Archiv: Außenpolitik | Tschechisch-deutsche Beziehungen Tschechisch-deutsche Beziehungen
Deutscher Botschafter chattet mit tschechischen Bürgern
Deutschland ist für viele Tschechen ein Land mit zwei ausgeprägten
Gesichtern. Es ist das Land, dessen aggressive Züge schmerzhafte Spuren in
der tschechischen Erinnerung hinterlassen haben. Es ist aber zugleich das
Nachbarland, das durch seine Größe und Wirtschaftsleistung eine ungeheure
Anziehungskraft entfaltet. Genügend Gründe, weshalb sich in dieser Woche
der deutsche Botschafter in Prag, Johannes Haindl, den Fragen tschechischer
Bürger in einem Internet-Chat stellte. Christian Rühmkorf sprach mit dem
Botschafter über seine jüngsten Chat-Erfahrungen.
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Christen und Politik: eine tschechisch-deutsche Konferenz
Wie ist es um die Beziehung zwischen Staat und Kirche bestellt? Sollen und
wollen sich Christen in der Politik engagieren? Dies sind nur einige der
Fragen, die sich die Teilnehmer einer tschechisch-deutschen Konferenz in
Prag gestellt haben. Die dreitägige Tagung wurde von der Vereinigung
„Sdružení Ackermann-Gemeinde“, einer christlich orientierten
Organisation in Tschechien, veranstaltet.
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Rinderspacher: Ministerpräsident Seehofer sollte noch in diesem Jahr Prag besuchen
Der noch frische Vorsitzende der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Markus
Rinderspacher, ist mit einer Delegation zu Besuch in Prag. Station hat er
auch im Sudetendeutschen Büro gemacht. Auf dem Programm stand ebenso ein
Gespräch mit dem tschechischen Sozialdemokratenchef Paroubek. Sein Weg
dorthin führte Fraktionschef Rinderspacher über die Karlsbrücke, wo
Christian Rühmkorf ihn zu den bayerisch-tschechischen Beziehungen
befragte.
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Václav Havel erinnert sich gern an die private Begegnung mit Helmut Kohl
Am vergangenen Samstag feierte Helmut Kohl seinen 80. Geburtstag. Kohl hat
während seiner 16-jährigen Amtszeit als deutscher Bundeskanzler unter
anderem entscheidend zum europäischen Einigungsprozess beigetragen. Den
Grundstein für seine erfolgreiche Europa-Politik hat Kohl dabei mit einer
Reihe von privaten Treffen gelegt. 1993 kam der damalige tschechische
Präsident Václav Havel in die Pfalz. Diesen Besuch schilderte Havel kurz
darauf in einem Rundfunkinterview.
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Vertriebenen-Präsidentin Steinbach wartet auf Versöhnungsgeste von Tschechien
Anfang der Woche war die tschechische Historikerin Kristina Kaiserová bei
der der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ausgestiegen, die
ein Zentrum gegen Vertreibung konzipieren soll. Kaiserová war Mitglied im
wissenschaftlichen Beirat. Im Mittelpunkt der ganzen Diskussion um ein
Zentrum gegen Vertreibung steht die umstrittene Vorsitzende des Bundes der
Vertriebenen, Erika Steinbach. Am Donnerstag gab Steinbach dem
Deutschland-Korrespondenten des Tschechischen Rundfunks ein Interview.
Darin ging es auch um die Beziehungen zwischen den Vertriebenenverbänden
der Sudetendeutschen und dem tschechischen Staat. mehr...
SPD und ČSSD tauschten sich über Außen- und Sicherheitspolitik aus
Am Montag empfingen die Sicherheits- und Außenpolitikexperten der
Tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) in Prag eine Delegation der SPD.
Thema der Gespräche war die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Europa
und der Welt. Radio Prag war dabei:
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Vor 20 Jahren: Dienstbier und Genscher zertrennen den Eisernen Vorhang
Mit einem Bolzenschneider durchtrennten Jiří Dienstbier und Hans-Dietrich
Genscher am 23. Dezember 1989 den Stacheldraht am
tschechoslowakisch-deutschen Grenzübergang Waidhaus / Rozvadov. Es war nur
ein symbolischer Akt, aber die damaligen Außenminister beider Länder
besiegelten damit endgültig den Fall des Eisernen Vorhangs und bescherten
den Tschechoslowaken damit das erste Weihnachtsfest in Freiheit seit über
40 Jahren. Bereits im Jahr 2004 erinnerten sich Dienstbier und Genscher im
Gespräch mit Radio Prag an die aufregenden Ereignisse im Dezember 1989.
Partrick Gschwend hat sich die 5 Jahre alten Aufnahmen noch einmal
angehört.
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Bundesaußenminister Westerwelle auf Antrittsbesuch in Prag
Polen war der erste Anlaufpunkt für eine Reihe von Antrittsbesuchen, die
der neue deutsche Außenminister Guido Westerwelle absolviert. Am Mittwoch
war nun die Tschechische Republik an der Reihe. Christian Rühmkorf war
für Radio Prag im tschechischen Außenministerium.
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Wie funktionierten Stasi und StB? Deutsche und Tschechen wollen es gemeinsam herausfinden
Auch 20 Jahre nach der Wende sind immer noch viele Fragen offen was die
Tätigkeiten der kommunistischen Staatssicherheitsdienste der ehemaligen
Ostblock-Staaten betrifft. Die deutsche Bundesbehörde für die
Stasiunterlagen, wegen ihrer Leiterin Marianne Birthler auch als
„Birthler-Behörde“ bekannt, nimmt bei der Aufarbeitung der
Stasiverbrechen eine Vorreiterrolle ein. Ähnliche Aufgaben wie die
„Birthler-Behörde“ in Deutschland nimmt in Tschechien das Institut zur
Erforschung totalitärer Regime wahr. In der vergangenen Woche haben die
beiden Institutionen in Prag eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
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Auf verschlungenen Wegen nach Lissabon. Ein deutsch-tschechischer Vergleich
Lissabonner Vertrag, Parlament, Verfassungsgericht. Wenn Ihnen diese drei
Begriffe gerade besonders vertraut vorkommen, dann leben Sie wahrscheinlich
in Deutschland und haben dort die Europadebatte der letzten Wochen
verfolgt. Doch auch in Tschechien werden der Lissabonner Vertrag, die
Kontrollrechte des nationalen Parlaments und die Rolle des Brünner
Verfassungsgerichts derzeit heftig diskutiert. Was haben die Debatten in
beiden Ländern gemeinsam? Wo gibt es Unterschiede? Hat sich die eine Seite
von der anderen gar inspirieren lassen, und wenn ja – wer von wem?
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