Themenarchiv Europäische Union

Politologe Schuster: Es ist gut, wenn Deutschland und Tschechien über strittige Fragen reden

02-04-2012 15:08 | Lothar Martin

Angela Merkel (Foto: Archiv des Regierungsamtes der Tschechischen Republik) Am Dienstag wird die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Prag eintreffen. Auf ihrem Programm wird neben Unterredungen mit Premier Petr Nečas und Präsident Václav Klaus auch eine Diskussion mit tschechischen Studenten über die Zukunft der Europäischen Union auf dem Programm stehen. Aber auch die unterschiedlichen Haltungen beider Länder zur Energiepolitik werden zur Sprache kommen. Der Besuch der Kanzlerin, die vor vier Jahren das letzte Mal die Tschechische Republik besuchte, wird darüber hinaus aber wohl auch die Gelegenheit für eine Bilanz der deutsch-tschechischen Beziehungen bieten. Schließlich kann man in diesem Jahr sowohl auf den zwanzigsten Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags als auch auf die Unterzeichnung der Deutsch-Tschechischen Erklärung aus dem Jahr 1997 zurückblicken. Über die Themen von Merkels Prag-Besuch hat Lothar Martin mit dem Politologen und Radio-Prag-Mitarbeiter Robert Schuster gesprochen. mehr...

„Noch weit von einer Lösung entfernt“ - EU-Kommissare in Prag

23-03-2012 15:07 | Marco Zimmermann

Foto: ČTK Am Donnerstag kamen gleich zwei Kommissare der Europäischen Kommission nach Prag. Der Grund für ihre Anwesenheit in der Moldaustadt waren die Probleme der tschechischen Ministerien, korrekt und effizient Gelder aus den europäischen Fördertöpfen abzurufen. mehr...

Tschechien rechnet weiter mit dem Euro

12-03-2012 15:15 | Markéta Kachlíková

Foto: Europäische Kommission Wann wird der Euro in Tschechien eingeführt? Wird er überhaupt eingeführt? Diese Fragen sind in der letzten Zeit aufgekommen. Staatspräsident Klaus hat die Annahme der Gemeinschaftswährung allgemein in Frage gestellt, die Mehrheit der Bürger ist derzeit laut Meinungsumfragen gegen den Euro. Und Premier Nečas hat kürzlich abgelehnt, den EU-Fiskalpakt zu unterschreiben. Doch jetzt heißt es, dass die Einführung des Euro in Tschechien mitnichten in Frage steht. mehr...

EU-Gipfel: Tschechien als treibende Kraft bei Diskussion über mehr Wachstum

02-03-2012 15:03 | Till Janzer

David Cameron und Petr Nečas (Foto: ČTK) Bloß nicht wieder über die Krise reden. Das ist das Credo beim EU-Gipfel. Stattdessen wurde ein neues Diskussionsthema angesetzt: der Weg zu mehr Wachstum. Es ist eine der Herzensangelegenheiten auch des tschechischen Premiers Petr Nečas. Er hat zusammen mit dem britischen Premierminister David Cameron und weiteren zehn europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel dazu einen Plan vorgestellt. mehr...

Tschechien und der EU-Gipfel: keine Fiskalunion, aber mehr Wettbewerb

01-03-2012 16:34 | Till Janzer

Wenn am Freitagmorgen die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten den Fiskalpakt unterschreiben, werden zwei von ihnen fehlen: David Cameron und Petr Nečas. Mit dem britischen Premierminister hatte niemand gerechnet, spätestens seit Mittwoch ist aber klar, dass auch der tschechische Premier definitiv nicht dabei sein wird. Einsetzen will sich Tschechien beim anstehenden EU-Gipfel stattdessen für mehr Wettbewerb und Liberalisierung. Doch im Land wird weiterhin kontrovers über den Fiskalpakt diskutiert. mehr...

