Archiv: Außenpolitik | Diplomatie Diplomatie
Deutscher Botschafter chattet mit tschechischen Bürgern
Deutschland ist für viele Tschechen ein Land mit zwei ausgeprägten
Gesichtern. Es ist das Land, dessen aggressive Züge schmerzhafte Spuren in
der tschechischen Erinnerung hinterlassen haben. Es ist aber zugleich das
Nachbarland, das durch seine Größe und Wirtschaftsleistung eine ungeheure
Anziehungskraft entfaltet. Genügend Gründe, weshalb sich in dieser Woche
der deutsche Botschafter in Prag, Johannes Haindl, den Fragen tschechischer
Bürger in einem Internet-Chat stellte. Christian Rühmkorf sprach mit dem
Botschafter über seine jüngsten Chat-Erfahrungen.
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Österreichisch-tschechisches Außenministertreffen in Prag
Mit „Lange nicht gesehen“ haben sich die beiden wohl nicht begrüßt:
Tschechiens Außenminister Jan Kohout und sein österreichischer
Amtskollege Michael Spindelegger hatten sich erst am Montag beim
EU-Außenministertreffen in Luxemburg getroffen, am Dienstag traten Sie
dann nach bilateralen Gesprächen in Prag vor die Presse.
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Václav Havel erinnert sich gern an die private Begegnung mit Helmut Kohl
Am vergangenen Samstag feierte Helmut Kohl seinen 80. Geburtstag. Kohl hat
während seiner 16-jährigen Amtszeit als deutscher Bundeskanzler unter
anderem entscheidend zum europäischen Einigungsprozess beigetragen. Den
Grundstein für seine erfolgreiche Europa-Politik hat Kohl dabei mit einer
Reihe von privaten Treffen gelegt. 1993 kam der damalige tschechische
Präsident Václav Havel in die Pfalz. Diesen Besuch schilderte Havel kurz
darauf in einem Rundfunkinterview.
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Tschechien, die Slowakei, Polen und Ungarn eröffnen Visegrád-Haus in Kapstadt
Visegrád. So heißt ein kleines Städtchen am Donauknie 35 Kilometer
nördlich der ungarischen Hauptstadt Budapest. Bereits im Mittelalter
trafen einander auf der imposanten Burg hoch über dem Fluss die Könige
Böhmens, Polens und Ungarns, um eine Zusammenarbeit in wirtschaftlichen
und politischen Fragen zu vereinbaren. An diese Tradition knüpften über
650 Jahre später die Präsidenten der Tschechoslowakei, Polens und Ungarns
an und gründeten 1991 die so genannte Visegrád-Gruppe. Ihr Ziel des
gemeinsamen EU-Beitritts erreichten die mittlerweile vier Visegrád-Länder
im Jahr 2004. Doch damit endete die Zusammenarbeit nicht. Jüngstes
Beispiel ist der Aufbau einer gemeinsamen diplomatischen Vertretung in
Südafrika. Daniel Kortschak mit den Einzelheiten.
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Obama und Medwedev unterzeichnen Abrüstungsvertrag in Prag
In Kürze sollen sich die Präsidenten der USA und Russlands, Barack Obama
und Dmitri Medwedew, treffen, um einen neuen Abrüstungsvertrag zu
unterzeichnen. Es geht um ein Nachfolgeabkommen für den im Dezember
ausgelaufenen START-1-Vertrag zur Reduzierung strategischer
Offensiv-Waffen. Beide Seiten haben sich nun auf Prag als Ort für die
feierliche Unterzeichnung geeinigt. Das ganze soll angeblich schon am 8.
April über die Bühne gehen. Über Prag als Ort der Unterzeichung eines
Dokuments von Weltbedeutung sprach Christian Rühmkorf mit Jitka
Mládková.
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Vertriebenen-Präsidentin Steinbach wartet auf Versöhnungsgeste von Tschechien
Anfang der Woche war die tschechische Historikerin Kristina Kaiserová bei
der der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ausgestiegen, die
ein Zentrum gegen Vertreibung konzipieren soll. Kaiserová war Mitglied im
wissenschaftlichen Beirat. Im Mittelpunkt der ganzen Diskussion um ein
Zentrum gegen Vertreibung steht die umstrittene Vorsitzende des Bundes der
Vertriebenen, Erika Steinbach. Am Donnerstag gab Steinbach dem
Deutschland-Korrespondenten des Tschechischen Rundfunks ein Interview.
Darin ging es auch um die Beziehungen zwischen den Vertriebenenverbänden
der Sudetendeutschen und dem tschechischen Staat. mehr...
Bundespräsident Fischer kritisiert Beneš-Dekrete - tschechische Politiker reagieren umgehend
Es reichten ein paar Worte von Bundespräsident Heinz Fischer und schon war
das Schreckgespenst in den tschechisch-österreichischen Beziehungen
wieder
aufgetaucht: der Streit um die so genannten Beneš-Dekrete. Diese Erlässe
des tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš aus der unmittelbaren
Nachkriegszeit bildeten die Grundlage zur Enteignung und Vertreibung von
Millionen Sudetendeutscher aus ihrer Heimat. Sie sind bis heute Teil des
tschechischen Rechtssystems. mehr...
Zwischen Klischee und Kooperation: Tschechien und Österreich 20 Jahre nach der Wende
20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs scheinen Tschechen und
Österreicher eine vornehme Distanz zueinander wahren zu wollen.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden von den Medien zwar häufig zum
Thema gemacht, der Befund fällt jedoch in der Regel ernüchternd aus: Das
Bild, das die Nachbarn voneinander haben, wird verzerrt von Stereotypen und
verdunkelt von den Schatten der Vergangenheit. Aber der Schein trügt: Auf
vielen Gebieten trägt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit längst
Früchte, zum Beispiel in der Wissenschaft. Wie haben sich beide Länder
seit 1989 entwickelt? Diesen Fragen gehen Experten aus Tschechien und
Österreich in einem Sammelband nach, der vergangene in Prag präsentiert
wurde.
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SPD und ČSSD tauschten sich über Außen- und Sicherheitspolitik aus
Am Montag empfingen die Sicherheits- und Außenpolitikexperten der
Tschechischen Sozialdemokraten (ČSSD) in Prag eine Delegation der SPD.
Thema der Gespräche war die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Europa
und der Welt. Radio Prag war dabei:
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Klaus und Kaczynski: Achtung vor Superstaat EU – schwache Haiti-Hilfe durch EU
Der polnische Präsident Lech Kaczynski weilte am Donnerstag und Freitag zu
einem Staatsbesuch in Prag. An beiden Tagen traf sich Kaczynski dabei mit
fast allen höheren Polit-Repräsentanten der Tschechischen Republik.
Höhepunkt seiner Prag-Visite war jedoch das Treffen mit seinem
tschechischen Amtskollegen Václav Klaus. Nicht ohne Grund, denn beide
Politiker gelten als hartnäckige EU-Kritiker. Und ihrem Ruf wurden beide
in Prag erneut gerecht. mehr...
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