Archiv: Ausländer und Tschechien | Ausländer und Tschechien Ausländer und Tschechien
Ústí nad Labem: Neues Integrationszentrum für Ausländer eröffnet
Im nordböhmischen Ústí nad Labem / Aussig wurde dieser Tage ein neues
Integrationszentrum für Ausländer eröffnet. Der Reihe nach ist es die
sechste Einrichtung dieser Art in Tschechien. Die anderen wurden bereits im
Laufe des Jahres 2009 in den Landkreisen Westböhmen, Ostböhmen,
Mährisch-Schlesien, Südmähren und Zlín eröffnet. Bis 2011 soll es ein
derartiges Zentrum für Ausländerintegration in allen 14 Landkreisen
Tschechiens geben. Ihre Tätigkeit soll die Ausländerstruktur in der
jeweiligen Region und damit auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der
Ausländer berücksichtigen.
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Tschechien fasst neue Migrationspolitik ins Auge
Migration und Integration – das sind zwei Schlagworte, die immer wieder
in den tschechischen Medien thematisiert werden. Mit Beginn des vergangenen
Jahres vielleicht noch mehr als vorher. Denn Anfang Februar 2009 ist ein
Regierungsprojekt ins Leben gerufen worden, das Ausländern die Rückkehr
in ihre Heimatländer erleichtern sollte. Viele von ihnen sind nämlich mit
dem Beginn der Wirtschaftskrise arbeits- und mittellos geworden. Am 15.
Dezember ist das befristete Projekt zu Ende gegangen. Die offizielle Bilanz
dazu steht noch aus. Fest steht jedoch, dass das Jahr 2009 für viele
Ausländer in Tschechien unter keinem guten Stern stand.
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Neue Zahlen bestätigen: Tschechien ist ein beliebtes Einwanderungsland
Seit 1990 hat sich die Zahl der Ausländer in Tschechien verdreizehnfacht.
Zwar sind die Zahlen aufgrund der Wirtschaftskrise etwas rückläufig.
Dennoch gehört Tschechien zu den Ländern in der Welt, die den größten
Zulauf von Migranten haben. Besonders viele kommen aus den Ländern der
früheren Sowjetunion. Christian Rühmkorf hat bei der IOM, der
Internationalen Organisation für Migration nachgefragt.
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Bewohner von Vyšní Lhoty bereuen Schließung des Flüchtlingslagers
Für Flüchtlinge, die sich für Tschechische Republik als Zielland
entscheiden, ändert sich die Situation. Die erste Aufnahmestelle auf
tschechischem Gebiet war bis jetzt das Flüchtlingslager in der Gemeinde
Vyšní Lhoty in der Nähe der tschechisch-slowakischen Grenze. Seit 4.
November werden dort keine neuen Asylbewerber mehr empfangen. In der
zweiten Novemberhälfte wird die Einrichtung des Innenministeriums nach 15
Jahren ihre Tore schließen. Für die Gemeinde bedeutet es aber kein
Aufatmen.
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Neuzeitliche Sklaven auf tschechischem Arbeitsmarkt
Ausländer aus Nicht-EU-Ländern haben in Tschechien einen schweren Stand.
Einige Medien haben schon mehrfach von Fällen ihrer Ausbeutung und
Versklavung berichtet. Auf die unerfreulichen Praktiken auf dem Gebiet der
Ausländerbeschäftigung in Tschechien verweist auch eine Erklärung von
zwölf Nonprofit-, Nichtregierungs- und Regierungsorganisationen, die auf
dem Gebiet der Migrationproblematik tätig sind.
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Alle Jahre wieder – Dobruška war für einen Monat der Nabel der Welt
Das beschauliche Dobruška im Nordosten Böhmens wird jeden Sommer für
einen Monat zum Nabel der Welt, zum Nabel der „tschechischen Welt“ um
genau zu sein. Dann nämlich, wenn dort die Sommer-Tschechischkurse
stattfinden. Die Teilnehmer kommen aus aller Herren Länder und haben doch
– abgesehen davon, dass sie alle Tschechisch lernen - eine große
Gemeinsamkeit.
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„Zungenbrechersprache“ als Sommerkurs
Während die Prager im Sommer die Stadt verlassen und raus in ihr
Wochenendhäuschen
fahren, quillt derweil ihre Stadt von Touristen über. Eine besondere
Gruppe der derzeitigen Prag-Bewohner sind 160 überwiegend junge Leute aus
zig verschiedenen Ländern: Sie sind Teilnehmer der Sommerschule für
slawische Studien. mehr...
Die akademische Sommerschule des Europäischen Comeniums in Cheb
„Das Comenium liegt im Herzen Europas, und Europa liegt dem Comenium am
Herzen.“ So will sich die Stiftung Europäisches Comenium verstanden
wissen, die der Historiker und Slawist Frank Boldt 1992 im westböhmischen
Cheb / Eger gegründet hat. Schon zum 17. Mal wurde diese Woche am Sitz
des
Europäischen Comeniums, dem ehemaligen Gerberhaus von Cheb, die
deutsch-tschechische akademische Sommerschule eröffnet. Auch sie behält
bei ihrem Programm Europa im Blick: das Europa von gestern, von heute und
von morgen. mehr...
Ein Forum für Zeitfragen: Sommerschule des Europäischen Comeniums
Sommerschulen, in denen man Tschechisch lernen kann, gibt es hierzulande
viele. Die akademische Sommerschule des Europäischen Comeniums in Cheb /
Eger aber gibt sich eine besondere Note. Sie will ein Forum sein des
Meinungsaustauschs über die brennenden Fragen der Zeit. Daneben lernen die
Teilnehmer auch Tschechisch oder Deutsch, und das gar nicht wenig. Am
Montag hat die zweiwöchige Sommerschule im ehemaligen Gerberhaus von Cheb
wieder begonnen. Begründet hatte sie vor 17 Jahren der Bremer Historiker
Frank Boldt. Seit dessen Tod führt sie seine langjährige
Lebensgefährtin, Nella Michailowskaja, weiter. Maria Hammerich-Maier hat
mit ihr gesprochen.
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Kein willkommener Besuch: Rumänische Roma
Alles begann vor knapp zehn Tagen mit einer Tragödie: Der 17-jährige
Rumäne Ion Dimofte ertrank beinahe bei einem Badeunfall in einem Teich
bei
Stará Boleslav / Altbunzlau, wenige Kilometer nordöstlich von Prag.
Seither lag er auf der Intensivstation eines Prager Krankenhauses; am
Montagnachmittag erlag er seinen schweren Verletzungen.
Einige Dutzend seiner Landsleute waren gekommen, um ihm beizustehen. Doch
diese
Angehörigen der Volksgruppe der Roma sind in Tschechien nicht wirklich
willkommen. mehr...
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