Themenarchiv Geschichte

Vom Pfadfinderzelt zum Propagandainstrument: Geschichte des Tschechoslowakischen Rundfunks

18-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

Der Tschechische Rundfunk hat Geburtstag: Er ist 90 Jahre alt geworden. Darum senden wir in unserem Kapitel aus der tschechischen Geschichte eine Collage historischer Radioaufnahmen, die wichtige und interessante Momente der Geschichte der Tschechoslowakei wiedergeben.  mehr...

Nachkriegsmassaker an Deutschen in Rovensko: Rundfunk sendet Zeugenaussage

13-05-2013 17:52 | Till Janzer

Rovensko (Foto: Ľubomír Smatana, Archiv des Tschechischen Rundfunks) Was sich am 10. Mai 1945 im kleinen Ort Rovensko in Nordböhmen abspielte, ist allgemein wenig bekannt. Dabei war es eines der schlimmsten Massaker an Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Rund 300 Zivilisten wurden dabei umgebracht. Der Tschechische Rundfunk hat kurz vor dem 68. Jahrestag der Ereignisse in seinem Inlandsprogramm eine Dokumentarsendung dazu ausgestrahlt. Erstmals äußerte sich auch einer der Täter. mehr...

„Korrekte Beziehungen, aber keine Freundschaft“ – Tschechoslowakei und Österreich 1918 - 1933

11-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

„Unausgewogene Beziehungen“ (Foto: Verlag der tschechischen Akademie der Wissenschaften) Im Oktober 1918 zerfällt das Kaiserreich Österreich-Ungarn. Aus seiner Erbmasse gehen eine Fülle neuer Staaten hervor, unter anderem die damalige Tschechoslowakei und die Republik Österreich. Der Historiker Ota Konrád hat eine Studie zu den Beziehungen dieser beiden damals neuen Staaten vorgelegt. Das Buch hat er auch im Österreichischen Kulturforum in Prag vorgestellt und dabei auch Radio Prag Rede und Antwort gestanden. mehr...

Nazi-Statuen aus Landesausstellung entfernt

09-05-2013 16:11 | Martina Schneibergová

Foto: ČT24 Derzeit läuft die Landesausstellung von Oberösterreich und Südböhmen, sie wird in vier Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze präsentiert. In Südböhmen sind Ausstellungen in Český Krumlov / Krumlov und in Vyšší Brod / Hohenfurth zu sehen. Höhepunkt der Führung durch die Zisterzienserabtei in Vyšší Brod ist ein einzigartiger mittelalterlicher Reliquienschrein – das Zawisch-Kreuz. In der Abtei waren aber auch drei Statuen zu sehen, die aus der so genannten Hitler-Sammlung stammten. Teile dieser Sammlung wurden von den Nazis im Kloster aufbewahrt, nachdem sie die Zisterzienser-Mönche vertrieben hatten. Zwei Tage nach der Eröffnung der Landesausstellung wurden die Statuen aus dem Klosterhof entfernt – Grund waren negative Reaktionen der Besucher. Radio Prag hat mit dem Kurator der Landesausstellung in Vyšší Brod, Jiří Franc, gesprochen: mehr...

„Pfeiler der allgemeinen Zwangsarbeit„ - KZ-Außenlager auf dem Gebiet der Tschechischen Republik

08-05-2013 | Marco Zimmermann

Foto: Verlag Metropol Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik kamen während der deutschen Besatzung eine Menge Zwangsarbeiter zum Einsatz. Einen Teil der Arbeitskräfte, vor allem für die kriegswichtige Industrie, stellen die deutschen Konzentrationslager zur Verfügung. Dazu richteten sie so genannte Außenlager ein. Im April ist dazu eine neue Studie erschienen, sie heißt „Die Arbeiterfrage soll mit Hilfe von KZ-Häftlingen gelöst werden“. Autor der Arbeit ist der Historiker Alfons Adam, den Radio Prag für ein Interview vor das Mikrofon gebeten hat. mehr...

