Themenarchiv Innenpolitik
Akademie der Wissenschaften wehrt sich gegen Todesurteil der Regierung
Vor wenigen Wochen ging die Regierung mit ihrem Plan an die
Öffentlichkeit: Die staatliche Förderung der Tschechischen Akademie der
Wissenschaften soll in den nächsten drei Jahren um die Hälfte gekürzt
werden. Viele Wissenschaftler sehen das Ende ihrer altehrwürdigen
Institution nahen und machten am Dienstag schon mal selber kurzen Prozess.
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Ermittlungen gegen Tomi Tour wegen Betrugverdachts – Direktor Fischer wehrt sich gegen Vorwürfe
Das tschechische Reiseunternehmen Tomi Tour, das zu den zehn größten
Reisebüros des Landes zählte, ist bankrott. Wo aber sind die Ursachen
für diese Pleite zu suchen sind und welche Konsequenzen könnte sie haben?
Eine Antwort auf diese Fragen versucht Radio Prag zu geben.
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Jahresbericht 2008: Situation der Roma in Tschechien weiter problematisch
Er habe seinen „großen“ Tag gehabt. So beschrieb der tschechische
Minister für Menschenrechte Michael Kocáb seinen Auftritt auf der
Kabinettssitzung am Montag, bei der er mehrere Vorschläge zur Lösung
wichtiger Fragen wie der Gleichberechtigung von Frau und Mann oder der
Gewalt gegen Kinder machte. Auf den Tisch brachte er aber auch den
Jahresbericht über die Situation der Roma-Minderheit im Jahr 2008.
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Fischer-Kabinett ebnet Weg für neue Atomreaktoren und Autobahnen in Tschechien
Mehr atomare Blöcke und Kernkraftwerke, einen gigantischen Schiffskanal,
ein dichteres Autobahnnetz und die Erweiterung der Kohleförderung. All das
soll es voraussichtlich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in
Tschechien geben. So sieht es jedenfalls der nationale strategische
Bebauungsplan vor, den das Übergangskabinett von Premier Jan Fischer am
Montag beschlossen hat.
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Nach Bankrotterklärung: Tomi Tour – Klienten sitzen im Ausland fest
Auf über 1000 Tschechen, die erst jüngst mit dem Reisebüro Tomi Tour in
den Urlaub aufgebrochen waren, wie auch auf tausende Klienten, die den
Urlaub mit Tomi Tour noch vor sich zu haben glaubten, wartete Ende
vergangener Woche eine unangenehme Überraschung. Der Reiseveranstalter,
einer der größten unter den rund 1300 in Tschechien, hatte seinen
Bankrott erklärt. Diese Meldung hat am Wochenende auch die Schlagzeilen in
den tschechischen Medien bestimmt.
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Run auf das Kanada-Visum: Von 200 tschechischen Antragstellern gingen nur zwei leer aus
Seit Dienstagmorgen, 6 Uhr MESZ, gilt für Tschechen, die nach Kanada
reisen wollen, erneut die Visumpflicht. Diejenigen, die jetzt kurz vor
einer Kanada-Reise stehen, können das Visum im Eilverfahren – also
sofort an Ort und Stelle – nur bei der kanadischen Botschaft in Wien
erhalten. Der Reporter des Tschechischen Rundfunks und ehemalige Radio
Prag-Mitarbeiter Pavel Polák war am Mittwoch direkt vor Ort. Über seine
Eindrücke hat Lothar Martin mit ihm gesprochen. mehr...
Diplomatische Verstimmungen wegen der Visumpflicht für Tschechen in Kanada
Tschechische Bürger müssen für Reisen nach Kanada erneut Visa
beantragen. Diese Regelung gilt seit Dienstag. Ottawa reagiert damit auf
den starken Anstieg von Asylgesuchen tschechischer Roma in Kanada. Prag
hatte bis zuletzt versucht, diesen Schritt abzuwenden. Über das kanadische
Vorgehen herrscht nun große Verstimmung in der tschechischen Politik.
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Tschechien und Liechtenstein nehmen diplomatische Beziehungen auf
Während die Beziehungen zwischen Tschechien und Kanada durch den aktuellen
Visastreit auf eine harte Belastungsprobe gestellt werden, ist im
Verhältnis zu einem anderen Land gerade Schönwetterstimmung angesagt. Zum
einzigen Land der Welt übrigens, das die selbstständige Tschechische
Republik bisher nicht anerkannt hat. Nein, die Rede ist nicht von einem
entlegenen Inselstaat irgendwo in den sieben Weltmeeren, sondern vom
Fürstentum Liechtenstein, nur knapp 350 Kilometer von der tschechischen
Grenze entfernt.
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EU-Kommissar Vladimír Špidla im Radio-Prag-Interview
Die Europäische Union befindet sich – zumindest was ihre Reform betrifft
– in der Schwebe. Die Zukunft des Vertrags von Lissabon ist nach wie vor
unsicher. Irland, Tschechien und Polen sind die unsicheren Kandidaten. In
Deutschland – so will es das Bundesverfassungsgericht - muss noch ein
wenig an der nationalen Gesetzgebung gebastelt werden, erst dann kann
Bundespräsident Köhler unterzeichnen. Na und last but not least das
europa-lahme Großbritannien. Hier droht bei einem konservativen
Regierungswechsel ebenso ein Referendum über den bereits abgesegneten
Lissabon-Vertrag. Darüber sprach Christian Rühmkorf vor kurzem mit dem
tschechischen EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und
Chancengleichheit, Vladimír Špidla. Aber es ging auch um die Nachfolge in
seinem Amt und – seit langem aktuell – die Frage, warum Frauen immer
noch viel weniger verdienen als Männer.
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Streit um die Verwaltung von Prager Sehenswürdigkeiten durch Privatfirma
Die Wirtschaftskrise hat die Touristen bescheiden gemacht. Das hat auch
Prag zu spüren bekommen. So sind die Besucherzahlen einiger
Sehenswürdigkeiten in der tschechischen Hauptstadt in den letzten Monaten
teils fast auf die Hälfte gesunken. Und damit bleiben auch die Einnahmen
aus dem Eintrittsgeld aus. Der Prager Informationsdienst, Pražská
informační služba oder kurz PIS, verwaltet acht Sehenswürdigkeiten in
der Stadt. Sieben von ihnen, darunter auch das Altstädter Rathaus, wird ab
August für mindestens ein Jahr nun eine Privatfirma betreuen. Das trifft
nicht nur auf Verständnis.
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