch gibt es an bayerischen Schulen bisher nur wenig
Tschechischunterricht, und auf tschechischer Seite soll Deutsch als
Pflichtfremdsprache abgeschafft werden. Ein weiteres Problem besteht in der
Verkehrsinfrastruktur: Bei der Bahn fehlen angemessene Verbindungen, einzig
geplant ist eine Hochgeschwindigkeitstrasse im Rahmen der
Transeuropäischen Netze zwischen Prag und München, aber das ist
Zukunftsmusik. Zu diesen und anderen Themen führte die Landesgruppe Bayern
der SPD-Bundestagsfraktion in der vergangenen Woche Gespräche in Prag.
Dazu Martin Burkert, Abgeordneter aus Nürnberg und Vorsitzender der
Landesgruppe. mehr...
„Schweren Herzens“ – Botschafter Johannes Haindl wechselt nach Brüssel
Johannes Haindl war zwei Jahre lang der Hausherr im wunderschönen Prager
Palais Lobkowicz und zwar als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland.
Lange vor Ablauf seiner Zeit an der Moldau hat er Ende August den Hut
genommen und ist dem Ruf nach Brüssel gefolgt. Mittlerweile hat schon sein
Nachfolger – Botschafter Detlef Lingemann – die Amtsgeschäfte
übernommen. Im Gespräch mit Christian Rühmkorf bilanziert Botschafter
Haindl auf seinem Abschiedsempfang die Prager Zeit – mit Höhen und
Tiefen. mehr...
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