Tschechen erinnerten an das Kriegsende 1945: Gedenken in Prag, Feiern in Pilsen

06-05-2013 16:07 | Lothar Martin

Freiheitsfest in Pilsen (Foto: ČTK) In der ersten Maiwoche wird jedes Jahr in Tschechien an das Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 erinnert. Zwei Gedenktage ragen dabei heraus: der 8. Mai, ein Staatsfeiertag, der als Tag der Befreiung begangen wird, und der 5. Mai. Der 5. Mai wird aus zwei Gründen gefeiert: Zum einen wurde an jenem Tag vor 68 Jahren der westböhmische Teil des Landes einschließlich seiner größten Stadt Plzeň / Pilsen durch die US-Armee befreit, zum anderen erhoben sich in Prag und anderen Städten die Tschechen zum spontanen Aufstand gegen die deutschen Besatzer. mehr...

Simon Abeles – als jüdischer Junge im barocken Prag fast heilig gesprochen

04-05-2013 02:01 | Jakub Šiška

Quelle: Howard Loutham: Obracení Čech na víru, Rybka Publishers 2011 Viele Jahrhunderte lang war Prag auch durch seine jüdische Minderheit geprägt. Noch heute zählt das ehemalige jüdische Viertel Josefov / Josefstadt mit seinen Synagogen und Friedhöfen zu den meistbesuchten Orten der Stadt. In der Teynkirche auf dem Altstädter Ring kann man jedoch eine wenig bekannte Besonderheit treffen: einen Grabstein eines Juden, von Simon Abeles. Wie kam es aber dazu, dass ein jüdischer Junge in einem katholischen Dom beerdigt wurde? mehr...

60 Jahre bewegte Bilder – Tschech(oslowak)isches Fernsehen feiert Geburtstag

03-05-2013 15:26 | Till Janzer

Foto: Archiv des Tschechischen Fernsehen „Tschechisches Fernsehen“ bezeichnet meist den gleichnamigen öffentlich-rechtlichen Sender. Dieser ist am 1. Mai 60 Jahre alt geworden. Erste Versuche mit dem Fernsehen hatte es hierzulande schon vor dem Krieg gegeben. Ab 1948 wurden dann unregelmäßige Probesendungen ausgestrahlt, bis das Tschechoslowakische Fernsehen seinen offiziellen Start bekanntgab. Ein kleiner Rückblick auf den Beginn des Fernsehens hierzulande. mehr...

Slowakin Jindrová: Mich freut, dass die Slowakei jetzt auf eignen Füßen steht

01-05-2013 | Lothar Martin

Helga Jindrová (Foto: Dana Martinová) Im Juni 1992 läuteten die Parlamentswahlen zwischen Cheb und Košice die baldige Trennung der Slowaken und der Tschechen ein. Seit der Teilung der Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten sind inzwischen etwas mehr als 20 Jahre vergangen. Der Trennungsschmerz ist längst verflogen, und nicht wenige Bürger sahen die damalige Teilung auch als Chance. Auch die in Tschechien lebende Slowakin Helga Jindrová, die die jüngere Geschichte beider Völker hautnah erlebt hat. mehr...

Schatz unter der Treppenstufe – Persönliche Gegenstände von Heydrich-Attentäter gefunden

30-04-2013 16:21 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Jan Kubiš war einer jener zwei Soldaten, die am 27. Mai 1942 ein Attentat auf Reinhard Heydrich verübten. Der stellvertretende Reichsprotektor und Führer des Reichssicherheitshauptamtes wurde dabei schwer verletzt und erlag einige Tage später seinen Verletzungen. Kubiš und weitere Mitglieder der Gruppe „Anthropoid“ wurden später in einer Prager Kirche gestellt und begangen Selbstmord. Nun wurden bei Renovierungsarbeiten im Geburtshaus von Kubiš bisher unbekannte Dokumente gefunden. mehr...

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