Themenarchiv Innenpolitik

Zwischen Analyse und privaten Attacken - Präsident Zeman spricht vor Abgeordneten

09-05-2013 16:11 | Till Janzer

Foto: ČTK Jeder neue tschechische Präsident stattet zum Beginn seiner Amtszeit den wichtigsten Institutionen des Staates seinen Besuch ab. Aus verschiedenen Gründen besuchte Miloš Zeman als Letztes die wichtigste gesetzgebende Kammer, das Abgeordnetenhaus. Am Dienstag hielt er dort eine Rede. mehr...

Rätselhafter Streit über Autoren der Neujahrsamnestie

06-05-2013 16:56 | Till Janzer

Foto: ČT24 Staatspräsident Václav Klaus hatte es kurz vor Ende seiner Amtszeit noch mal geschafft, die tschechische Politszene in Aufruhr zu versetzen. Seine weitreichende Amnestie zum Jahreswechsel ist auch noch viereinhalb Monate später ein Streitpunkt. Im Mittelpunkt steht dabei die besonders umstrittene Passage, die lange dauernde Gerichtsverfahren betrifft. So hatte Klaus angeordnet, dass Angeklagte in Gerichtsverfahren, die sich länger als acht Jahre hinziehen, freikommen sollen. Amnestiert wurden dabei auch jene, die in große Korruptions- und Betrugsfälle verwickelt waren. Doch wer ist für diese und weitere umstrittene Passagen der Neujahrsamnestie verantwortlich? Der damalige Rechtsberater von Klaus behauptet, es seien Mitarbeiter des Justizministeriums. Justizminister und Premier wiesen dies empört zurück. mehr...

„Politisierung war vorprogrammiert“ - Historiker Kopeček über Totalitarismus-Institut ÚSTR

29-04-2013 16:49 | Silja Schultheis

Michal Kopeček (Foto: YouTube) Der Streit um das Institut für das Studium totalitärer Regime (ÚSTR), das tschechische Pendant zur deutschen Stasi-Unterlagen-Behörde, hält an. Vor drei Wochen war Daniel Herman abberufen worden, er war der fünfte Direktor des Instituts in fünf Jahren. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem das ÚSTR nicht für Schlagzeilen sorgt. In unserem Politgespräch erläutert der Historiker Michal Kopeček vom Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften (Ústav pro soudobé dějiny AVČR), was die Ursachen des Streits sind, welche Rolle das ÚSTR für die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit spielt und wo Tschechien beim Vergangenheitsdiskurs steht - im Vergleich zu anderen postkommunistischen Ländern. mehr...

„Kampf zweier Engel“ – Oberstaatsanwältin und Chef der Antikorruptionseinheit zerstreiten sich

22-04-2013 16:56 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Die Korruption ist ein großes Problem in der Tschechischen Republik. Immer wieder kommen schwere Vergehen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ans Licht, Politiker und Beamte werden regelmäßig beschuldigt, in Bestechungsaffären verwickelt zu sein. Eine Hoffnungsträgerin im Kampf gegen die Korruption ist die Prager Oberstaatsanwältin Lenka Bradáčová. Sie leitete im vergangenen Jahr die Ermittlungen gegen den Kreishauptmann von Mittelböhmen, David Rath. Nun ist ein Streit zwischen ihr und dem Chef der Antikorruptionspolizei, Tomáš Martinec, ausgebrochen. Worum es bei der Auseinandersetzung der beiden obersten Korruptionsbekämpfer geht, erfahren Sie in unserer aktuellen Ausgabe der Sendereihe „Schauplatz“. mehr...

Außenminister und Staatspräsident streiten um Besetzung von Botschafterposten

18-04-2013 15:46 | Marco Zimmermann

Miloš Zeman und Karel Schwarzenberg (Foto: Filip Jandourek, ČRo) Außenminister Karel Schwarzenberg und Staatspräsident Miloš Zeman: Die beiden Gegner im Kampf um das höchste Amt im Staat müssen seit der Wahl eng zusammenarbeiten, schließlich hat der Staatspräsident auch in der Außenpolitik einiges mitzureden. Und das hat prompt zum ersten Streit der beiden geführt, und zwar bei der Besetzung von Botschafterposten. mehr...