Diskussion um Fiskalpakt: „In Tschechien fehlt eine Europa-Debatte“

23-02-2012 17:29 | Sylvia Schmidt

Dass die tschechische Regierung nicht unbedingt auf einer Euphorie-Welle für Europa schwimmt, hat sich in der Vergangenheit schon des Öfteren gezeigt. Jüngst zeigte sich diese Euroskepsis am Beispiel der Debatte um den europäischen Fiskalpakt, für den die Unterschrift Tschechiens bis heute nicht sicher ist. Welche Folgen das Verweigern einer Unterschrift oder eben vielleicht doch eine endgültige Zusage zum Fiskalpakt für Tschechien haben könnte, das beurteilte die Prager Universitätsprofessorin Lenka Rovná für Radio Prag. Sie hat den Jean-Monnet-Lehrstuhl am Institut für Westeuropäische Studien der Karlsuniversität inne. mehr...

EU: Tschechien und Großbritannien wollen Binnenmarkt stärken

20-02-2012 15:11 | Marco Zimmermann

Foto: Europäische Kommission Bei den Verhandlungen im Januar zu einem EU-Fiskalpakt hatte Petr Nečas eine Unterschrift Tschechiens abgelehnt. Nun wurde am Wochenende bekannt, dass die Tschechische Republik und Großbritannien, der andere Gegner des Abkommens über eine gemeinsame Haushaltspolitik, Pläne für eine EU-Wirtschaftsinitiative vorbereiten.  mehr...

Vladimír Špidla: Wir müssen europäische Integration abseits der Wirtschaft forcieren

20-02-2012 | Lothar Martin

Vladimír Špidla (Foto: Europäische Kommission) Die Europäische Union steckt in einer Schuldenkrise, eine Antwort auf das Problem soll die erst jüngst in Brüssel beschlossene Fiskalunion sein. Dabei handelt es sich um eine europäische Vereinbarung zu mehr Haushaltsdisziplin, die aber von Tschechien – wie auch von Großbritannien – bisher nicht mittragen will. Stellt sich Tschechien im Prozess der europäischen Integration damit aber nicht ins Abseits? Eine Frage, die hierzulande immer häufiger und auch sehr kontrovers diskutiert wird. Radio Prag hat darüber mit dem früheren tschechischen EU-Kommissar und ehemaligen sozialdemokratischen Premier Vladimír Špidla gesprochen. mehr...

Stromnetze: Tschechien überlegt von Deutschland Transitgebühren zu verlangen

13-02-2012 16:02 | Till Janzer

Foto: Europäische Kommission Seit vielen Jahren schon kritisieren tschechische Politiker, dass das Energienetz ihres Landes immer wieder Strom aus deutschen Windkraftwerken aufnehmen muss und dabei an seine Belastungsgrenzen gerät. Nach tschechischen Berechnungen sollen diese Fälle noch zugenommen haben, seit im Nachbarland der Atomausstieg eingeleitet wurde. Hintergrund ist, dass Deutschland selbst beim Ausbau seines Stromnetzes nicht hinterherkommt. Im Herbst hatten die Politiker in Prag deswegen den Einbau so genannter Phasenschieber erwogen. Doch nun gibt es eine neue Idee. mehr...

Europäischer Gerichtshof rügt tschechischen Staat im Restitutionsfall Kinský

10-02-2012 16:27 | Till Janzer

Der böhmische Adlige František Oldřich Kinský hat sich in über 150 Gerichtsverfahren viele Jahre lang mit dem tschechischen Staat um das ehemalige Eigentum seiner Familie gestritten. Das Eigentum war den Kinskýs nach dem Krieg aufgrund der so genannten Beneš-Dekrete abgenommen worden. Es handelte sich um Länderein und Gebäude im Wert von rund zwei Milliarden Euro, inklusive einiger Perlen wie dem Kinský-Palais auf dem Altstädter Ring in Prag. Großen Erfolg hatte der Adlige, der vor drei Jahren verstarb, bisher jedoch nicht gehabt: Nur eine Kapelle hier und einen Park dort konnte er zurückgewinnen. Nun hat der Europäische Menschengerichtshof in Straßburg geurteilt und den tschechischen Staat zu einer Strafe verdonnert.  mehr...

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