Archiv: Auslandstschechen | Tschechen im Ausland Tschechen im Ausland
Triumphaler Empfang: Chicagos Oberbürgermeister Čermák 1932 in der Tschechoslowakei
Ab der Mitte des 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus der
Habsburger Monarchie, oft auch ganze Familien, nach Übersee aus. Wie
anderswo übten vor allem die USA eine besondere Anziehungskraft aus.
Hunderte und später Tausende Tschechen wagten die strapaziöse Reise ins
Ungewisse. Nur wenigen blieb in der neuen Welt der Erfolg beschieden, so
aber zum Beispiel Antonín Čermák aus dem mittelböhmischen Kladno.
Talent, Stärke und Willenskraft führten ihn bis in das Amt des
Oberbürgermeisters der damals zweitgrößten US-amerikanischen Stadt
Chicago. 2013 jährt sich der 140. Geburtstag und 80. Todestags des
seinerzeit populärsten Tschecho-Amerikaners. 1932 besuchte Čermák zum
ersten Mal nach seiner Auswanderung die Tschechoslowakei, und dort wartete
auf ihn ein beinahe triumphaler Empfang. mehr...
„Man hat uns unsere Identität genommen“ – Eugenie Trützschler über ihre Emigration nach Deutschland
Als sie in den 1950er Jahren in Prag in die Schule kam, stellte sie fest,
dass sie einen Vornamen hatte wie niemand sonst dort: Eugenie. Später
wurde ihr klar, dass die Lehrerin sie möglicherweise auch wegen ihrer
Herkunft schlug. Die Familie Fügner galt während des Kommunismus als
„nichtarbeitende Intelligenz“. Mit 17 Jahren emigrierte Eugenie mit
ihrer Mutter nach Deutschland. Seitdem beschäftigt sie die Frage nach
ihrer eigenen Identität und allgemein die Bedeutung von Identität. Sie
hat darüber promoviert und später als Beamtin im thüringischen Landtag
zahlreiche Projekte in der Euroregion dazu veranstaltet. mehr...
Explosion in Texas: Tschechien nimmt Anteil am Schicksal der „krajani“
In der Nacht auf Donnerstag explodierte in der Kleinstadt West im
Bundesstaat Texas eine Düngemittelfabrik. Die Druckwelle zerstörte die
Siedlung fast vollständig, die Zahl der Opfer ist bislang noch nicht
endgültig klar. In der Tschechischen Republik wurde das Unglück besonders
wahrgenommen – schließlich gilt der Ort als das Zentrum der
tschechischen Emigration in Texas. mehr...
Jaroslav Žídek: Kochen mit einer Prise Frechheit
Im Januar vor zwanzig Jahren hat sich die Tschechoslowakei geteilt. Unter
dem Titel „20 Jahre gemeinsam und getrennt“ sprechen wir über
tschechische Themen, slowakische und tschechoslowakische. Heute
präsentieren wir Ihnen einen Tschechen, der seinen Lebensmittelpunkt in
die Slowakei verlagert hat. mehr...
Auslandstschechin 2012: Auszeichnung für Begründerin der Tausendfüßler-Bewegung Běla Gran Jensen
Während der vergangenen drei Monate wurde in einer Umfrage der größte
Auslandstschechen beziehungsweise die größte Auslandstschechin des Jahres
2012 gewählt. Die Umfrage wurde vom Tschechischen Rundfunk und vom
Tschechischen Fernsehen veranstaltet. Jedermann konnte zunächst
Vorschläge einschicken und später seine Stimme für die Finalisten
abgeben. Am Staatsfeiertag, den 28. September wurde der Sieger
beziehungsweise die Siegerin bekanntgegeben. mehr...
Tage der tschechischen Staatlichkeit – 600 Auslandstschechen treffen sich in Prag
Mehr als 600 Auslandstschechen kommen in dieser Woche in Prag zusammen, um
an den so genannten Tagen der tschechischen Staatlichkeit teilzunehmen.
Unter dem Motto „Tschechen in der Welt“ wird am Montag eine Serie von
Veranstaltungen eröffnet, die am Freitag ihren Höhepunkt erreicht. Denn
der 28. September gilt als Tag der tschechischen Staatlichkeit. mehr...
Lehrpläne, Weiterbildung, Vernetzung: Tschechische Schule ohne Grenzen
Am Montag wurde zum vierten Mal die internationale Konferenz des Vereins
Tschechische Schule ohne Grenzen (Česká škola bez hranic) eröffnet. Im
Außenministerium trafen sich Ministeriumsvertreter und Vereinsmitglieder
zum Erfahrungsaustausch. mehr...
Tschechen regeln ihr Verhältnis zum kommunistischen Widerstand
Der antikommunistische Widerstandskämpfer Ctirad Mašín ist am Samstag in
den Vereinigten Staaten gestorben. Sein Tod hat erneut die öffentliche
Aufmerksamkeit auf das Verhältnis der Tschechen zu ihrer kommunistischen
Vergangenheit gerichtet. Zuvor war erst vor kurzem, von der breiten
Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, nach vielen Jahren politischen
Tauziehens ein Gesetz verabschiedet worden, das den so genannten „Dritten
Widerstand“, also den Widerstand gegen das kommunistische Regime,
definiert. Demnach werden die Teilnehmer des kommunistischen Widerstands
auf eine Stufe mit Kriegsveteranen gestellt. Mehr zum Umgang mit der
kommunistischen Vergangenheit in Tschechien im folgenden Schauplatz. mehr...
„Seit den 90ern ein positiveres Selbstbild“: Tschechen in Österreich
In diesen Tagen treffen sich bei einer Konferenz in Prag viele Tschechen,
die verstreut über die ganze Welt leben: Auslandstschechen. Sie gibt es in
den USA, in der Ukraine, in Schweden und auch in den deutschsprachigen
Ländern. In der Schweiz leben beispielsweise 15.000 Tschechen und
Slowaken. Eine besondere Geschichte haben Tschechen in Österreich,
schließlich existierte noch bis zum Ersten Weltkrieg ein gemeinsamer
Staat. Das Wien der Kaiserzeit bevölkerten damals wohl mehrere
Hunderttausend Tschechen. Heute sind die Zahlen vergleichsweise gering.
Dennoch gibt es ein reiches Kulturleben. Die jüngsten Zuwanderer – jene
aus der 68er Generation - schlossen sich im Kulturklub der Tschechen und
Slowaken in Österreich zusammen. Richard Basler ist stellvertretender
Vorsitzender dieses Vereins - mit ihm ein Interview über Wiener Tschechen,
ihre Identität und über den Kulturklub.
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Die Bohemian National Hall: Herzstück von Klein-Tschechien in Manhattan
Manhattan, Upper East Side, heute eine der schicksten Wohngegenden von New
York. Ihre Geschichte ist auch Teil der Geschichte der tschechischen
Einwanderer, die sich vor allem im 19. Jahrhundert hier niedergelassen
hatten. Nicht, dass diese Geschichte heute in der Upper East Side
allgegenwärtig wäre, aber bei genauerem Hinsehen kann man da und dort
noch ihre Spuren entdecken.
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