Ombudsmann: 20 Prozent mehr Beschwerden, vor allem über Sozialsystem

17-04-2013 16:06 | Marco Zimmermann

Pavel Varvařovský (Foto: ČTK) Öffentlicher Verteidiger der Rechte – so lautet der offizielle Titel des tschechischen Ombudsmannes Pavel Varvařovský. An ihn können sich die tschechischen Bürger wenden, wenn sie glauben, von den Behörden ungerecht behandelt werden oder einen Verstoß gegen ihre demokratischen Rechte befürchten. Am Dienstag hat der Ombudsmann seinen Bericht für das vergangene Jahr vorgestellt. mehr...

EU-Parlamentarier Rouček: „Europapolitik der Regierung Nečas wird sich ändern“

15-04-2013 16:54 | Till Janzer

Libor Rouček (Foto: Archiv von Libor Rouček) Es ging europaweit durch die Presse: Der neue tschechische Staatspräsident hat einen Kurswechsel auf der Prager Burg vollzogen und dies in einer feierlichen Stunde mit Kommissionspräsident José Mauel Barroso zelebriert. Nach getaner Arbeit gab Miloš Zeman bekannt, er sei ein Euro-Föderalist. Zemans Amtsvorgänger Václav Klaus gehört hingegen zu den harten Kritikern der EU-Politik und einer verstärkten europäischen Integration. Der sozialdemokratische Europaparlamentarier Libor Rouček war früher Sprecher von Zeman in dessen Zeit als tschechischer Premier und bis vor kurzem noch stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Parlaments. Ein Gespräch mit Rouček über die Folgen, die der Kurswechsel auf der Burg nun haben könnte. mehr...

Abberufener Leiter des Instituts für Totalitarismusforschung: „Aus dem Ausland bekomme ich Solidarität“

12-04-2013 16:59 | Martina Schneibergová

Daniel Herman (Foto: ČTK) Das Institut zum Studium totalitärer Regime (ÚSTR) wurde vor sechs Jahren gegründet. Seine Aufgabe ist es, die Dokumente über die Zeitepoche des Kommunismus und des NS-Zeit zu sammeln und auszuwerten. Zudem verwaltet das Institut das Archiv der Sicherheitskräfte, in dem auch die Akten des kommunistischen Geheimdienstes StB aufbewahrt werden. Wie wir Sie in unseren Sendungen bereits informiert haben, wurde am Mittwoch der Leiter des Instituts Daniel Herman von seinem Posten abberufen. Der Verwaltungsrat, deren Mitglieder vom Senat des tschechischen Parlaments ernannt werden, ersetzte ihn gleich durch Pavla Foglová, die mit einer kommissarischen Leitung des Instituts beauftragt wurde. Radio Prag hat am Donnerstag mit dem abberufenen Institutsleiter Daniel Herman gesprochen: mehr...

Kampf gegen Spielhöllen: Verfassungsgericht gibt Kommunen recht, Betreiber wollen klagen

12-04-2013 16:59 | Till Janzer

Foto: Barbora Kmentová Wer zum Beispiel durch den Prager Stadtteil Vinohrady geht, der sieht fast in jeder Straße eine so genannte „Herna-Bar“. Diese Bars sind das Reich der Glücksspielautomaten. Viele Städte und Gemeinden wollen aber nicht, dass die Spielhöllen bei ihnen überhand nehmen. Sie haben deswegen vor einigen Jahren begonnen, mit Verordnungen die Daddelautomaten komplett zu verbieten oder ihre Zahl zu beschränken. Doch die Konzessionen für die Automaten erteilt das Finanzministerium. Nun haben die Gemeinden vor dem Verfassungsgericht einen entscheidenden Sieg errungen. mehr...

Leiter des Instituts für Totalitarismusforschung entlassen – dieser wittert politische Gründe

11-04-2013 16:24 | Till Janzer

Daniel Herman (Foto: ČTK) Das Institut zum Studium totalitärer Regime (ÚSTR) mit Sitz in Prag wurde 2007 gegründet und soll eigentlich die wichtigste tschechische Forschungsinstitution für die Zeit des Kommunismus sein. Seit Anfang des Jahres wurde der Rat des Instituts neu besetzt. Und dieser Rat hat nun den bisherigen Institutsleiter Daniel Herman vorzeitig abberufen. Innerhalb eines Jahres soll per Ausschreibung ein neuer Chef gefunden werden. Bis dahin führt die ehemalige Leiterin des Tschechischen Zentrums in Warschau, Pavla Foglová, das Institut kommissarisch. mehr...

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