Archiv: Außenpolitik | Diplomatie Diplomatie
Eklat im diplomatischen Dienst: Schwarzenberg entschuldigt sich bei Sarkozy
Zum 1. Januar 2009 wird die Tschechische Republik die
EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Und zwar von Frankreich, das dem
Vorsitz Tschechiens distanziert gegenübersteht – auch deshalb, weil
Tschechien neben Irland als einziger EU-Staat den Vertrag von Lissabon noch
nicht ratifiziert hat. Ausgerechnet zwischen Prag und Paris ist es dieser
Tage zu einer weiteren Verstimmung gekommen.
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Merkel zu Besuch in Prag – Gastgeber Topolánek: Habe Zeche für EU-Ratspräsidentschaft schon bezahlt
Der tschechische Premierminister Mirek Topolánek hat am Montag seine
deutsche Amtskollegin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu einem offiziellen
Staatsbesuch empfangen. mehr...
Angela Merkel zu Staatsbesuch in Prag erwartet
Am Montag wird Angela Merkel einen eintägigen Staatsbesuch in Prag
absolvieren. Es wird bereits ihre zweite Visite als deutsche
Bundeskanzlerin in der Tschechischen Republik sein. Merkels erster Besuch
im Januar 2007 hatte ganz im Zeichen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
und des EU-Verfassungsvertrags gestanden.
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Verdienste um die deutsche Einheit: Václav Havel nimmt den Point Alpha Preis entgegen
Am 30. September ging es feierlich zu in der deutschen Botschaft in Prag.
Angereist war auch der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich
Genscher, aber nur als Laudator. Im Rampenlicht stand der Schriftsteller
und frühere tschechische Präsident Václav Havel. Er bekam vom Kuratorium
Deutsche Einheit den Point Alpha Preis verliehen für seine Verdienste um
die Einheit Deutschlands und Europas. Dieser Tag war für die
Preisverleihung bewusst gewählt.
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Präsidenten-Treffen von Klaus und Kaczyński zum EU-Reformvertrag
Václav Klaus ist gestern dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski zu
einem Arbeitsbesuch zusammengetroffen. Das Treffen der beiden Staatschefs
war mit Spannung erwartet worden, gab es doch Spekulationen, Kaczynski
könnte versuchen, Klaus zu einer Zustimmung zum EU-Reformvertrag zu
überreden. Doch Klaus bekräftigte seine Ablehnung. Daniel Kortschak mit
den Details.
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US-Raketenabwehrsystem sorgt weiter für heftige Reaktionen
Kaum eine halbe Stunde hat am Dienstag der feierliche Akt zur
Unterzeichnung des tschechisch-amerikanischen Vertrags über die
Stationierung eines Raketenabwehrradars gedauert. Doch der Nachhall der
Vertragsunterschrift von Prag ist immens. Russland und die Vereinigten
Staaten haben sich ein diplomatisches Wortgefecht gestürzt, das in manchen
Äußerungen an den Kalten Krieg erinnert. In Tschechien wiederum wurde
erstmals der Inhalt des Vertrags bekannt, und damit auch Details über die
Radaranlage, die auf dem mittelböhmischen Armeegelände Brdy entstehen
soll.
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Festreden begleiteten tschechisch-amerikanische Vertragsunterzeichnung zu Radarstationierung
Knappe fünf Stunden nach ihrer Ankunft in Prag war es so weit: die
US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr tschechisches Pendant Karel
Schwarzenberg, unterschrieben den kontroversen Hauptvertrag zur
Stationierung einer Abwehrradaranlage in Tschechien, ein Teil des
zahlenmäßig begrenzten Publikums - vor allem Regierungsmitglieder -
klatschte Beifall.
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Radar-Vertrag: Reaktion aus Politik und Gesellschaft
Der Hauptvertrag zur Stationierung des US-Raketenabwehrradars ist von
amerikanischer und tschechischer Seite unterzeichnet worden. Zu entscheiden
hat am Ende das Parlament. Und das hat erst einmal Sommerpause. Welche
Reaktionen hat jedoch die Unterzeichnung als erster Schritt in Richtung
Radarstationierung in Politik und Gesellschaft ausgeslöst?
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Condoleezza Rice zur Unterschrift in Prag - Vox pop zum US-Radar
Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice ist in Prag. Der
Hauptvertrag über die Stationierung des Raketenabwehrradars in
Mittelböhmen ist fertig ausgearbeitet und wurde nun von Rice und ihrem
tschechischen Amtskollegen Karel Schwarzenberg unterzeichnet.
Anti-Radar-Initiativen protestieren und laut Umfragen sind immer noch gut
zwei Drittel aller Tschechen gegen das Radar sind. Radio Prag hat Stimmen
eingefangen und Till Janzer war außerdem auf der Pressekonferenz mit
Condoleezza Rice. mehr...
Topolánek: „Prager Frühling“ führte als Kulturbewegung zur gesellschaftlichen Entspannung
Am Mittwoch hatten die Botschaften Tschechiens und der Slowakei im Berliner
Konzerthaus zu einem Festakt geladen, der dem 40. Jahrestag des Prager
Frühlings gewidmet war. An der Festveranstaltung, die an die
zwischenzeitliche Reformbewegung in der ehemaligen Tschechoslowakei im Jahr
1968 erinnerte, nahmen unter anderen die deutsche Bundeskanzlerin Angela
Merkel sowie die Premierminister Tschechiens und der Slowakei, Mirek
Topolánek und Robert Fico teil. Radio Prag hat darüber mit dem
Deutschland-Korrespondenten des Tschechischen Rundfunks, Jiří Hošek,
gesprochen.
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