Themenarchiv Kultur
Der Cellist Jiří Bárta
Jiří Bárta gehört zu den renommiertesten Cellisten seiner Generation,
für seine Aufnahmen wurde er nicht nur in Tschechien, sondern auch im
Ausland mehrmals ausgezeichnet. Er ist aber nicht nur ein hervorragender
Musiker, sondern auch der Initiator, Dramaturg und Mitbegründer des
internationalen Kammermusikfestivals in Kutná Hora / Kuttenberg. mehr...
"Kino des Vergessens" - die Normalisierung des tschechoslowakischen Films nach 1968
Wie schon im vergangenen Jahr hat auch das diesjährige Filmfestival von
Karlovy Vary / Karlsbad die digitale Weltpremiere eines tschechischen
Filmklassikers erlebt. Nach František Vláčils Film „Markéta
Lazarová“ war es diesmal der 45 Jahre alte Spielfilm „Hoří, má
panenko“, auf Deutsch als „Der Feuerwehrball“ bekannt: Gedreht wurde
er vom tschecho-amerikanischen Oscar-Regisseur Miloš Forman. Der Streifen
soll jetzt den Weg zu einem breiteren Publikum finden: vor allem zu den
jüngeren Kinogängern. Diese wissen eher weniger über die so genannte
Neue Welle des tschechoslowakischen Kinos der 1960er Jahre und über das
Schicksal von Regisseuren und ihrer Filme während der so genannten
„Normalisierung“ nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“
1968. mehr...
Slawisches Epos: Alfons Muchas Vision der slawischen und tschechischen Geschichte
Am Staatsfeiertag zum Kirchenreformator Jan Hus geht es hier bei uns um
einen Gemäldezyklus über die Geschichte der Slawen und der Tschechen. Wir
stellen das „Slawische Epos“ des Malers Alfons Mucha vor. Seine 20
großformatigen Bilder sind keine Dokumentation und Illustration der
Geschichte, sondern entsprechen Muchas eigenem Konzept und seiner Vision
der slawischen und tschechischen Historie. Besonders hebt er dabei die
protestantische Linie hervor, die bei dem Kirchenreformator Jan Hus beginnt
und über seine Nachfolger, über die Kirche der Böhmischen Brüder, bis
zu ihrem letzten Bischof Jan Amos Komenský reicht. mehr...
Zehntausend Mitglieder der Turnbewegung Sokol feiern „slet“ in Prag
Noch bis zu diesem Freitag kann man in Prag ein recht farbenfrohes und
buchstäblich bewegtes Treiben beobachten: das 15. gesamtstaatliche Treffen
der tschechischen Turnbewegung Sokol. Aus diesem Grund weilen derzeit über
10.000 Sokol-Mitglieder aus aller Welt in der tschechischen Hauptstadt. Mit
den öffentlichen Massenübungen verbunden, die am Donnerstag und Freitag
in der Prager Synot Tip-Arena stattfinden, erlebt das Turnfest (slet)
seinen Höhepunkt. mehr...
In München geht´s los: Film und Loos
Das Tschechische Zentrum in München lädt bereits zum zwölften Mal im
Rahmen der Tschechischen Filmwoche ins Kino ein. Vom 11. bis 15. Juli wird
eine aktuelle Auswahl an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen gezeigt. Neu im
Programm ist die Closing Party im Club Substanz und der Filmbrunch im
Bavarese. Radio Prag spricht mit der Leiterin des Zentrums, Zuzana
Jürgens, über das Programm im Juli. mehr...
Mädchen an der Sprühdose: Ausstellung und Film über weibliche Graffiti-Kunst
Am vergangenen Samstag fand in Prag die Eröffnung der Graffiti-Ausstellung
„Girl Power forever“ statt. Junge Menschen aus ganz Europa kamen dazu
im alternativen Kulturzentrum Trafačka zusammen. Die Ausstellung zeigt
weibliche Graffiti-Kunst.
mehr...
Zehn junge europäische Regisseure in Karlsbad: Tim Fehlbaum
In Karlovy Vary / Karlsbad findet noch bis zum Wochenende das
internationale Filmfestival statt. Bei dem Festival stellt die renommierte
Filmzeitschrift Variety seit 15 Jahren jeweils zehn junge europäische
Regisseure in einer Sondersektion vor. Die Künstler und ihre Streifen
wurden von Kritikern des Magazins zuvor als besonders wichtig und
bahnbrechend ausgewählt. In diesem Jahr gehört auch Tim Fehlbaum mit
seinem Film „Hell“ dazu. Radio Prag hat den jungen Filmemacher aus
Basel auf der Terrasse des Hauptveranstaltungsorts, des Hotels Thermal,
getroffen. mehr...
„Von der Hofburg ins Nachtasyl“ - Jiří Chmel über seine Exilzeit in Wien
Jedes Jahr ehrt der tschechische Außenminister Menschen aus dem Ausland,
die sich um den guten Namen der Tschechischen Republik verdient gemacht
haben. Viele derer, die den so genannten „Gratias Agit“ erhalten, sind
emigrierte Tschechen oder Exil-Tschechen. So auch Jiří Chmel. Er hatte
die Charta 77 unterschrieben, die Petition gegen die
Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes. Deswegen wurde er
aus dem Land getrieben. In Wien gründete er dann den Kultclub
„Nachtasyl“, einen Treffpunkt des tschechoslowakischen Exils in der
österreichischen Hauptstadt. Im Mai nun wurde er von Außenminister Karel
Schwarzenberg mit dem Gratias Agit bedacht, Chmel und der Minister sind im
Übrigen befreundet. mehr...
„Deine Schönheit ist nichts wert ...“: Emotionen eines kleinen Zuwanderers im Spielfilm-Wettbewerb von Karlsbad
„Deine Schönheit ist nichts wert ...“ Dieser erste Vers eines
türkischen Gedichts hat dem Film den Namen gegeben, mit dem die
österreichische Kinematographie im Hauptwettbewerb des Filmfestivals in
Karlsbad vertreten ist. Darin wird das schwere Leben der Zuwanderer mit
den
Augen eines zwölfjährigen Jungen gesehen. Markéta Kachlíková hat sich
den Film angeschaut und anschließend mit seinem Regisseur gesprochen. mehr...
Europäische Wochen in Passau: Runder Geburtstag an der schönen blauen Donau
Zu seinem 60-jährigen Jubiläum hat der Verein „Festspiele Europäische
Wochen Passau“ auch in diesem Jahr wieder die gleichnamige
Kulturveranstaltung organisiert. Dieses Jahr steht das Ereignis unter dem
Motto „An die schöne blaue Donau“. Die Schirmherrschaft des
Jubiläumsfestivals haben direkt drei hohe Politiker übernommen: der
Tschechische Premier Petr Nečas, der bayerische Ministerpräsident Horst
Seehofer und der Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer. Der
neue Intendant, Peter Baumgardt, sprach mit Radio Prag über das Festival. mehr...
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